ANZEIGE

Fed erhöht Zinsen: Erstmals Priorität für Main Street statt Wall Street

Die Fed hat die kurzfristigen Kreditkosten um 0,25 Prozentpunkte angehoben – ein Signal gegen die Inflation, das den US-Haushalten zugutekommt.

•• 3 Min
Fed erhöht Zinsen: Erstmals Priorität für Main Street statt Wall Street

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat in diesem Monat die kurzfristigen Kreditkosten um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Für den Autor – einen ehemaligen Vorsitzenden der US-Einlagensicherung Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) – ist dieser Schritt ein historischer Moment: Zum ersten Mal hätten die Interessen der Main Street die unendlichen Forderungen der Wall Street nach billigerem Geld besiegt.

Die allgemeine Meinung, Zinssenkungen würden der Main Street helfen und Zinserhöhungen ihr schaden, sei falsch, betont der Autor. Denn die US-Haushalte litten unter den Preisen für Waren, nicht unter den Kreditkosten. Eine Anhebung der Kreditkartensätze um einen Viertelpunkt spiele kaum eine Rolle, wenn das Befüllen des Autotanks über 200 Dollar pro Monat und die Ernährung einer Familie über 1.000 Dollar kostet.

Ein Signal gegen die Inflation

Mit der Zinsentscheidung im September korrigiere die Fed frühere Fehleinschätzungen. Im Jahr 2022 sei sie trotz persistierender Inflation zu zögerlich bei Zinserhöhungen gewesen, 2024 dann zu schnell bei Zinssenkungen, obwohl die Inflation weiterhin über dem Zielwert lag. Die Folge: Die Inflation stieg 2022 auf 9 Prozent, bevor rasche Zinserhöhungen sie senkten – nur um erneut anzusteigen, als die Fed 2024 vorzeitig Lockerungen vornahm.

Besonders lehrreich sind die Zinssenkungen des Wahljahres 2024. Bei Vollbeschäftigung und sinkender Inflation senkte die Fed die Zinsen im September 2024 um kräftige 0,5 Prozentpunkte, gefolgt von zwei weiteren Viertelpunkt-Senkungen in diesem Jahr. Daraufhin begann die Inflation erneut zu klettern: Sie stieg von 2,4 Prozent im September auf 3 Prozent bis Januar 2025. Im selben Zeitraum kletterte die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen von einem Tiefstand von 3,6 Prozent auf 4,6 Prozent.

Hypothekenzinsen reagieren direkt

Die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen sind für Verbraucher unmittelbar relevant, da sie direkt mit Hypothekenzinsen verknüpft sind und sich auf andere Konsumentenkredite wie Autokredite auswirken. Vorhersehbar stiegen auch die Zinsen für 30-Jahres-Hypotheken sowie leicht die Autokreditraten. Die durchschnittlichen Kreditkartensätze sanken zwar, aber nur um etwa einen halben Prozentpunkt.

Das Muster wiederholte sich im September 2025: Als die Fed die Zinsen senkte, stiegen die Renditen der zehnjährigen Anleihen. Da das Finanzsystem der Mechanismus ist, über den die Fed die Geldpolitik übermittelt, profitieren die Akteure an der Spitze dieses Systems am meisten von Zinssenkungen. Große Finanzinstitutionen sehen ihre eigenen Kreditkosten schnell sinken, während der Wert ihrer Vermögenswerte steigt. Geringere Kreditkosten fließen dagegen viel langsamer – wenn überhaupt – an mittlere und einkommensschwächere Haushalte weiter. Da diese keine finanziellen Vermögenswerte besitzen, profitieren sie nicht von steigenden Bewertungen, während gleichzeitig ihre Zinserträge auf Bankeinlagen sinken.

Historische Lektion seit der Finanzkrise 2008

Nach der Finanzkrise 2008 hielt die Fed die Zinsen 14 Jahre lang auf extrem niedrigem Niveau, basierend auf der Theorie, dies helfe der Main Street bei der Erholung. Tatsächlich funktionierte dies für die reichsten 1 Prozent der Haushalte, die ihren verlorenen Wohlstand bis 2011 vollständig wiederherstellten. Bis zur Mitte der 2020er Jahre dauerte es, bis die unteren 50 Prozent der Haushalte dasselbe erreichten.

Der Autor verweist darauf, dass der neue Fed-Vorsitzende Kevin Warsh offen dafür zu sein scheint, die Beziehung zwischen Geldpolitik und Main Street neu zu bewerten – ein längst überfälliger Schritt. Die Märkte reagierten positiv auf die jüngste Zinserhöhung: Die Renditen zehnjähriger Anleihen, die seit Ende 2024 überwiegend gestiegen waren, fielen am Tag nach der Entscheidung deutlich.

Viele Treiber der Inflation – einige gute wie starkes Wachstum, einige schlechte wie Unterbrechungen der Energieversorgung, Zölle und Defizite – liegen außerhalb der direkten Kontrolle der Fed. Dennoch können schrittweise Anhebungen der Kreditkosten dazu beitragen, Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage zu beheben, während Zinssenkungen diese Ungleichgewichte verschärfen würden. Anstatt die Fed zu kritisieren, sollten die Republikaner laut dem Autor feiern, dass sie die Lebenshaltungskosten der Main Street America zu ihrer obersten Priorität gemacht hat. Private Equity und andere finanzielle Eliten, deren Geschäfte von hohen Vermögensbewertungen und hoher Verschuldung abhängen, würden die Hauptlast der steigenden Zinsen tragen.

FedZinserhöhungInflationMain StreetWall StreetFederal ReserveLeitzinsKevin Warsh

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.