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Golf-Börsen unter Druck: Houthi-Angriffe belasten Anlegerstimmung

Neue Houthi-Angriffe auf Riad belasten die Aktienmärkte in Saudi-Arabien und den Golfstaaten.

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Golf-Börsen unter Druck: Houthi-Angriffe belasten Anlegerstimmung

Die Aktienmärkte in Saudi-Arabien und den Golfstaaten sind am Sonntag unter Druck geraten. Auslöser waren neue Angriffe der jemenitischen Houthi-Rebellen, die nach eigenen Angaben „sensible“ Ziele in der saudischen Hauptstadt Riad mit Raketen und Drohnen attackiert haben. Augenzeugen berichteten von Flammen und dichtem Rauch in der Nähe des Hauptflughafens, nachdem die Behörden zuvor vor potenziellen Gefahren im Stadtgebiet gewarnt hatten.

Der saudische Leitindex Tadawul All Share schloss mit einem Minus von 0,26 Prozent bei 10.750 Punkten und markierte damit ein Einmonatstief. Die Verlierer überwogen mit 257 zu 71 Werten deutlich. Besonders betroffen waren die Sektoren Versicherungen, Energie sowie Bauwesen.

Marktbewegungen im Überblick

Unter den Einzelwerten zeigte sich ein gemischtes Bild. ACWA Power gab um 2,8 Prozent nach. Beim Ölriesen Saudi Aramco gab es widersprüchliche Signale: Während einige Berichte einen Rückgang von 0,6 Prozent verzeichneten, schloss das Unternehmen laut anderen Quellen mit einem Plus von 1,3 Prozent. Die Saudi National Bank verbuchte ein Minus von 0,5 Prozent.

Zu den größten Verlierern des Tages zählten Mutakamela Insurance mit einem Minus von 9,01 Prozent und Ladun Investment mit einem Rückgang von 7,78 Prozent. Auf der Gewinnerseite stand Arabian Centres Co mit einem Plus von 5,78 Prozent.

Geopolitische Unsicherheit erfasst gesamte Region

Die Anschläge blieben nicht auf Saudi-Arabien beschränkt. Auch andere Börsen der Golfregion gerieten unter Druck. Der Leitindex in Katar gab um 0,9 bis 1,1 Prozent nach. Besonders stark betroffen war der Petrochemie-Produzent Industries Qatar, dessen Aktienkurs um bis zu 3,7 Prozent einbrach. Die Börse in Bahrain verzeichnete ein Minus von 0,2 Prozent.

Die Angriffe verschärfen die ohnehin angespannte Lage im Nahen Osten. Sie erfolgen im Nachgang der US-amerikanischen und israelischen Schläge gegen den Iran Ende Februar. Wie Reuters berichtet, hat US-Präsident Donald Trump saudische Bitten um ein direktes militärisches Eingreifen gegen die Houthis abgelehnt.

Diplomatische Bemühungen hinter den Kulissen

In diplomatischen Kreisen wird bekannt, dass Saudi-Arabien China um Vermittlung gebeten hat. Peking soll daraufhin Teheran privat dazu gedrängt haben, die Houthi-Rebellen zur Zurückhaltung zu bewegen. Der Iran gilt als wichtiger Unterstützer der Houthis im Jemen-Konflikt.

Daniel Takieddine, CEO der Sky Links Capital Group, betonte die Bedeutung der kommenden politischen Gespräche: Das anstehende Treffen von Präsident Trump mit den Golf-Staatschefs könnte entscheidend für die künftige Marktstimmung sein, sofern dort Signale zur Deeskalation gesendet werden.

Rohstoffmärkte reagieren volatil

Parallel zur geopolitischen Lage zeigten sich auch die Rohstoffmärkte bewegt. Der Preis für Rohöl der Sorte WTI zur Lieferung im November fiel um 2,34 Prozent auf 96,08 US-Dollar. Brent-Öl gab um 1,56 Prozent auf 103,19 US-Dollar nach. Gold-Futures hingegen legten als sicherer Hafen um 0,37 Prozent auf 4.415,90 US-Dollar je Feinunze zu.

Außerhalb der Golfregion verzeichnete Ägyptens Blue-Chip-Index einen leichten Rückgang von 0,2 Prozent. Die anhaltenden Spannungen in der Region bleiben damit ein Risikofaktor für die gesamte nahöstliche Finanzlandschaft.

Für Anleger bleibt die Lage angespannt. Die Kombination aus militärischen Auseinandersetzungen, diplomatischen Unsicherheiten und volatilen Rohstoffpreisen schafft ein schwieriges Umfeld. Die Entwicklung wird maßgeblich davon abhängen, ob es in den kommenden Wochen zu einer Deeskalation kommt oder die Konflikte weiter eskalieren.

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