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Elektro-Umstellung bei Hertz stockt

Reparaturkosten und sinkende Tesla-Wiederverkaufswerte beeinflussen Strategie

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Elektro-Umstellung bei Hertz stockt

Die ambitionierten Pläne von Hertz, einen bedeutenden Anteil seiner Flotte mit Elektroautos zu bestücken, sind ins Stocken geraten. Inmitten einer wachsenden globalen Bewegung hin zur Elektromobilität hatte Hertz vor nicht allzu langer Zeit die beeindruckende Ankündigung gemacht, bis Ende 2024 ein Viertel seiner Flotte zu elektrifizieren. Nun jedoch hat der Mietwagenriese einige Hindernisse in seinem Vorhaben bemerkt und verlangsamt das Tempo des Elektroauto-Zuwachses.

Die Strategieänderung wurde während der jüngsten Quartalszahlenbekanntgabe durch den Firmenchef Stephen Scherr offengelegt. Scherr wies auf die wiederholten Preissenkungen von Tesla hin, die den Wiederverkaufswert der von Hertz zuvor erworbenen Fahrzeuge erheblich gemindert haben. Dies, kombiniert mit den weitaus höheren Reparaturkosten für Elektroautos im Vergleich zu konventionellen Verbrennern, hat zu einer Neubewertung der bisherigen Elektrostrategie von Hertz geführt.

Das Unternehmen verfügt derzeit über insgesamt rund 562.000 mietbare Fahrzeuge auf globaler Ebene, wobei sich ein erheblicher Anteil von 442.000 Fahrzeugen in den USA befindet. Bemerkenswert ist, dass Elektroautos aktuell etwa elf Prozent der gesamten Hertz-Flotte ausmachen. Und von diesen Elektrofahrzeugen sind beeindruckende 80 Prozent Teslas.

Hertz' ursprünglicher Plan, ein Viertel seiner Flotte bis Ende 2024 zu elektrifizieren, scheint jetzt weniger konkret. Scherr betonte, dass dieses Ziel „nicht in Stein gemeißelt“ sei. Ein Umschwung in der Strategie ist bereits sichtbar: Hertz zeigt nun Interesse daran, günstigere Elektrofahrzeuge von anderen Autoherstellern, wie beispielsweise General Motors, zu erwerben. Der Mietwagenriese erwartet, dass diese Fahrzeuge weniger reparaturanfällig sind und so zu geringeren Instandhaltungskosten führen werden. Auch von den neueren, niedrigeren Tesla-Preisen hofft Hertz zu profitieren.

Trotz dieser Herausforderungen und Strategieanpassungen bleibt Hertz seinem übergeordneten Ziel der Elektrifizierung treu. Scherr betonte, dass die Elektrifizierung für Hertz essentiell sei, um das Geschäft mit diesen zukunftsweisenden Fahrzeugen zu verstehen und sich anzueignen. Schließlich hatte das Unternehmen bereits im Oktober 2021 mit der Ankündigung von Aufträgen über 100.000 Teslas bis Ende 2022 für Schlagzeilen gesorgt.

AktienElektrofahrzeugeTesla

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