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Goldpreis steigt auf Rekordhoch vor neuen US-Zöllen

Zentralbankkäufe, Zinserwartungen und geopolitische Risiken stützen den Aufwärtstrend des Edelmetalls

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 Goldpreis steigt auf Rekordhoch vor neuen US-Zöllen

Der Goldpreis setzte seine Aufwärtsbewegung fort und stieg am Mittwoch weiter, nachdem er am Vortag ein Rekordhoch erreicht hatte. Die Anleger griffen verstärkt zu dem als sicher geltenden Edelmetall, da die Märkte mit den möglichen Auswirkungen der von den USA geplanten Gegenzölle rechneten. Der Preis für Spot-Gold lag zuletzt bei 3.116,72 US-Dollar je Unze und damit 0,2 Prozent höher. Am Dienstag hatte Gold mit 3.148,88 US-Dollar je Unze ein Allzeithoch markiert.

Der Aufwärtstrend bei Gold wird laut Marktbeobachtern insbesondere durch die Nachfrage nach sicheren Häfen getrieben. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten, die den Markt weiterhin belasten. Auch die geldpolitische Entwicklung in den USA spielt eine Rolle. Analyst Philip Newman von Metals Focus verwies darauf, dass ein wirtschaftlicher Abschwung in den USA, eine mögliche Zunahme der Inflation und Zinssenkungen den Goldpreis in den kommenden Monaten sogar auf 3.300 US-Dollar treiben könnten.

Mit Spannung blickten die Märkte auf die angekündigten US-Zölle, die im Laufe des Tages von der Regierung unter Präsident Donald Trump eingeführt werden sollen. Trump bezeichnete diesen Tag im Vorfeld als „Befreiungstag“. Die Einführung neuer Zölle könnte nach Einschätzung von Beobachtern die Inflation anheizen, das Wirtschaftswachstum bremsen und weitere Handelskonflikte auslösen. Gold gilt in solchen Phasen traditionell als Absicherung gegen Instabilität und Inflation, zumal es in einem Umfeld niedriger Zinsen besonders gefragt ist.

Neben den Zollplänen der USA trieben weitere Faktoren den Goldpreis nach oben. Dazu zählten eine robuste Nachfrage von Zentralbanken, die Aussicht auf Zinssenkungen der US-Notenbank, geopolitische Spannungen im Nahen Osten und in Europa sowie erhöhte Zuflüsse in goldgedeckte börsengehandelte Fonds. Aakash Doshi, globaler Leiter der Goldstrategie bei State Street Global Advisors, hält es für möglich, dass der Goldpreis im positiven Szenario innerhalb der nächsten neun Monate sogar auf 3.400 US-Dollar je Unze steigen könnte.

Für zusätzliche Unsicherheit sorgten Sorgen über den US-Arbeitsmarkt. Vertreter der Federal Reserve zeigten sich besorgt über eine mögliche Abschwächung der Beschäftigung, sehen sich aber durch die Gefahr einer zollbedingten Inflation in ihren Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt. Die Märkte warteten auf den ADP-Arbeitsmarktbericht, der später im Tagesverlauf veröffentlicht werden sollte, sowie auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten am Freitag. Auch andere Edelmetalle legten zu: Silber stieg um 0,2 Prozent auf 33,80 US-Dollar je Unze, Platin verteuerte sich um 0,8 Prozent auf 987,31 US-Dollar und Palladium gewann 0,4 Prozent auf 987,00 US-Dollar.

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