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Vast präsentiert neue Raumstation Haven-2

Wettbewerb um ISS-Nachfolge mit prominenten Mitstreitern und kommerziellen Plänen

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Vast präsentiert neue Raumstation Haven-2

Das US-Start-up Vast hat am Montag seine neue Raumstation Haven-2 vorgestellt, die als potenzieller Nachfolger der Internationalen Raumstation (ISS) ins Rennen gehen soll. Die ISS wird voraussichtlich 2030 außer Dienst gestellt, und Vast plant, bis 2032 eine hundert Meter lange Raumstation aufzubauen, vorausgesetzt, das Unternehmen kann sich im Wettbewerb der NASA durchsetzen. Haven-2 ist ein Modul mit einer Länge von 17 Metern und einem Gewicht von bis zu 28 Tonnen. Vast bewirbt sich um den Wettbewerb „Commercial LEO Destinations“, den die NASA 2026 ausschreiben wird.

Vast sieht sich dabei einem intensiven Wettbewerb ausgesetzt. Neben dem eigenen Projekt gibt es mehrere namhafte Konkurrenten. Airbus arbeitet zusammen mit der US-Firma Voyager Space an einem Projekt namens „Starlab“. Sierra Space und Blue Origin, das Unternehmen von Jeff Bezos, planen das „Orbital Reef“, während die Axiom Station von Axiom, einem texanischen Start-up, entwickelt wird. Trotz der Herausforderungen betont Vast, dass es über einen engen Wissensaustausch und eine Zusammenarbeit mit der NASA verfügt.

Max Haot, der CEO von Vast, äußert sich optimistisch über die Auswahlchancen seines Unternehmens. Er hebt hervor, dass Vast in Bezug auf Geschwindigkeit, Kosten und Zuverlässigkeit Vorteile bieten kann. Um die NASA von seiner Technologie zu überzeugen, plant Vast bereits im nächsten Jahr den Start des kleineren Vorgängermoduls Haven-1 mit einer SpaceX-Rakete. Dieses Vorhaben wird von Vast auf eigene Kosten realisiert, was die Fähigkeit des Unternehmens unter Beweis stellen soll. Insgesamt investiert Vast bis 2026 eine Milliarde Dollar in das Projekt.

Haven-2 wird im Wesentlichen eine größere Version von Haven-1 sein und bietet doppelt so viel Lebensraum. Das geplante Konzept verfolgt ein modulares Prinzip, bei dem die Raumstation schrittweise ausgebaut werden soll. Die Station wird über zwei Dockingstationen verfügen und soll letztendlich Platz für 40 Menschen bieten. Eine Besonderheit ist die geplante Rotation der Station, um eine Mondschwerkraft zu erzeugen, die den Aufenthalt für Astronauten erleichtern soll.

Vast plant nicht nur die Forschung, sondern auch eine kommerzielle Nutzung der Station, um die Kosten niedrig zu halten. Potenzielle Einnahmequellen könnten Weltraumtouristen sein, die schätzungsweise zehn bis 20 Prozent des Umsatzes ausmachen könnten. Die Preise für solche Reisen orientieren sich an den Ticketpreisen von SpaceX. Zudem will Vast langfristig auch andere Raumfahrtbehörden und Regierungen als Kunden gewinnen, um wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen. Das Unternehmen hat 2023 das Raketenunternehmen Launcher übernommen und beschäftigt derzeit 600 Mitarbeiter, mit dem Ziel, die Zahl auf 1000 zu erhöhen.

RaumfahrtTechnologieNASASpace XAirbusVast

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