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Indische Staatsanleihen: Erster monatlicher Rückgang seit vier Monaten

Steigende Ölpreise und höhere US-Renditen infolge des gescheiterten Iran-Friedensabkommens belasten indische Staatsanleihen im Juli.

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Indische Staatsanleihen: Erster monatlicher Rückgang seit vier Monaten

Indische Staatsanleihen haben im Juli ihren ersten monatlichen Verlust seit vier Monaten verbucht. Ausschlaggebend war das Scheitern eines Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran, das die Ölpreise und die Renditen von US-Staatsanleihen deutlich nach oben trieb. Die Rendite der richtungsweisenden 6,94%-Anleihe mit Laufzeit bis 2036 schloss am letzten Handelstag des Monats bei 6,8343% – ein Anstieg von 2 Basispunkten an diesem Tag allein.

Die 10-jährige indische Anleiherendite war bis einschließlich Juni drei Monate in Folge um insgesamt mehr als 28 Basispunkte gefallen. Im Juli drehte die Entwicklung: Die Rendite stieg um rund 8 Basispunkte an – ein deutlicher Richtungswechsel, der die veränderte globale Risikolage widerspiegelt.

Ölpreisschock als zentraler Auslöser

Das gescheiterte Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran hatte weitreichende Folgen für die Rohstoffmärkte. Der Konflikt weitete sich auf weitere Länder in der Golfregion aus, und die Störungen im Schiffsverkehr betrafen zunehmend wichtige Öltransitrouten weltweit. Die Folge: Brent-Rohöl-Futures sprangen im Juli um 22% nach oben – der größte monatliche Anstieg seit März.

Für Indien ist diese Entwicklung besonders bedeutsam. Axis Mutual Fund betonte in einer Mitteilung, dass Rohöl weiterhin die wichtigste externe Makrovariable für das Land bleibe. Als einer der größten Ölimporteure der Welt reagiert die indische Wirtschaft besonders sensibel auf Preisschwankungen beim schwarzen Gold – steigende Ölpreise erhöhen den Inflationsdruck und belasten die Leistungsbilanz.

Ausländische Investoren ziehen sich zurück

Parallel zum Ölpreisanstieg stiegen auch die Renditen von US-Staatsanleihen: Die 10-jährige US-Rendite legte im Juli um rund 25 Basispunkte zu. Höhere US-Renditen machen amerikanische Anleihen im globalen Vergleich attraktiver und erhöhen den Abzugsdruck auf Schwellenländermärkte wie Indien.

Gegen Ende des Monats begannen ausländische Investoren tatsächlich mit dem Verkauf indischer Staatsanleihen. Neben dem Ölpreisanstieg spielte dabei auch das Ausbleiben einer wichtigen Ankündigung eine Rolle: Indien wurde nicht in den globalen Anleiheindex von Bloomberg aufgenommen – eine Entscheidung, die viele Marktteilnehmer enttäuschte und den Verkaufsdruck verstärkte.

Die Aufnahme in globale Anleiheindizes gilt als wichtiger Katalysator für ausländische Kapitalzuflüsse, da viele institutionelle Investoren ihre Portfolios an solchen Indizes ausrichten. Das Ausbleiben dieser Ankündigung bedeutet, dass ein potenzieller Zufluss passiver Investorengelder vorerst ausbleibt – ein Rückschlag für den indischen Anleihenmarkt zu einem ohnehin schwierigen Zeitpunkt.

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