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Europäische Chip-Aktien nach Verkaufswelle in Südkorea uneinheitlich

Halbleiterwerte in Europa starten gemischt, während ASML und ASM International zulegen und Infineon sowie STMicroelectronics nachgeben.

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Europäische Chip-Aktien nach Verkaufswelle in Südkorea uneinheitlich

Die Aktien europäischer Halbleiterunternehmen sind mit gemischten Kursen in die neue Woche gestartet. Hintergrund ist ein Ausverkauf bei südkoreanischen Technologiewerten, die stark auf das Thema künstliche Intelligenz ausgerichtet sind. Wie aus dem Handel am Montagmorgen (0816 GMT) hervorgeht, schloss die Aktie von SK Hynix mit einem Minus von 4,5 Prozent, während Samsung Electronics 4,4 Prozent verlor. Die schwache Stimmung in Asien übertrug sich jedoch nur teilweise auf die europäischen Chip-Werte.

In den Niederlanden legten die Aktien des Halbleiteranlagenherstellers ASML Holding um 0,5 Prozent zu. Der kleinere Konkurrent ASM International gewann sogar 1,2 Prozent. BE Semiconductor Industries, ein niederländischer Lieferant von Halbleitermontageanlagen, notierte dagegen 0,1 Prozent niedriger. Beide Segmente des europäischen Chip-Sektors entwickelten sich damit gegenläufig.

Infineon und STMicroelectronics unter Druck

Bei den Herstellern von Chips selbst zeigte sich ein anderes Bild. Die Aktien des deutschen Chip-Herstellers Infineon Technologies verloren 1,1 Prozent. Die Titel von STMicroelectronics fielen um 0,4 Prozent. Damit tragen die europäischen Chiphersteller die schwächere Grundstimmung aus Asien mit, während die Anlagenbauer davon offenbar weniger betroffen sind.

Für deutsche Anleger ist diese Unterscheidung relevant: Während Infineon als direkter Zulieferer der Automobil- und Industriebranche gilt und empfindlich auf Konjunktursignale reagiert, profitiert der Anlagenbau tendsenziell von längerfristigen Investitionszyklen der Chipfabriken. Die Aufspaltung der Kursreaktion zeigt, dass der Markt derzeit genau zwischen diesen beiden Geschäftsmodellen differenziert.

Der Blick über den Atlantik fällt derweil freundlicher aus. Die Futures-Kontrakte auf den E-mini Nasdaq 100 lagen zum genannten Zeitpunkt um 0,3 Prozent im Plus. Das deutet auf eine positive Eröffnung für Technologieaktien in den USA hin und könnte auch den europäischen Halbleiterwerten im weiteren Tagesverlauf Auftrieb geben.

Breiter Markt startet im Plus

Unabhängig von der Entwicklung im Chip-Sektor starteten die europäischen Märkte insgesamt mit positiven Kursen in die Woche. Angeführt wurde der Aufwärtstrend vom Finanz- und Versorgungssektor. Der europaweite Stoxx 600 stieg um 0,4 Prozent und beendete damit auch die Vorwoche im Plus; am Freitag hatte der Index seinen größten Tagesgewinn seit dem 21. September verbucht.

In Deutschland legte der DAX um 0,4 Prozent zu, getrieben von der Commerzbank und der Deutschen Bank, die jeweils um 1,6 Prozent und 1,4 Prozent zulegten. In London stieg der britische Leitindex FTSE 100 um 0,6 Prozent, wobei auch dort Banken als Treiber fungierten: Die Aktien von HSBC, Barclays und Lloyds kletterten um jeweils 2 Prozent, 1,55 Prozent und 1,5 Prozent. Frankreichs CAC 40 stieg um 0,45 Prozent.

Damit zeigt sich ein zweigeteiltes Bild: Während Banken und Versorger die Indizes stützen, hinken die europäischen Chip-Werte der freundlichen Marktstimmung hinterher. Die Entwicklung der vergangenen Handelstage deutet darauf hin, dass die Anleger zwischen zyklischen Finanzwerten und technologieabhängigen Halbleiterwerten weiterhin klar unterscheiden.

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