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Goldpreis steigt nach neuen US-Zöllen deutlich

Anleger flüchten in sichere Häfen – Trump verschärft Handelskonflikt mit China

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 Goldpreis steigt nach neuen US-Zöllen deutlich

Der Goldpreis ist am Donnerstag um mehr als ein Prozent gestiegen. Hintergrund ist die Entscheidung der Vereinigten Staaten, die Zölle auf chinesische Importe deutlich anzuheben. Die jüngste Eskalation im Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt hat Investoren veranlasst, vermehrt auf das als sicher geltende Edelmetall zu setzen. Spot-Gold notierte zuletzt 1,5 Prozent höher bei 3.129,33 US-Dollar je Unze. Die US-Gold-Futures stiegen um 2,2 Prozent auf 3.145,80 US-Dollar. Bereits in der vorangegangenen Sitzung hatte Gold seinen stärksten Tagesgewinn seit Oktober 2023 verzeichnet.

US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch angekündigt, den Zollsatz auf chinesische Importe von 104 auf 125 Prozent zu erhöhen. Gleichzeitig entschied er, die zuletzt eingeführten hohen Zölle für mehrere andere Länder vorübergehend auszusetzen. Trotz dieser zeitlich begrenzten Ausnahmen bleibt die Handelspolitik der Vereinigten Staaten gegenüber China angespannt, was sich direkt auf die Märkte auswirkt.

Laut Analyst Edward Meir von Marex könnte der Goldpreis noch im Laufe des Monats die Marke von 3.200 US-Dollar je Unze erreichen. Meir geht davon aus, dass die Konjunktur langsamer wachsen wird und die Zinsen mittelfristig sinken könnten. In einem solchen Szenario könnte Gold weiter an Wert gewinnen, zumal Inflationssorgen durch die anhaltenden Zollmaßnahmen bestehen bleiben dürften.

Im bisherigen Jahresverlauf hat Gold bereits mehr als 18 Prozent an Wert zugelegt. Die Entwicklung ist vor allem auf die Handelspolitik der USA, mögliche Zinssenkungen der Federal Reserve, geopolitische Spannungen im Nahen Osten und in der Ukraine sowie auf verstärkte Käufe durch Zentralbanken und Investitionen in goldgestützte Fonds zurückzuführen. Gold wird traditionell als Absicherung gegen weltwirtschaftliche Unsicherheiten und Inflation betrachtet.

Aus dem Protokoll der letzten Sitzung der US-Notenbank geht hervor, dass nahezu alle Entscheidungsträger vor möglichen Zielkonflikten zwischen Inflation und Wachstum warnen. Sollte die Inflation anhalten, könnte dies die Zentralbank dazu zwingen, die Zinsen länger hoch zu halten, was sich negativ auf Gold auswirken würde.

Marktteilnehmer erwarten nun die Veröffentlichung der Verbraucherpreisdaten aus den USA im Laufe des Tages sowie der Erzeugerpreisindizes am Freitag. Weitere Bewegungen am Goldmarkt werden maßgeblich von diesen Daten abhängen. Der Silberpreis legte um 0,6 Prozent auf 31,21 US-Dollar je Unze zu, während Platin um 0,3 Prozent auf 935,54 US-Dollar fiel. Palladium gab um ein Prozent auf 922,00 US-Dollar nach.

GoldGoldpreisInvestitionenEdelmetalle

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