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GM bringt neue Cadillac-Verbrenner zurück – Abkehr von Elektrostrategie

General Motors kündigt neue Cadillac-Modelle mit Verbrennungsmotor an und vollzieht damit einen klaren Strategiewechsel weg von Elektrofahrzeugen.

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GM bringt neue Cadillac-Verbrenner zurück – Abkehr von Elektrostrategie

General Motors (GM) wird ab dem kommenden Frühjahr neue Cadillac-Modelle mit Verbrennungsmotor auf den Markt bringen. GM-Chefin Mary Barra gab die Pläne während der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des zweiten Quartals bekannt. Die Ankündigung markiert einen deutlichen Kurswechsel des US-Automobilherstellers, der Cadillac ursprünglich bis Ende dieses Jahrzehnts zur reinen Elektromarke umbauen wollte.

Konkret umfasst die nächste Cadillac-Generation neue Versionen der Limousine CT5, des Mittelklasse-SUV XT5 sowie des bereits eingestellten dreireihigen SUV XT6. „Ab dem nächsten Frühjahr und bis ins Jahr 2028 werden wir mit der Markteinführung der nächsten Generation von Cadillac-ICE-Fahrzeugen beginnen", sagte Barra. Sie betonte, dass diese Verbrennermodelle die bestehenden vollelektrischen Crossover-Modelle sowie den Escalade-SUV ergänzen – und nicht ersetzen – werden.

Milliardenschwere Belastungen durch Elektrostrategie

Der Strategiewechsel kommt nicht überraschend: GM hat seit der zweiten Jahreshälfte des vergangenen Jahres Belastungen in Höhe von 10,9 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit Elektrofahrzeugen verbucht. Hintergrund ist eine deutlich langsamere Akzeptanz von Elektroautos als ursprünglich erwartet. Hinzu kommen regulatorische Änderungen in den USA, darunter gelockerte Emissionsstandards und der Wegfall von Förderungen für Elektrofahrzeuge.

Diese Entwicklungen haben GM dazu veranlasst, nicht nur bei Cadillac, sondern auch bei anderen Marken die Elektropläne zu revidieren. Gleichzeitig hat der Konzern die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor – einschließlich V8-Modellen – wieder ausgeweitet. Der Schritt verdeutlicht, wie stark sich das Marktumfeld für Elektrofahrzeuge in den USA verändert hat.

Produktion wird zurück in die USA verlagert

Barra kündigte zudem an, dass GM ab dem nächsten Jahr bedeutende Fertigungskapazitäten zurück in die USA verlagern will – ein Prozess, den sie als „Onshoring" bezeichnete. Unter anderem soll ein Werk in Michigan, das ursprünglich für die Produktion von Elektrofahrzeugen vorgesehen war, nun für die Ausweitung der Full-Size-SUV-Produktion genutzt werden.

Die großen SUV-Modelle des Konzerns – darunter der Cadillac Escalade, der Chevrolet Tahoe und Suburban sowie der GMC Yukon und Yukon XL – werden derzeit ausschließlich im Werk Arlington Assembly im US-Bundesstaat Texas gefertigt. Die Kapazitätserweiterung in Michigan soll diese Produktion künftig ergänzen.

Für deutsche Anleger und Beobachter des Automobilsektors ist der GM-Kurswechsel ein weiteres Signal, dass die globale Elektromobilitätswende langsamer verläuft als von vielen Herstellern und Investoren erwartet. Auch europäische Autobauer stehen vor ähnlichen Herausforderungen, da die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen hinter den ambitionierten Zielen zurückbleibt. Der Schritt von GM dürfte die Debatte über das Tempo der Elektrifizierung in der gesamten Branche weiter befeuern.

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