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Geldvermögen der Deutschen wächst weiter

Aktien und Fonds treiben Anstieg, Bargeld verliert an Wert

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Geldvermögen der Deutschen wächst weiter

Die privaten Haushalte in Deutschland haben ihr Geldvermögen im ersten Quartal dieses Jahres weiter vergrößert. Nach Angaben der Bundesbank stieg die Gesamtsumme im Vergleich zum Vorquartal um 216 Milliarden Euro auf 7,95 Billionen Euro an. Bewertungsgewinne, insbesondere aus börsennotierten Aktien und Investmentfonds, trieben diesen Vermögenszuwachs maßgeblich an. Insgesamt wurden im Auftaktquartal Kursgewinne im Umfang von 129 Milliarden Euro erzielt, wobei Aktien allein 42 Milliarden Euro beitrugen und der Marktwert von Investmentfonds-Anteilen um 61 Milliarden Euro zunahm. Versicherungs- und Pensionsansprüche erhöhten sich ebenfalls um 19 Milliarden Euro, und die Haushalte investierten vermehrt in höher verzinste Einlagen mit längeren Laufzeiten.

Der größte Teil des Geldvermögens, nämlich 41 Prozent, ist nach wie vor in Bargeld und Einlagen wie Tages- und Festgeld angelegt. Diese Anlageformen bringen jedoch Zinsen, die erneut unterhalb der Inflation liegen, wodurch eine negative Rendite das Vermögen dieser Anlageform allmählich schmälert. Trotz des Hochzinsumfelds zogen die deutschen Haushalte im ersten Quartal 33 Milliarden Euro aus gering verzinsten Sichteinlagen ab und investierten diese Gelder insbesondere in höher verzinste Termineinlagen. Die Bundesbank berichtete, dass diese Termineinlagen den größten Zuwachs innerhalb eines Quartals seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 1991 verzeichneten. Bei anderen Finanzanlagen zeigten sich die Haushalte eher zurückhaltend.

Den positiven Entwicklungen im Geldvermögen stehen auch Schulden gegenüber, die zum Quartalsende 2,16 Billionen Euro betrugen. Diese Summe wuchs laut Bundesbank kaum, da nur wenige Wohnungsbaukredite vergeben wurden. Das Netto-Geldvermögen der Menschen in Deutschland wuchs somit um 214 Milliarden Euro auf 5,79 Billionen Euro. Diese gigantische Summe ist jedoch sehr ungleich verteilt, da 10 Prozent der Haushalte über mehr als 70 Prozent des Netto-Geldvermögens verfügen.

Die Berechnungen der Bundesbank zum Geldvermögen berücksichtigen neben Bargeld, Bankeinlagen und Wertpapieren auch Ansprüche gegenüber Versicherungen. Aus den vorliegenden Zahlen lässt sich jedoch nicht ablesen, wie das Geldvermögen innerhalb der Bevölkerung verteilt ist. Insgesamt zeigen die Daten, dass die privaten Haushalte trotz der negativen Rendite von Bargeld und einfachen Einlagen weiterhin auf sicherere, wenn auch weniger rentable Anlageformen setzen. Gleichzeitig wird deutlich, dass Investitionen in höher verzinste Anlagen an Attraktivität gewinnen, was zu einer Umschichtung innerhalb der Vermögensbestände führt.

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