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German Airways kauft geleaste Jets statt zu mieten

Die Fluggesellschaft setzt auf langfristige Nutzung und wächst im Wet-Lease-Geschäft

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German Airways kauft geleaste Jets statt zu mieten

German Airways, eine Fluggesellschaft, die zur Logistik-Gruppe Zeitfracht gehört, hat beschlossen, geleaste Flugzeuge zu übernehmen und damit einen überraschenden Schritt zu gehen. Wolfram Simon-Schröter, Geschäftsführer der Fluggesellschaft, gab bekannt, dass sie die Flugzeuge aus den Leasingverträgen herauskaufen werden. Diese Entscheidung ist besonders bemerkenswert, da es sich um zwischen zwölf und 15 Jahre alte Embraer E190-Flugzeuge handelt, die bisher von der Leasingfirma Azorra gemietet wurden. Das Unternehmen könnte die Verträge problemlos verlängern, hat sich jedoch aus wirtschaftlichen Gründen für den Kauf entschieden, um die Flugzeuge länger zu nutzen und Abschreibungspotenzial in der Bilanz zu haben.

German Airways ist nicht nur im traditionellen Fluggeschäft tätig, sondern setzt auf das Wet-Lease-Modell, bei dem Flugzeuge samt Crew vermietet werden. Dieses Geschäft wurde während der Pandemie stark infrage gestellt, da viele Fluggesellschaften ihre Verträge mit Wet-Lease-Partnern kündigten. Zeitfracht entschied sich jedoch, in dieser Krise mit German Airways neu durchzustarten. Heute zeigt sich, dass das Wet-Lease-Geschäft wieder floriert. Airlines wie Lufthansa oder Air Baltic greifen in reiseintensiven Sommermonaten auf gemietete Flugzeuge zurück, um die Nachfrage zu decken.

Maren Wolters, Geschäftsführerin von German Airways, äußerte sich optimistisch über das Wachstum des Unternehmens. Im vergangenen Jahr transportierte die Fluggesellschaft rund 800.000 Passagiere, und dieses Jahr sollen es über eine Million Fluggäste werden. Gleichzeitig betont sie, dass German Airways keine einfache Dienstleisterrolle anstrebt, sondern als strategischer Partner mit langfristigen Planungen für seine Kunden arbeitet.

Flugzeugleasing-Experte Gerald Wissel sieht dennoch mögliche Risiken für das Wet-Lease-Geschäft, vor allem dann, wenn Hersteller wie Boeing wieder mehr Flugzeuge liefern können. Dies könnte zu Überkapazitäten und sinkenden Mietraten führen. Simon-Schröter bleibt jedoch gelassen und setzt auf die Qualität und Verlässlichkeit seines Unternehmens als entscheidende Faktoren, die für ihre Kunden wichtiger seien als günstige Preise.

German Airways plant zudem, die eigene Flotte weiter auszubauen. Mit ihrem eigenen Wartungsbetrieb ist das Unternehmen in der Lage, die älteren Flugzeuge sicher und verlässlich zu betreiben. Simon-Schröter sieht Potenzial, die Flotte auf bis zu 15 Flugzeuge zu erweitern und somit das Wachstum des Unternehmens voranzutreiben.

LuftverkehrFlugverkehrGerman AirwaysInvestitionenLogistik

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