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Goldman Sachs: Ölpreisschock bremst US-Jobwachstum monatlich um 10.000

Die Investmentbank analysiert die Arbeitsmarktfolgen steigender Ölpreise bis Ende 2026.

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Goldman Sachs: Ölpreisschock bremst US-Jobwachstum monatlich um 10.000

Höhere Ölpreise werden das Beschäftigungswachstum in den USA bis Ende 2026 um rund 10.000 Stellen pro Monat dämpfen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse von Goldman Sachs, die den Zusammenhang zwischen Ölangebotsschocks und dem US-Arbeitsmarkt untersucht.

Die Analysten nutzten spezifische Messgrößen für Ölangebotsschocks, um die Auswirkungen auf Beschäftigung und Arbeitslosigkeit zu bewerten. Dabei zeigt sich: Zwar bremsen höhere Ölpreise das Jobwachstum und treiben die Arbeitslosigkeit hoch – der Effekt ist jedoch rund ein Drittel schwächer als noch im Zeitraum von 1975 bis 1999.

Als Hauptgründe für diese verringerte Sensitivität nennt Goldman Sachs zwei Faktoren: die gesunkene Ölintensität des US-Bruttoinlandsprodukts sowie das starke Wachstum der heimischen Schieferölproduktion. Die US-Wirtschaft ist schlicht weniger abhängig von Öl als früher.

Arbeitslosenquote könnte auf 4,6 Prozent steigen

Laut Basisprognose der Bank wird der aktuelle Ölpreisschock die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte erhöhen. Zusammen mit anderen Faktoren erwartet Goldman Sachs, dass die Arbeitslosigkeit bis zum dritten Quartal 2026 insgesamt um 0,2 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent steigen wird. Diese Einschätzung deckt sich mit den Prognosen des FRB/US-Modells der US-Notenbank Federal Reserve sowie mit akademischen Forschungsergebnissen.

Die negativen Beschäftigungseffekte werden laut Analyse vor allem aus zwei Quellen stammen: weniger Neueinstellungen sowie leicht höhere Entlassungen in Branchen, die besonders stark von diskretionären Konsumausgaben abhängen. Konsumenten, die mehr für Energie ausgeben, haben schlicht weniger Geld für andere Güter und Dienstleistungen.

Energiesektor profitiert kaum vom Ölpreisanstieg

Historisch gesehen hat ein steigender Ölpreis seit dem Schieferboom die Beschäftigung im Energiesektor angekurbelt. Dieses Mal erwartet Goldman Sachs jedoch nur begrenzte Jobgewinne in der Branche. Erhebliche Produktivitätssteigerungen bei der Förderung bedeuten, dass die Schieferölproduktion ausgeweitet werden kann, ohne proportional mehr Personal einzustellen.

Die kommunizierte Nettogröße von 10.000 fehlenden Stellen pro Monat ist damit bereits eine Saldogröße: Sie berücksichtigt sowohl mögliche Jobgewinne im Energiesektor als auch die Stellenverluste in den übrigen Wirtschaftsbereichen. Für deutsche Anleger mit US-Exposure ist die Botschaft klar: Ein anhaltend hoher Ölpreis belastet den amerikanischen Arbeitsmarkt – wenn auch deutlich moderater als in früheren Jahrzehnten.

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