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Ford kämpft mit Elektroauto-Verlusten

Verbrenner-Sparte gleicht Defizit aus; Tarifvertrag bringt zusätzliche Herausforderungen

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Ford kämpft mit Elektroauto-Verlusten

Trotz beeindruckenden Wachstums und Fortschritts in der Elektrofahrzeug-Branche verzeichnet der US-Autobauer Ford in dieser Kategorie immer noch erhebliche Verluste. Im letzten Quartal belief sich der operative Verlust der Elektrosparte auf beachtliche 1,3 Milliarden Dollar. Dieser Verlust steht in starkem Kontrast zu dem Gewinn von 717 Millionen Dollar aus dem Vorjahr.

Jedoch war nicht alles düster für den Automobilriesen. Ford's Geschäftsbereiche, die sich auf Verbrennungsmotoren und Nutzfahrzeuge konzentrieren, lieferten operative Gewinne von jeweils etwa 1,7 Milliarden Dollar. Insgesamt konnte Ford seinen Umsatz im Jahresvergleich um elf Prozent steigern und erreichte damit fast 44 Milliarden Dollar. Trotz der Herausforderungen in der Elektrofahrzeug-Sparte meldete das Unternehmen einen Nettogewinn von 1,2 Milliarden Dollar, nachdem es im Vorjahresquartal einen Verlust verzeichnet hatte. Dieser positive Turnaround war jedoch nicht genug, um die Erwartungen der Analysten zu erfüllen, was zu einem Rückgang der Aktienpreise im nachbörslichen Handel führte.

Eine besondere Herausforderung für Ford war die geringere als erwartete Umsatzgenerierung durch seine Elektrosparte, bekannt als "Ford Model e". Während dieses Quartal nur 36.000 Elektrofahrzeuge verkauft wurden, blieb die Nachfrage nach ihren traditionellen Verbrenner- und Hybridfahrzeugen stark, mit 736.000 verkauften Einheiten.

Parallel zur finanziellen Herausforderung durch das Elektroauto-Geschäft musste Ford auch einen arbeitsbezogenen Konflikt bewältigen. Der kürzlich erreichte Tarifvertrag mit der US-Gewerkschaft UAW nach einem fast sechswöchigen Streik stellt Ford vor zusätzliche Kosten. Diese Einigung, die bedeutende Gehaltserhöhungen beinhaltet, steht noch zur Genehmigung durch die Gewerkschaftsbasis aus. Die Analysten prognostizieren, dass diese Lohnerhöhungen Fords Ergebnisse im vierten Quartal erheblich belasten könnten.

Trotz der genannten Herausforderungen blickt das Unternehmen optimistisch in die Zukunft. Mit der Wiederaufnahme der Produktion in Schlüsselwerken und der Rückkehr von 20.000 Mitarbeitern ist Ford bereit, die vor ihm liegenden Hürden zu überwinden. Der Ford-Chef, Jim Farley, betonte die Bedeutung der vorläufigen Einigung und die Notwendigkeit, sich nun auf die Produktion zu konzentrieren.

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