GoldHaven Resources erreicht 3.000 Meter Bohrungen im Magno-Projekt
Das Junior-Unternehmen meldet Fortschritte bei hochgradigen Silber-Blei-Zink-Zielen in der D-Zone im Cassiar-Distrikt von British Columbia.

GoldHaven Resources Corp. hat mit seinem ersten Diamantbohrprogramm für 2026 am Flaggschiff-Projekt Magno im Nordwesten der kanadischen Provinz British Columbia eine Tiefe von rund 3.000 Metern erreicht. Das teilte das in Vancouver ansässige Junior-Explorationsunternehmen am 29. Oktober 2026 mit. Die Exploration schreitet an den hochgradigen Silber-Blei-Zink- und Wolframzielen des Projekts voran.
Bei den jüngsten Bohrungen in der D-Zone wurden mehrere Abschnitte mit semi-massiver bis massiver Sulfidmineralisierung aufgeschlossen. Damit treibt GoldHaven die Erkundung eines silberreichen mineralisierten Systems voran, das wichtige geologische Merkmale mit dem Silvertip-Vorkommen von Coeur Mining teilt. Die Bohrungen werden an weiteren Zielen fortgesetzt, die Laboranalysen stehen noch aus.
Das Unternehmen ist an der Canadian Securities Exchange unter dem Kürzel GOH gelistet, außerdem am OTCQB unter GHVNF und an der Frankfurter Börse unter 4QS. Für deutsche Privatanleger ist die Aktie damit über die Frankfurter Handelsplätze handelbar.
Die Details
Der Bohrloch GOH26-15 durchschnitt etwa 18,5 Meter massive Sulfide und 9 Meter semi-massive Sulfide. Die Analysen stehen noch aus. Ergänzend zur Pressemitteilung des Unternehmens vom 22. Oktober, in der beschrieben wurde, dass vier der ersten fünf abgeschlossenen Bohrlöcher am Middle D semi-massive bis massive Sulfidmineralisierung anschnitten, kommt dieses Ergebnis hinzu.
Zuvor angekündigte Bohrungen GOH26-10 und GOH26-13 wiesen kumulative visuell identifizierte mineralisierte Abschnitte von jeweils etwa 10,75 Metern beziehungsweise 13 Metern über separate Intervalle hinweg auf. Die wahren Mächtigkeiten sind unbekannt. Die Mineralisierung umfasst sichtbaren Galenit und Sphalerit; die Bohrungen werden fortgesetzt, um die Geometrie und potenzielle Kontinuität des Systems zu bewerten.
Historisch hochgradige Werte liegen ebenfalls vor: Frühere Bohrungen in der D-Zone meldeten 7,6 Meter mit einer Gehaltsklasse von 240 g/t Silber, 4,73 Prozent Blei und 4,74 Prozent Zink. Das Explorationsprogramm von GoldHaven für 2025 ergab Oberflächensamples mit Werten von bis zu 2.370 g/t Silber am Magno und 1.390 g/t Silber am Middle D. Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass die historische 7,6-Meter-Anschnittstelle der D-Zone nicht unabhängig überprüft wurde und nicht unbedingt ein Indikator für aktuelle Bohrergebnisse ist.
Zu den jüngsten Ergebnissen äußerte sich Rob Birmingham, Präsident und CEO von GoldHaven: „Das Erreichen von 3.000 Metern in unserem ersten Bohrprogramm ist ein wichtiger Meilenstein, doch wir sind besonders ermutigt durch das Silber-Blei-Zink-Potenzial, das sich in der D-Zone abzeichnet." Weiter sagte er: „Das Magno-Projekt teilt überzeugende geologische Merkmale mit dem Silvertip-Vorkommen von Coeur Mining. Mit mehreren Sulfidanschlüssen und bevorstehenden Analysen freuen wir uns darauf, das Potenzial dieses Systems weiter zu evaluieren."
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 22.10.2026 berichtete aktien.news, dass GoldHaven ein Update zu seinem laufenden Diamantbohrprogramm am Silber-Blei-Zink-Zielgebiet D Zone vorgelegt hat. Das Zielgebiet liegt innerhalb des Flaggschiff-Projekts Magno im Nordwesten von British Columbia. Vier der fünf abgeschlossenen Bohrungen schnitten nach Unternehmensangaben semi-massive bis massive sulfidische Mineralisation im Bereich Middle D an; besonders hervorgehoben wurden die Bohrlöcher GOH26-10 und GOH26-13 mit rund 10,75 Metern beziehungsweise 13 Metern kumulativer sulfidischer Mineralisation über separate Intervalle.
Am 15.09.2026 meldete aktien.news, dass über 800 Meter Bohrungen vom ersten Bohrplatz am historischen Kuhn-Wolfram-System niedergebracht wurden, wobei die Bohrungen über mehrere geplante Bohrabschnitte hinweg fortgesetzt werden. Die ersten Bohrungen trafen auf ein etwa 20 Meter langes Intervall aus Skarn. Dies sei bemerkenswert, da historische Interpretationen an diesem Standort zwei separate, schmalere Skarnbänder kartiert hatten.
Am 09.10.2026 berichtete aktien.news, dass das abschließende Bohrloch Skarn-Mineralisierung in einem Abstand von rund 80 Metern zu einem früheren, tiefen Skarn-Abschnitt durchteuft hat. Der Fund gilt als bedeutender Hinweis auf die geologische Kontinuität der Skarn-Mineralisierung im Kuhn-Projektgebiet.
Was das für Anleger bedeutet
Der geologische Vergleich mit dem Silvertip-Vorkommen von Coeur Mining ist nach Angaben des Unternehmens rein geologischer Natur. Die Mineralisierung am Silvertip ist nicht unbedingt ein Indikator für die Mineralisierung am Magno, und in der D-Zone wurde bislang keine Mineralressource festgestellt. Anleger sollten diese Einordnung ernst nehmen: Ein geologischer Analogieschluss ist kein Nachweis wirtschaftlich abbaubarer Vorkommen.
Hinzu kommt, dass die bislang gemeldeten Sulfidintervalle kumulative visuelle Untergrundmessungen aus separaten Intervallen sind und keine wahren Mächtigkeiten darstellen. Sie begründen keine Laboranalysegehalte und keine wirtschaftliche Mineralisierung. Die Grabproben sind selektiv und repräsentieren nicht die depositweiten Gehalte. Belastbare Aussagen sind erst nach Abschluss der Laboranalysen und der QA/QC-Prüfung möglich.
Das Magno-Projekt erstreckt sich über mehr als 37.000 Hektar im Cassiar-Distrikt und beherbergt mehrere Explorationsziele, darunter Silber-Blei-Zink-Mineralisierung in der D-Zone und am Magno sowie wolframführende Skarnsysteme bei Kuhn und Dead Goat. Neben Magno hält GoldHaven das Kupfer-Gold-Projekt Three Guardsmen in British Columbia und das Copeçal-Goldprojekt in Mato Grosso, Brasilien, sowie ein Portfolio kritischer Mineralprojekte in Brasilien. Damit ist das Unternehmen breit aufgestellt, aber als Junior-Explorer typischerweise auf Kapitalzuflüsse angewiesen.
Ausblick
Für die kurzfristigen Explorationsaktivitäten nennt das Unternehmen drei Punkte: die Fortsetzung der Bohrungen an weiteren Zielen innerhalb des D-Zone-Systems, den Abschluss der Laboranalyse und die Berichterstattung der Analyseergebnisse nach QA/QC-Prüfung sowie die Integration geologischer, geochemischer und geophysikalischer Datensätze zur Bewertung der Verteilung und potenziellen Kontinuität der Mineralisierung. Konkrete Termine für die Veröffentlichung der Analyseergebnisse nennt die Mitteilung nicht.
Die wissenschaftlichen und technischen Informationen der Pressemitteilung wurden vor der Veröffentlichung von Raymond Wladichuk, P. Geo., einem unabhängigen qualifizierten Sachverständigen gemäß National Instrument 43-101, geprüft und genehmigt. Weder die CSE noch ihr Regulierungsdienstleister übernehmen Verantwortung für die Angemessenheit oder Genauigkeit der Mitteilung.
Kurz erklärt
- Karbonat-Replacement-Vorkommen (CRD): Eine Lagerstättenart, bei der metallhaltige Lösungen Kalksteine oder Dolomite verdrängen und dabei Silber, Blei und Zink anreichern.
- Manto: Eine flach liegende, schichtartige Erzkörperform, die typisch für Karbonat-Replacement-Systeme ist.
- Galenit: Das wichtigste Bleierzmineral, das häufig zusammen mit Silber auftritt.
- Sphalerit: Das wichtigste Zinkerzmineral und häufiger Begleiter von Blei-Silber-Mineralisierung.
- Skarn: Ein Gestein, das durch den Kontakt von magmatischen Schmelzen mit Karbonaten entsteht und Metalle wie Wolfram anreichern kann.
