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Globale Aktienfonds verzeichnen zweite Woche in Folge Milliardenzuflüsse

Hoffnungen auf Deeskalation im Nahost-Konflikt trieben Anleger in globale Aktienfonds – trotz wachsender Spannungen rund um die Straße von Hormus.

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Globale Aktienfonds verzeichnen zweite Woche in Folge Milliardenzuflüsse

Anleger haben in der Woche vom 26. März bis zum 1. April globale Aktienfonds im Nettowert von 15,02 Milliarden US-Dollar erworben. Damit verzeichneten diese Fonds die zweite Woche in Folge Nettomittelzuflüsse. Als treibende Kraft gilt die Hoffnung auf eine baldige Deeskalation im Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran. In der Vorwoche waren noch deutlich höhere Zuflüsse von rund 40,14 Milliarden US-Dollar verbucht worden, wie Daten des Finanzdienstleisters LSEG Lipper zeigen.

US-Präsident Donald Trump erhöhte jedoch am Sonntag den Druck auf den Iran erheblich. Er drohte damit, am Dienstag Kraftwerke und Brücken anzugreifen, sollte die strategisch wichtige Straße von Hormus nicht wieder geöffnet werden. Die Meerenge von Hormus gilt als einer der bedeutendsten Energiekorridore der Welt – durch sie wird ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels abgewickelt. Die geopolitische Lage bleibt damit trotz der Kauflaune der Anleger angespannt.

Regionale Verteilung der Aktienfondskäufe

Innerhalb der globalen Aktienfonds entfielen die größten Nettokäufe auf US-Aktienfonds mit 7,05 Milliarden US-Dollar – nach 36,95 Milliarden US-Dollar in der Vorwoche. Europäische Fonds verzeichneten Nettokäufe von 3,25 Milliarden US-Dollar, asiatische Fonds lagen mit 2,96 Milliarden US-Dollar nur knapp dahinter. Die Kaufbereitschaft zeigte sich damit breit über alle großen Wirtschaftsregionen verteilt.

Schwellenländer hingegen blieben weiterhin gemieden. Zum vierten Mal in Folge zogen Investoren Kapital aus diesen Märkten ab: rund 1,98 Milliarden US-Dollar flossen aus Schwellenländer-Aktienfonds ab, weitere 3,29 Milliarden US-Dollar aus entsprechenden Rentenfonds. Die Daten basieren auf einer Auswertung von insgesamt 28.838 Fonds weltweit.

Rentenfonds und Geldmarkt unter Verkaufsdruck

Deutlich schlechter lief es für Rentenfonds: Anleger trennten sich netto von Papieren im Wert von 19,58 Milliarden US-Dollar – das war der erste wöchentliche Nettoabfluss seit dem 31. Dezember 2025. Besonders stark betroffen waren Hochzinsanleihen-Fonds mit Abflüssen von 5,1 Milliarden US-Dollar sowie auf Euro lautende Rentenfonds, aus denen 3,0 Milliarden US-Dollar abgezogen wurden. Diese Bewegung deutet auf eine Risikoumschichtung hin: Kapital wanderte aus festverzinslichen Anlagen in Aktien.

Auch im Geldmarktsegment hielt der Abgabedruck an. Anleger zogen dort zum zweiten Mal in Folge Nettomittel ab – diesmal in Höhe von 16,93 Milliarden US-Dollar. Dies unterstreicht die Tendenz, Liquidität in renditestärkere Anlageklassen umzuschichten.

Edelmetalle wieder gefragt

Ein bemerkenswerter Stimmungswechsel zeigte sich bei Gold- und anderen Edelmetallfonds. Nach wochenlangen Abflüssen verzeichneten diese Fonds erstmals seit dem 25. Februar wieder Nettokäufe – wenn auch in überschaubarem Umfang von 78,33 Millionen US-Dollar. Der nachlassende Verkaufsdruck bei Edelmetallen könnte als Signal gewertet werden, dass Anleger angesichts der geopolitischen Unsicherheiten wieder verstärkt auf traditionelle Sicherheitswerte setzen.

Insgesamt zeichnet die Datenlage für die Berichtswoche ein differenziertes Bild: Während Aktien weltweit Zuspruch fanden, mieden Anleger Renten, Geldmarktprodukte und Schwellenländer. Die weitere Entwicklung dürfte maßgeblich davon abhängen, wie sich die geopolitische Lage rund um den Iran und die Straße von Hormus entwickelt.

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