ANZEIGE

Fumio Kishida unterstützt die ultralockere Politik der Bank of Japan trotz des Yen-Einbruchs

Premierminister: Unternehmen, die Kostensteigerungen an Verbraucher weitergeben, sollen auch die Löhne zu erhöhen

•• 3 Min
Fumio Kishida unterstützt die ultralockere Politik der Bank of Japan trotz des Yen-Einbruchs

Fumio Kishida hat seine Unterstützung für die ultralockere Geldpolitik der Bank of Japan signalisiert, obwohl der Yen real auf den niedrigsten Stand seit den 1970er Jahren gefallen ist.

In einem Interview mit der Financial Times sagte der japanische Premierminister, die Zentralbank müsse ihre Politik beibehalten, bis die Löhne steigen, und forderte Unternehmen, die ihre Preise erhöhen, auf, auch die Löhne anzuheben.

Kishida sagte, er werde weiterhin "eng" mit Haruhiko Kuroda zusammenarbeiten und wies Spekulationen zurück, er werde die Amtszeit des BoJ-Gouverneurs vorzeitig beenden oder politischen Druck ausüben, um die negativen Zinsen zu beenden.

"Im Moment denke ich nicht daran, seine Amtszeit zu verkürzen", sagte Kishida und bezog sich dabei auf Kurodas 10-jährige Amtszeit als BoJ-Gouverneur, die im nächsten Frühjahr endet. "Ich werde bei meinen Überlegungen zur Auswahl der richtigen Person für den Posten die erwarteten wirtschaftlichen Bedingungen im April nächsten Jahres im Auge behalten.

Um zu verdeutlichen, wie sehr sich die wirtschaftlichen Herausforderungen in Japan von denen in anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften unterscheiden, die darum ringen, die Öffentlichkeit vor einer galoppierenden Inflation zu schützen, sagte Kishida, dass das Land eher Lohnerhöhungen als Lohnzurückhaltung brauche.

Die Regierung werde Maßnahmen vorbereiten, um den Unternehmen zu helfen, die Gehälter zu erhöhen, auch wenn sie die steigenden Inputkosten weitergeben, sagte Kishida. Seine Äußerungen fielen in eine Zeit, in der die Besorgnis der Öffentlichkeit über den Anstieg der Lebenshaltungskosten zunahm und die Popularität des Premierministers stark abnahm.

Der Yen, der am Dienstagmorgen unverändert gehandelt wurde, gab nach Kishidas Äußerungen gegenüber dem Dollar um 0,1 Prozent auf 145,83 Yen nach und lag damit in der Nähe des Tiefststandes von 145,90 Yen im vergangenen Monat, der die japanischen Behörden veranlasst hatte, zur Stärkung der Währung einzugreifen.

"Wir hoffen, dass die Unternehmen durch die Weitergabe steigender Preise einen gewissen Spielraum für Lohnerhöhungen haben werden", sagte Kishida. "In der Vergangenheit wurden Lohnerhöhungen als Kostenfaktor betrachtet, aber in Zukunft müssen die Unternehmen in ihre Mitarbeiter investieren, damit die Wirtschaft und die Unternehmen selbst wachsen können."

Die Politik der BoJ, die dazu beigetragen hat, den Yen gegenüber dem Dollar auf ein 24-Jahres-Tief zu drücken, wird durch Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung der Inflation und zur Nutzung des schwachen Yen zur Ankurbelung der Exporte und des Tourismus ausgeglichen werden.

Die Äußerungen des Premierministers folgten auf eine volatile Periode für den Yen und zunehmende Spekulationen, dass die BoJ nach fast einem Jahrzehnt des unerschütterlichen Engagements für ihre ultralockere Politik durch die globalen Turbulenzen schließlich gezwungen sein könnte, die Augen zu öffnen.

Kurz bevor Kishida mit der FT sprach, fiel der Yen auf ¥145,60 gegenüber dem Dollar und bis auf ¥0,30 an das Niveau heran, bei dem die japanischen Behörden im letzten Monat interveniert hatten. Solche Bemühungen um eine Stärkung des Yen, die 20 Milliarden Dollar gekostet haben, werden wenig Wirkung zeigen, solange die Zinsdifferenz zwischen Japan und den USA weiter zunimmt, warnten Analysten.

Japan steht unter dem gleichen Druck wie die USA und Europa durch den Anstieg der weltweiten Energie- und Lebensmittelpreise. Die Gesamtinflation bleibt jedoch mit 3 Prozent relativ niedrig, da sich die Preissteigerungen kaum auf die Löhne übertragen haben. Der Anstieg der Energiepreise wurde auch teilweise durch langfristige Verträge für Japans umfangreiche Importe von Flüssigerdgas ausgeglichen.

Die BoJ hat argumentiert, dass die zugrundeliegende Verbrauchernachfrage in der japanischen Wirtschaft schwach ist und hat vorausgesagt, dass die Inflation im nächsten Fiskaljahr wieder unter 2 Prozent fallen wird.

Die Unternehmen, insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen, die 70 Prozent der Arbeitskräfte beschäftigen, hatten Schwierigkeiten, die höheren Kosten an die Verbraucher weiterzugeben, was zu einem Druck auf die Gewinne führte, der es ihnen erschwerte, die Löhne zu erhöhen.

Nach Jahrzehnten einer immer wiederkehrenden Deflation könnte Japan nach Ansicht von Ökonomen an der Schwelle zu einem historischen Wandel stehen, da die globale Energiekrise die Unternehmen dazu zwingt, die Preise ihrer Produkte anzuheben, wodurch Druck entsteht, der die Arbeitnehmer dazu veranlassen wird, Lohnerhöhungen zu fordern.

"Es ist schwer zu beziffern, welches Inflationsniveau angemessen ist", sagte Kishida. "Aber ich bin der festen Überzeugung, dass wir nicht in der Lage sind, eine nachhaltige Wirtschaft aufrechtzuerhalten oder den Lebensunterhalt der Menschen zu schützen, ohne dass die Löhne in einem angemessenen Verhältnis zu den Preissteigerungen steigen.

Bank of JapanYenJapanFinancial Times

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.