Pacifica Silver trifft hochgradiges Erzvorkommen an Central-Ade in Mexiko
Pacifica Silver meldet 5,04 m mit 8,72 g/t Gold und 49 g/t Silber aus Bohrung 26CLAU150D am Claudia-Projekt.

Pacifica Silver Corp. (CSE: PSIL, OTCQB: PAGFF) hat am 28. Oktober 2026 neue Analyseergebnisse für 27 Bohrungen aus seinem laufenden Phase-II-Diamantbohrprogramm auf dem Claudia-Silber-Gold-Projekt vorgelegt. Das Projekt liegt im historischen Bergbaugebiet El Papantón im mexikanischen Bundesstaat Durango. Die Ergebnisse zeichnen einen entstehenden hochgradigen Erzgang nach, der sich über etwa 750 Meter in Streichrichtung entlang der Central-Ade erstreckt und die Aguilareña-Ade um zusätzliche 700 Meter nach Süden erweitert.
Den stärksten Abschnitt lieferte die Bohrung 26CLAU150D. Sie durchteufte 5,04 Meter mit 8,72 g/t Gold und 49 g/t Silber, entsprechend 799 g/t Silberäquivalent (AgEq), ab einer Tiefe von 104,63 Metern. Eingeschlossen ist ein Intervall von 1,03 Metern mit 35,83 g/t Gold und 159 g/t Silber (3.241 g/t AgEq) – nach Angaben des Unternehmens der höchste Goldgehalt über eine Breite von einem Meter oder mehr, der bislang an diesem Projekt gebohrt wurde.
Die 27 berichteten Bohrungen stammen aus den Adern Central, Aguilareña und Justina sowie aus dem Judy-Zielgebiet. Nach Einschätzung des Unternehmens deuten die weit verbreiteten, mit Siliziumdioxid und Sulfiden zementierten Brekzien im Judy-Gebiet auf ein ausgedehntes hydrothermales System hin.
Die Details
An der Central-Ade lieferte neben 26CLAU150D auch die Bohrung 26CLAU135D signifikante Werte: 1,58 Meter mit 7,79 g/t Gold und 163 g/t Silber (833 g/t AgEq) ab 74,90 Metern, einschließlich 0,33 Metern mit 26,00 g/t Gold und 166 g/t Silber (2.403 g/t AgEq). Die Bohrung 26CLAU143D durchschnitt 1,46 g/t Gold und 124 g/t Silber (250 g/t AgEq) über 1,66 Meter ab 86,10 Metern. Die Bohrung 26CLAU157D kam auf 1,57 Meter mit 2,37 g/t Gold und 31 g/t Silber (235 g/t AgEq) ab 69,33 Metern, einschließlich 0,62 Metern mit 5,18 g/t Gold und 22 g/t Silber (468 g/t AgEq).
Vor diesen Ergebnissen war die Central-Ade nur in großen Abständen und überwiegend mit moderaten Gehalten durchschnitten worden. Das bis dahin beste Ergebnis stammte aus der Bohrung 26CLAU079D mit 1,71 g/t Gold und 124 g/t Silber (271 g/t AgEq) über 2,70 Meter Bohrlänge ab 78,70 Metern, einschließlich 4,44 g/t Gold und 324 g/t Silber (706 g/t AgEq) über 0,60 Meter. Insgesamt reichen die geschätzten wahren Mächtigkeiten der bisherigen 15 Bohrlochdurchschnitte an der Central-Ade von 0,56 bis 5,04 Metern und betragen im Durchschnitt 2,13 Meter. Die Ader streicht nord-südlich und fällt mit 48 bis 70 Grad nach Westen ein.
An der Aguilareña-Ade erweitern die Phase-II-Bohrungen die Mineralisierung weiter nach Süden. Vierzehn jüngste Bohrungen durchschnitten die Ader dort über etwa 700 Meter Streichlänge. Das beste Ergebnis aus der südlichen Erweiterung stammt aus der Bohrung 26CLAU132D mit 0,63 g/t Gold und 35 g/t Silber (89 g/t AgEq) über 6,34 Meter, einschließlich 1,55 g/t Gold und 73 g/t Silber (206 g/t AgEq) über 1,86 Meter innerhalb einer verfaulten Quarzbrekzie. Die Bohrung 26CLAU134D lieferte 1,93 Meter mit 1,52 g/t Gold und 94 g/t Silber (225 g/t AgEq) ab 104,40 Metern.
Im Judy-Zielgebiet wurden seit Beginn der Bohrungen Ende Juni 2026 sieben Bohrungen niedergebracht; für sechs liegen Assay-Ergebnisse vor. Das beste Resultat erzielte die Bohrung 26CLAU128D mit 0,11 g/t Gold und 52 g/t Silber (61 g/t AgEq) über 0,68 Meter. Die Anomalie war durch einen IP-Widerstands-Geophysiksurvey mit 10 Linien und 31,65 Linienkilometern identifiziert worden, der Ende des zweiten Quartals 2026 abgeschlossen wurde – der erste Geophysiksurvey, der jemals bei Claudia durchgeführt wurde. Sie erstreckt sich etwa 600 Meter in nordöstlich-südwestlicher Richtung, die stärkste Reaktion wurde in Tiefen von etwa 75 bis 150 Metern unter der Oberfläche modelliert.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 06.07.2026 berichtete aktien.news, dass Pacifica Silver die Ergebnisse seiner ersten geophysikalischen Vermessung auf dem Claudia-Projekt vorgelegt hatte. Das Unternehmen hatte eine Untersuchung über 31,65 Leitungskilometer mittels induzierter Polarisation (IP) und Widerstandsmessung (RES) abgeschlossen. Die Vermessung identifizierte eine große, oberflächennahe Aufladbarkeitsanomalie in Vulkangestein im südlichen Teil des Grundstücks, die das Unternehmen „Judy" taufte. Sie erstreckt sich über 600 Meter in Nordost-Südwest-Richtung und weist einen wahrscheinlichen Nord-Süd-Trend auf.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist vor allem die Kombination aus Gehalt und Breite interessant: Der Abschnitt von 5,04 Metern mit 8,72 g/t Gold in Bohrung 26CLAU150D markiert laut Unternehmen den bislang breitesten Durchschnitt an der Central-Ade. Zugleich hat das Programm die mineralisierte Streichlänge über die Aguilareña-, Central- und Justina-Adern auf mehr als 3,9 Kilometer ausgeweitet – eine Zunahme von etwa 1,4 Kilometern. Das Unternehmen betont, dass die Struktur sowohl in Streichrichtung als auch in der Tiefe offen bleibt.
Zu beachten ist, dass es sich um Explorationsergebnisse handelt. Eine erste Ressourcenabschätzung ist erst für 2027 geplant; bis dahin sind die Bohrresultate keine bestätigte Ressource. Die Aktie notiert im kanadischen Handel an der CSE unter dem Kürzel PSIL und in den USA an der OTCQB unter PAGFF. Der zuletzt genannte Kurs lag bei 0,8004526.
Ausblick
Das vollständig finanzierte Phase-II-Bohrprogramm begann Mitte Januar 2026 und wurde auf 30.000 Meter erweitert. Es liegt weiterhin im Zeitplan für eine Fertigstellung im vierten Quartal 2026. Stand Oktober 2026 wurden in 118 Bohrungen insgesamt 27.941 Meter gebohrt; derzeit sind vier Bohrgeräte am Projekt im Einsatz. Der Schwerpunkt liegt auf der hochgradigen Mineralisierung an der Central-Ade, der weiteren Testung der Aguilareña-Ade sowie der Erschließung neuer Zielgebiete. Die Ergebnisse sollen die Definition und Erweiterung der Ressourcen vor der geplanten ersten Ressourcenabschätzung im Jahr 2027 unterstützen.
Kurz erklärt
- Silberäquivalent (AgEq): Kennzahl, die Gold- und Silbergehalte zu einem gemeinsamen Vergleichswert zusammenfasst.
- Streichlänge: Ausdehnung einer mineralisierten Struktur entlang ihrer horizontalen Erstreckung.
- Epithermale Quarzbrekzie: Gesteinskörper aus eckigen Bruchstücken, der in geringer Tiefe durch heiße, mineralhaltige Lösungen entstanden ist.
