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Iran droht USA mit Angriffen auf Militärbasen im Nahen Osten

Teheran warnt vor massiven Vergeltungsschlägen gegen US-Stützpunkte und Israel, sollten die USA iranische Militäranlagen angreifen. Die Spannungen zwischen Washington und Teheran erreichen einen neuen Höhepunkt.

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Iran droht USA mit Angriffen auf Militärbasen im Nahen Osten

Hochrangige iranische Vertreter haben am Wochenende scharfe Warnungen an die USA gerichtet. Der iranische Parlamentssprecher Mohammad-Bagher Ghalibaf drohte mit Vergeltungsschlägen gegen amerikanische Militärbasen im Nahen Osten, sollte Washington einen Erstschlag gegen den Iran ausführen. Die Warnung erfolgte, nachdem US-Beamte mitgeteilt hatten, die Trump-Administration prüfe militärische Optionen gegen iranische Einrichtungen.

Weitreichende Vergeltungsdrohungen

Ghalibaf machte deutlich, dass der Iran im Falle eines US-Angriffs nicht nur amerikanische Stützpunkte ins Visier nehmen würde. Auch wichtige Schifffahrtsrouten im Nahen Osten und Israel könnten zu Zielen werden. Die USA unterhalten bedeutende Luft- und Marinebasen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Katar – Standorte, die bei einer Eskalation zu Brennpunkten werden könnten.

Der Iran hat seine Bereitschaft zu solchen Angriffen bereits unter Beweis gestellt. Im vergangenen Juni attackierte Teheran die Al Udeid Air Base in Katar als Reaktion auf US-Schläge gegen iranische Nuklearanlagen. Ghalibaf brachte sogar die Möglichkeit eines präventiven iranischen Erstschlags ins Spiel – eine Drohung, die in den vergangenen Tagen mehrfach von hochrangigen Vertretern wiederholt wurde.

Gewicht der Warnung

Als Parlamentssprecher zählt Ghalibaf zu den mächtigsten Figuren im iranischen Machtgefüge, nur übertroffen vom Obersten Führer und dem Präsidenten. Seine frühere Position als Kommandeur der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) verleiht seinen Worten zusätzliche Glaubwürdigkeit. Die enge Verbindung zur paramilitärischen Truppe unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Drohungen.

USA prüfen militärische Optionen

Laut einem Bericht des Wall Street Journal erwägen die USA tatsächlich militärische Szenarien. Die Diskussionen seien jedoch vorläufig und Teil der üblichen Notfallplanung. Eine konkrete Entscheidung sei nicht getroffen worden, und es würden keine unmittelbaren Maßnahmen erwartet. Eine in Betracht gezogene Option umfasst laut einem US-Beamten eine umfassende Luftkampagne gegen mehrere iranische Militärstandorte.

Allerdings betonte ein anderer Beamter, dass innerhalb der Trump-Administration kein Konsens über das weitere Vorgehen bestehe. Zur Vorbereitung eines Angriffs seien weder militärisches Gerät noch Personal verlegt worden.

Trump verschärft Rhetorik

Präsident Donald Trump bekräftigte seine harte Linie gegenüber dem Iran am Wochenende in einem Social-Media-Post. Er erklärte, der Iran "blicke auf Freiheit, vielleicht wie nie zuvor" und fügte hinzu, die USA stünden "bereit, zu helfen". Diese Äußerungen erfolgten vor dem Hintergrund zunehmend gewaltsamer Proteste im Iran.

Blutige Niederschlagung von Protesten

Die Demonstrationen im Iran haben sich zu einer umfassenden Herausforderung der Islamischen Republik entwickelt. Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Activists in Iran gab an, dass bisher mindestens 116 Menschen bei der Niederschlagung der Proteste getötet wurden. Die tatsächliche Zahl könnte noch höher liegen, da aufgrund von Kommunikationsbeschränkungen weiterhin Informationen nur verzögert bekannt werden.

Die Situation im Nahen Osten bleibt damit hochexplosiv. Sowohl Washington als auch Teheran zeigen sich kompromisslos, während die internationale Gemeinschaft mit Sorge auf eine mögliche militärische Eskalation blickt.

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