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Grupo Aeroportuario del Sureste: EBITDA fällt im Q4 um 5 Prozent

Höhere Betriebskosten und schwächere Luftverkehrserlöse belasten den mexikanischen Flughafenbetreiber trotz steigendem Passagieraufkommen.

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Grupo Aeroportuario del Sureste: EBITDA fällt im Q4 um 5 Prozent

Grupo Aeroportuario del Sureste (ASUR), einer der größten Flughafenbetreiber Mexikos, hat für das vierte Quartal schwächere Ergebnisse gemeldet. Das EBITDA sank im Jahresvergleich um rund 5 Prozent auf 4,9 Milliarden mexikanische Pesos (MXN). Die Resultate lagen damit etwa 3 Prozent unter den Konsensschätzungen der Analysten, wie aus FactSet-Daten hervorgeht.

Besonders auffällig: Trotz eines Anstiegs des Passagieraufkommens um 0,9 Prozent blieb der Gesamtumsatz ohne Bauleistungen mit 7,3 Milliarden MXN im Jahresvergleich unverändert. Die EBITDA-Marge sank um 333 Basispunkte auf 66,4 Prozent. Damit zeigt sich, dass das Wachstum bei den Passagierzahlen nicht in entsprechende Erlöse umgemünzt werden konnte.

Kostendruck und Währungseffekte belasten Ergebnis

Die Betriebskosten ohne Bauleistungen stiegen im Jahresvergleich um rund 25 Prozent. Als Haupttreiber nennt das Unternehmen gestiegene Personal- und Sicherheitskosten sowie Gebühren im Zusammenhang mit den Übernahmen von Motiva und Asur US. Diese Akquisitionen haben die Kostenstruktur spürbar verändert.

Die Luftverkehrserlöse gingen um 0,3 Prozent zurück – ein Effekt, der maßgeblich auf die Aufwertung des mexikanischen Pesos zurückzuführen ist. Währungseffekte können bei international tätigen Flughafenbetreibern erheblichen Einfluss auf die in Landeswährung ausgewiesenen Einnahmen haben. Die kommerziellen Erlöse pro Passagier im mexikanischen Geschäftsbereich sanken ebenfalls um 1,3 Prozent.

Positiv entwickelte sich hingegen das Kolumbien-Geschäft: Die kommerziellen Erlöse stiegen im Jahresvergleich um 0,6 Prozent, getragen von den dortigen Aktivitäten. Dies zeigt, dass die internationale Diversifizierung des Konzerns zumindest teilweise Früchte trägt.

Solide Bilanz trotz Übernahmen

Trotz der jüngsten Akquisitionen von Motiva und Asur US weist ASUR weiterhin eine starke Bilanz auf. Das Unternehmen beendete das vierte Quartal mit einem Verschuldungsgrad – gemessen als Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA – von lediglich 0,8. Dieser Wert gilt in der Branche als konservativ und signalisiert finanziellen Spielraum für weitere Investitionen.

Für deutsche Anleger ist ASUR als Betreiber von Flughäfen in Mexiko, den USA und Kolumbien ein Vertreter des lateinamerikanischen Infrastruktursektors. Schwankungen im Peso-Wechselkurs sowie Kosten aus Übernahmetransaktionen bleiben kurzfristige Belastungsfaktoren, die die operative Stärke des Unternehmens überlagern.

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