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Goldman-Sachs-Juristin Ruemmler bleibt und erschwert Nachfolgesuche

Trotz angekündigtem Rücktritt bleibt Kathryn Ruemmler bei Goldman Sachs – und sorgt intern für wachsende Unruhe und Skepsis.

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Goldman-Sachs-Juristin Ruemmler bleibt und erschwert Nachfolgesuche

Die Chefjuristin von Goldman Sachs, Kathryn Ruemmler, hat die US-Großbank in eine schwierige Lage gebracht. Nachdem sie ihren Rücktritt angekündigt hatte, weil die Berichterstattung über ihre Verbindungen zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zu belastend geworden war, erwarteten Führungskräfte, das Thema hinter sich lassen zu können. Doch Ruemmler verließ Goldman Sachs nicht wie geplant Ende Juni.

Stattdessen bleibt sie in einer beratenden Funktion, um den Übergang zu ihrer Nachfolge zu unterstützen. Die Bank informierte ihre Mitarbeiter im vergangenen Monat über diese Entscheidung. Was zunächst als geordneter Übergang geplant war, entwickelt sich nun zu einer anhaltenden Belastung für das Institut.

Interne Sorgen und blockierte Nachfolgesuche

Die Entscheidung, Ruemmler in einer Übergangsfunktion zu halten, hat bei einigen bankinternen Personen erneut Bedenken geweckt. Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen erschwert ihre fortgesetzte Präsenz die Suche nach einer geeigneten Nachfolgerin oder einem geeigneten Nachfolger erheblich.

Ruemmler ist offenbar aktiv in den Auswahlprozess eingebunden: Sie prüft Kandidaten für ihre frühere Position. Dabei soll sie bei einigen Beteiligten den Eindruck hinterlassen haben, dass die derzeitige kommissarische Chefjuristin möglicherweise noch nicht für die Spitzenposition bereit sei. Dies verkompliziert die Lage zusätzlich.

Auch von außen gestaltet sich die Suche schwierig. Einige externe Kandidaten stehen der Übernahme der Rolle skeptisch gegenüber. Der Grund: Es ist unklar, wie lange Ruemmler noch in welcher Funktion bei Goldman Sachs verbleiben wird. Diese Unsicherheit schreckt potenzielle Bewerber ab.

Epstein-Verbindung bleibt im Fokus

Parallel zur internen Nachfolgediskussion bemüht sich Ruemmler darum, das Narrativ über ihre Beziehung zu Jeffrey Epstein neu zu definieren. Dadurch bleibt das Thema sowohl in den Medien als auch in den Fluren von Goldman Sachs präsent – eine Situation, die die Bank eigentlich hatte beenden wollen.

In dieser Woche soll Ruemmler in einer nicht-öffentlichen Anhörung vor dem US-Kongress über ihre Verbindungen zu Epstein aussagen. Epstein war ein verurteilter Sexualstraftäter, der 2019 in seiner Gefängniszelle tot aufgefunden wurde. Sein Netzwerk aus einflussreichen Kontakten beschäftigt Ermittler und Gesetzgeber bis heute.

Ruemmlers Sprecherin Jennifer Connelly verteidigte ihre Mandantin in einer Stellungnahme: „Frau Ruemmler ist offen und transparent mit ihren Kontakten zu Jeffrey Epstein umgegangen, als sie vor vielen Jahren als Strafverteidigerin in privater Praxis tätig war. Sie hat nichts Unrechtes getan und hatte nichts mit Epsteins Verbrechen zu tun."

Belastung für Goldman Sachs hält an

Für Goldman Sachs bedeutet die Situation eine fortgesetzte Reputationsbelastung. Die US-Investmentbank, die zu den bedeutendsten Finanzinstituten der Welt zählt, hatte gehofft, mit Ruemmlers Rücktrittsankündigung einen Schlussstrich unter das Thema ziehen zu können. Stattdessen bleibt die Angelegenheit durch die Übergangslösung, die laufende Nachfolgesuche und die bevorstehende Kongressanhörung weiterhin in der öffentlichen Diskussion.

Wie lange Ruemmler tatsächlich in ihrer beratenden Funktion verbleiben wird und wann Goldman Sachs eine dauerhafte Lösung für die Position des Chefjuristen präsentieren kann, ist derzeit offen.

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