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Immobilienverkauf: Niedrigzins-Vorteil beim alten Kredit clever sichern

Wer eine Immobilie mit Billigkredit finanzierte und jetzt verkaufen will, steht vor einer kniffligen Frage.

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Immobilienverkauf: Niedrigzins-Vorteil beim alten Kredit clever sichern

Wer eine Immobilie noch zu Billigstzinsen finanziert hat und sie heute verkaufen möchte, steht vor einer kniffligen Aufgabe. Genau dieses Problem schildert eine Leserin dem Ratgeber-Service "WiWo Coach" der WirtschaftsWoche. Sie hatte ihre Wohnung fast komplett per Kredit finanziert – zu einem Zinssatz von unter einem Prozent und mit einer Laufzeit von über 20 Jahren.

Heute wäre für einen vergleichbaren Kredit ein Vielfaches des damaligen Zinses fällig. Zwischen dem alten und dem aktuellen Zinsniveau klafft also eine erhebliche Lücke. Diese Differenz macht sich für die Leserin in bare Münze bezifferbar: Über die verbleibende Kreditlaufzeit summiert sich ihr Niedrigzins-Vorteil auf rund 100.000 Euro.

Warum der alte Kredit so wertvoll ist

Der Hintergrund: Immobilienpreise sind allgemein gestiegen, und zugleich liegt das heutige Zinsniveau deutlich höher als zur Zeit der Finanzierung. Für die Leserin entsteht daraus ein doppelter Effekt. Einerseits ist die Immobilie im Wert gestiegen, andererseits ist der laufende Kredit durch seinen historisch niedrigen Zinssatz zu einem echten Vermögenswert geworden. Die Leserin bringt es selbst auf den Punkt: Es "ist ein zusätzlicher Wert der Immobilie in dem Darlehen gebunden".

Beim Verkauf droht dieser Vorteil jedoch verloren zu gehen. Wer die Immobilie veräußert, muss in der Regel den bestehenden Kredit ablösen – und verliert damit den günstigen Zinssatz. Für einen neuen Kredit zum heutigen Niveau wären erheblich höhere Zinsen zu zahlen. Die Leserin sucht deshalb nach einer kreativen, sicheren und zugleich legalen Lösung, um ihren Niedrigzins-Vorteil zu behalten.

Worauf Verkäufer achten sollten

Für Privatanleger in ähnlicher Lage lohnt sich eine genaue Prüfung der eigenen Finanzierung. Entscheidend ist zunächst, ob und zu welchen Bedingungen der bestehende Kredit überhaupt vorzeitig abgelöst werden kann. Viele Darlehensverträge enthalten Regelungen zu Sonderkündigung, Vorfälligkeitsentschädigung oder einer möglichen Übertragung auf einen Käufer. Ob eine solche Übernahme rechtlich und praktisch möglich ist, hängt vom einzelnen Vertrag und vom jeweiligen Kreditinstitut ab.

Ebenso wichtig ist die Frage, ob sich der Verkauf überhaupt lohnt, wenn dadurch der günstige Zins verloren geht. Wer den Vorteil von rund 100.000 Euro gegen einen höheren Verkaufspreis und die Kosten einer Neufinanzierung abwägt, sollte beide Szenarien sauber gegenüberstellen. Hier helfen klare Zahlen statt Bauchgefühl.

Genau hier setzt der "WiWo Coach" an. Der Ratgeber-Service der WirtschaftsWoche richtet sich an Abonnenten und beantwortet Fragen rund um Geldanlage, Vorsorge, Karriere, Steuern und Recht. Expertinnen und Experten prüfen individuelle Fälle und geben konkrete Hinweise. Für Anleger, die vor einer ähnlichen Entscheidung stehen, kann eine unabhängige Einschätzung helfen, den eigenen Spielraum realistisch einzuschätzen und Fehler zu vermeiden.

Klar ist: Der alte Niedrigzins-Kredit ist ein Vermögenswert, den man nicht leichtfertig aufgeben sollte. Wer verkaufen will, sollte die Optionen kennen, bevor er zusagt.

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