ANZEIGE

Europäische Staats- und Regierungschefs drängen Putin zur Aufhebung der Getreideblockade in der Ukraine

Russischer Präsident: Moskau könnte Blockade von Odesa aufheben, wenn die Sanktionen aufgehoben werden

•• 4 Min
Europäische Staats- und Regierungschefs drängen Putin zur Aufhebung der Getreideblockade in der Ukraine

Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben ihre diplomatischen Bemühungen verstärkt, um Russlands Einfluss auf die ukrainischen Getreidelieferungen zu lockern, da sich die Aussichten Kiews in der östlichen Donbass-Region verschlechtern und das Risiko einer globalen Nahrungsmittelkrise steigt.

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz und der französische Präsident Emmanuel Macron erörterten die Situation am Samstag in einem Telefongespräch mit Wladimir Putin. Putin erklärte, Moskau sei bereit, Wege zu finden, um die Getreideexporte aus den ukrainischen Schwarzmeerhäfen freizugeben, und könne seine eigenen Düngemittel- und Agrarexporte steigern, wenn die entsprechenden Sanktionen aufgehoben würden.

Das Gespräch fand zwei Tage, nachdem der italienische Ministerpräsident Mario Draghi das Thema mit dem russischen Präsidenten angesprochen hatte, um die weltweite Nahrungsmittelkrise zu mildern, die die Schwellenländer in Bedrängnis zu bringen droht.

Die Ukraine und einige ihrer westlichen Verbündeten haben Russland beschuldigt, den Hafen von Odesa zu blockieren und damit die Ausfuhr großer Getreidelieferungen zu behindern.

Putin, Scholz und Macron erörterten, ob eine Verhandlungslösung gefunden werden könnte, um Odesa zu öffnen, damit die Getreideexporte die Ukraine verlassen können, heißt es in einem Elysée-Briefing nach dem Telefonat. Die französische und die deutsche Führung "nahmen das Versprechen des russischen Präsidenten zur Kenntnis, Schiffen den Zugang zum Hafen zu ermöglichen, um Getreide zu exportieren, ohne dass dieser von Russland militärisch genutzt wird - wenn der Hafen im Voraus entmint wird", heißt es in dem Briefing.

Berlin erklärte, das Telefonat habe 80 Minuten gedauert und sei "dem anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine und den Bemühungen um dessen Beendigung gewidmet" gewesen.

Seit Putins Angriff auf die Ukraine, einen wichtigen Getreideproduzenten und -exporteur, am 24. Februar hat sich die Gefahr einer weltweiten Nahrungsmittelkrise verschärft. Auch die russischen Düngemittel- und Agrarexporte sind unterbrochen worden, wofür Moskau die westlichen Sanktionen verantwortlich macht.

Putin erklärte gegenüber Macron und Scholz, dass Russland bereit sei, dazu beizutragen, Optionen für ungehinderte Getreideexporte zu finden", heißt es in einer Zusammenfassung seiner Worte, die der Kreml in einer Erklärung veröffentlichte.

"Eine verstärkte Lieferung von russischen Düngemitteln und landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die natürlich die Aufhebung der entsprechenden Sanktionen voraussetzt, wird auch zur Entspannung auf dem globalen Lebensmittelmarkt beitragen", so der Kreml.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenskij erörterte die Blockade des Schwarzen Meeres in einem Telefonat mit dem britischen Premierminister Boris Johnson.

"Wir sprachen über die Verstärkung der Verteidigungsunterstützung für die Ukraine, die Intensivierung der Arbeit an Sicherheitsgarantien und die Lieferung von Treibstoff an die Ukraine. Wir müssen zusammenarbeiten, um eine Lebensmittelkrise zu verhindern und die Blockade der ukrainischen Häfen aufzuheben", schrieb Zelensky auf Twitter.

Johnson hob "die intensive Arbeit hervor, die mit internationalen Partnern stattfindet, um Wege zu finden, den Export von Getreide aus der Ukraine wieder aufzunehmen, um eine globale Nahrungsmittelkrise abzuwenden" und sagte, "das Vereinigte Königreich wird mit den G7-Partnern zusammenarbeiten, um auf dringende Fortschritte zu drängen", so Downing Street in einer Erklärung.

Der italienische Regierungschef Draghi hat das Thema am Freitag in einem Telefonat mit Zelensky erörtert und es zuvor auch schon bei US-Präsident Joe Biden zur Sprache gebracht.

Einige westliche Hauptstädte befürchten, dass die drohende Nahrungsmittelkrise und ihre verheerenden Auswirkungen auf arme Haushalte in Afrika und im Nahen Osten eine neue Migrationswelle nach Europa auslösen könnten.

Die russischen Streitkräfte haben ihre Angriffe auf die ukrainischen Streitkräfte in der östlichen Donbass-Region verstärkt und behaupten, die vollständige Kontrolle über den Eisenbahnknotenpunkt Ljman übernommen zu haben. In diesem Gebiet fanden die heftigsten Kämpfe in dem seit drei Monaten andauernden Konflikt statt, nachdem sich die Ukraine aus diesem Gebiet zurückgezogen hatte. Kiew erklärte, die Kämpfe dauerten an.

Die Ukraine erklärte, sie habe die russischen Streitkräfte aus Sievierodonetsk zurückgedrängt, der einzigen größeren Stadt in Luhansk, die zusammen mit dem benachbarten Donezk den Donbass bildet und noch nicht unter russischer Kontrolle steht.

Der Gouverneur von Luhansk, Serhij Haidai, erklärte, den ukrainischen Truppen sei es gelungen, die Russen auf ihre früheren Stellungen zurückzudrängen, nachdem die Stadt zu zwei Dritteln eingekesselt war.

Putin hat nach Angaben des Kremls auch mit Macron und Scholz über die militärische Lage gesprochen. Er sagte, Russland sei offen für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch und warf Kiew vor, die Gespräche zu verzögern.

Nach Angaben des Elysée bekräftigten Macron und Scholz, dass jedes Ende des Krieges die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine respektieren müsse. Außerdem forderten sie Russland auf, 2.500 Soldaten freizulassen, die das Stahlwerk Azovstal in Mariupol verteidigt hatten und seitdem von Russland festgehalten werden, da sie faktisch Kriegsgefangene seien.

In einer Ansprache am späten Abend sagte Zelensky, er sei zuversichtlich, dass die Ukraine die von Russland angegriffenen Gebiete mit weiterer westlicher Militärhilfe zurückerobern werde.

"Wir schützen unser Land so, wie es unsere derzeitigen Verteidigungsressourcen erlauben. Wir tun alles, um sie zu erhöhen. Und wir werden sie erhöhen", sagte Zelensky. "Wenn die Besatzer glauben, dass Ljman oder Sewerodonezk ihnen gehören werden, dann liegen sie falsch. Der Donbas wird ukrainisch sein."

EuropaRusslandRohstoffe

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.