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Geschäftseinbußen für Covestro

Finanzchef sieht Chancen in Asien und Automobilsektor

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Geschäftseinbußen für Covestro

Covestro, ein prominenter Akteur im Kunststoffsektor mit Sitz in Düsseldorf, navigiert durch schwierige Zeiten. Das dritte Quartal des Jahres war besonders herausfordernd, wobei sowohl Umsatz als auch Gewinn des Unternehmens deutliche Rückgänge verzeichneten. Im Detail sank der operative Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 8,3 Prozent, was einem Wert von 277 Millionen Euro entspricht. Diese Zahlen blieben hinter den von Analysten prognostizierten 282 Millionen Euro zurück. Ebenso enttäuschend war der Umsatz, der um beachtliche 22,7 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro fiel.

Dennoch zeigt sich der Finanzchef von Covestro, Christian Baier, optimistisch für die Zukunft und hofft auf eine allmähliche Belebung der Geschäfte im Jahr 2024. Er spekuliert, dass, basierend auf aktuellen Margen und den erwarteten Kosten und Volumina, das Ebitda in Höhe von 1,4 Milliarden Euro erreichen könnte. Dennoch warnte Baier, dass diese Zahlen nicht als offizielle Prognose interpretiert werden sollten.

Interessant ist, dass Baier in der zweiten Jahreshälfte vor allem auf die Unterstützung aus Asien, insbesondere China, und die Autoindustrie setzt. Er merkte an, dass viele Kunden ihre Lagerbestände reduzieren, was einen positiven Effekt haben könnte, sobald sich die Wirtschaft wieder erholt – eine Entwicklung, die bisher nicht eingetreten ist.

Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Herausforderungen hat Covestro kürzlich beschlossen, sein Aktienrückkaufprogramm vorzeitig zu beenden. Als Gründe dafür wurden die aktuelle Gesamtsituation und die begrenzte verbleibende Laufzeit des Programms genannt. Überraschenderweise führte diese Nachricht zu einem Anstieg der Aktie des Unternehmens um mehr als zwei Prozent.

Die finanziellen Aussichten für das Gesamtjahr sind ebenfalls nicht sehr rosig. Covestro rechnet mit einem Ebitda von etwa 1,1 Milliarden Euro, was eine erhebliche Verringerung gegenüber den 1,617 Milliarden Euro des Vorjahres bedeutet.

Markus Steilemann, der Vorstandschef des Unternehmens, betonte, dass trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage keine signifikante Konjunkturbelebung stattgefunden hat und die globale Nachfrage auf einem sehr niedrigen Niveau verharrt. Trotz dieser Herausforderungen bleibt Steilemann zuversichtlich und betont die Effizienz von Covestro und dessen Fokus auf Kostenbewusstsein.

Zusätzlich zu diesen wirtschaftlichen Herausforderungen wird Covestro aktuell von Übernahmegerüchten umgeben. Insbesondere der staatliche Ölkonzern Adnoc aus Abu Dhabi hat sein Interesse bekundet, wobei bisherige Angebote vom Leverkusener Unternehmen nicht angenommen wurden. Baier betonte jedoch, dass Covestro offen für Gespräche sei und das Interesse von Adnoc als Beleg für die starke Positionierung von Covestro im Markt gesehen wird.

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