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Hasbro hebt Jahresprognose an – Magic und Digital Gaming treiben Wachstum

Starke Nachfrage nach digitalen Spielen und ein Umsatzsprung bei „Magic: The Gathering" beflügeln Hasbro – die Aktie legt rund 11% zu.

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Hasbro hebt Jahresprognose an – Magic und Digital Gaming treiben Wachstum

Hasbro hat am Dienstag seine Jahresprognosen für Umsatz und Gewinn angehoben. Der US-Spielzeugkonzern profitiert von einer robusten Nachfrage im Bereich Digital Gaming sowie von der anhaltenden Stärke seiner Flaggschiff-Franchise „Magic: The Gathering". Die Aktie des Unternehmens reagierte mit einem Kursanstieg von rund 11% im frühen Handel.

Der Umsatz im zweiten Quartal kletterte um 16% auf 1,14 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 1,07 Milliarden Dollar deutlich. Der bereinigte Quartalsgewinn sank zwar leicht um 1,5% auf 1,28 US-Dollar je Aktie, lag damit aber ebenfalls über den Erwartungen der Analysten, die mit 1,14 Dollar je Aktie gerechnet hatten.

Magic: The Gathering als Wachstumsmotor

Besonders die Sparte Wizards of the Coast und Digital Gaming glänzte mit einem Umsatzanstieg von 27% – nach einem Wachstum von 16% im Vorjahr. Treiber war vor allem das Sammelkartenspiel „Magic: The Gathering". CEO Chris Cocks zeigte sich optimistisch: „Die Spielerbasis von Magic wächst, die Zahl der neuen Spieler nimmt zu, und wir gewinnen ehemalige Spieler zurück."

Hasbro brachte im April die Serie „Secrets of Strixhaven" auf den Markt, im vergangenen Monat folgte der Titel „Marvel Super Heroes". Für November ist zudem die Veröffentlichung eines Sets mit Star-Trek-Thematik geplant. Der dichte Veröffentlichungskalender dürfte die zweite Jahreshälfte weiter stützen.

Höhere Ausgaben von Konsumenten mit höherem Einkommen halfen Hasbro dabei, die schwächere Nachfrage von Haushalten mit geringerem Einkommen auszugleichen. Letztere kämpfen weiterhin mit den Folgen der anhaltenden Inflation – ein Trend, der auch andere Konsumgüterhersteller beschäftigt.

Angehobene Prognose mit Puffer für das Weihnachtsgeschäft

Für das Gesamtjahr erwartet Hasbro nun ein Umsatzwachstum zwischen 5% und 7%, nach der bisherigen Prognose von 3% bis 5%. Analysten hatten laut LSEG-Daten ein Wachstum von 6,3% erwartet. Einige Marktteilnehmer bezeichneten die neue Prognose dennoch als konservativ.

Finanzvorständin Gina Goetter erklärte die vorsichtige Haltung: „Zwischen September und Dezember kann sich viel ändern. Die Prognose bietet uns daher einen gewissen Puffer." Die Prognose berücksichtige primär das starke Wachstum im ersten Halbjahr, während das entscheidende Weihnachtsgeschäft noch mit Unsicherheiten behaftet sei.

Auch James Zahn, Chefredakteur des Magazins Toy Book, wies auf die Unsicherheiten hin: „Die zweite Jahreshälfte ist eine gewisse Unbekannte", sagte er, ergänzte jedoch, dass der Veröffentlichungsplan für Magic umfangreicher sei als im Vorjahr.

Beim bereinigten operativen Jahresgewinn rechnet Hasbro nun mit einem Wert zwischen 1,45 Milliarden und 1,50 Milliarden US-Dollar, gegenüber der früheren Spanne von 1,40 bis 1,45 Milliarden Dollar.

Cybersicherheitsvorfall belastet Ergebnis

Einen Wermutstropfen gab es dennoch: Hasbro meldete, dass im zweiten Quartal zusätzliche Kosten in Höhe von 11 Millionen US-Dollar durch einen Cybersicherheitsvorfall im März entstanden seien. Das Unternehmen rechnet künftig mit weiteren damit verbundenen Kosten, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Für Anleger bleibt Hasbro damit ein Unternehmen im Wandel: Der Konzern, der unter anderem für Play-Doh bekannt ist, setzt zunehmend auf digitale Wachstumstreiber und reduziert seine Abhängigkeit vom klassischen Spielzeuggeschäft – eine Strategie, die sich im zweiten Quartal 2025 klar ausgezahlt hat.

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