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Goldman Sachs: Gewinnsprung trotz Apple-Kreditkarten-Abgabe

Goldman Sachs meldet für das vierte Quartal einen Gewinnsprung von 12 Prozent auf 4,62 Milliarden Dollar. Der Umsatz sank jedoch um 3 Prozent, belastet durch die Abgabe des Apple-Kreditkartenprogramms an JPMorgan Chase.

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Goldman Sachs: Gewinnsprung trotz Apple-Kreditkarten-Abgabe

Goldman Sachs hat das vierte Quartal 2025 mit einem kräftigen Gewinnplus abgeschlossen. Der Nettogewinn der US-Investmentbank stieg um 12 Prozent auf 4,62 Milliarden Dollar, was einem Gewinn je Aktie von 14,01 Dollar entspricht. Damit übertraf Goldman Sachs die Erwartungen der Analysten deutlich.

Der Umsatz ging jedoch um 3 Prozent auf 13,45 Milliarden Dollar zurück. Hauptgrund war eine einmalige Abschreibung im Zusammenhang mit der Übergabe des Apple-Kreditkartenprogramms an JPMorgan Chase. Diese Transaktion belastete das Ergebnis, erhöhte den Gewinn je Aktie aber gleichzeitig um 46 Cent.

Rekordgeschäft im Investmentbanking

Das starke Quartalsergebnis wurde vor allem durch das florierende Investmentbanking-Geschäft getrieben. Goldman Sachs profitierte von einer hohen Deal-Aktivität und einer Rekordnachfrage nach Unternehmenskrediten. Im Gesamtjahr 2025 verzeichnete die Bank Rekordumsätze sowohl im Investmentbanking als auch im Handel mit Wertpapieren.

Schwierige Verhandlungen mit JPMorgan

Die Abgabe des Apple-Kreditkartenprogramms an JPMorgan Chase gestaltete sich über Monate hinweg kompliziert. Das Programm umfasst Kreditbestände von rund 20 Milliarden Dollar. Die Verhandlungen zwischen den beiden Banken drohten zeitweise zu scheitern.

JPMorgan hatte zwar einen Abschlag auf die Kreditbestände ausgehandelt, forderte aber zusätzlichen Schutz für den Fall einer Verschlechterung der Kreditqualität. Goldman Sachs zeigte sich wenig kompromissbereit, da das Apple-Programm erstmals profitabel war. Erst ein klärendes Gespräch zwischen JPMorgan-Chef Jamie Dimon und Goldman-CEO David Solomon am 8. Dezember brachte den Durchbruch.

Dividendenerhöhung und optimistischer Ausblick

Trotz der Belastungen durch die Programmabgabe zeigt sich Goldman Sachs optimistisch für die Zukunft. Die Bank erhöht ihre vierteljährliche Dividende um 50 Cent auf 4,50 Dollar je Aktie. Zudem wurden die Renditeziele für das Vermögensverwaltungsgeschäft angehoben.

Die neuen Ziele sehen Renditen im oberen Teenagerbereich vor, statt wie bisher im mittleren Bereich. Dies signalisiert das Vertrauen des Managements in das künftige Wachstum des Geschäftsbereichs.

Branchentrend: Starkes Investmentbanking

Auch Morgan Stanley meldete für das vierte Quartal bessere Ergebnisse als erwartet. Die Einnahmen aus dem Investmentbanking stiegen um 47 Prozent, die Vermögensverwaltung legte um 13 Prozent zu. CEO Ted Pick mahnte jedoch zur Vorsicht und verwies auf makroökonomische und geopolitische Unsicherheiten. "Dies ist nicht die Zeit, sich zu überdehnen", warnte Pick.

Die positive Entwicklung bei Goldman Sachs und Morgan Stanley zeigt, dass US-Investmentbanken von der anhaltend hohen M&A-Aktivität und dem starken Kapitalmarktgeschäft profitieren. Für deutsche Anleger bieten die Ergebnisse einen wichtigen Einblick in die Verfassung der globalen Finanzmärkte.

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