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EU zwingt Google: Android muss für KI-Konkurrenten geöffnet werden

Die EU-Wettbewerbshüter erhöhen den Druck auf Google, Android für rivalisierende KI-Assistenten wie ChatGPT und Claude zu öffnen.

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EU zwingt Google: Android muss für KI-Konkurrenten geöffnet werden

Die Europäische Union verschärft ihren Kurs gegenüber Google. Die EU-Wettbewerbshüter stehen kurz davor, konkrete Maßnahmen vorzulegen, die Alphabet dazu verpflichten sollen, Anbietern konkurrierender KI-Suchassistenten denselben Zugang zu Android-Funktionen zu gewähren, wie er Googles eigenem Dienst Gemini zur Verfügung steht. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Betroffen wären demnach namhafte KI-Anbieter wie OpenAIs ChatGPT sowie Claude des Unternehmens Anthropic PBC. Beide Dienste sollen künftig gleichberechtigt auf Android-Systemfunktionen zugreifen können – ein Bereich, in dem Google bislang dem eigenen Gemini-Assistenten klare Vorteile einräumt. Die Informanten betonten jedoch, dass sich die Ergebnisse noch im Entwurfsstadium befänden und sich der Zeitplan noch verschieben könne.

Googles Bedenken: Sicherheit und Privatsphäre

Google selbst zeigt sich besorgt über die möglichen Konsequenzen der EU-Forderungen. Der US-Konzern befürchtet, dass eine erzwungene Öffnung der Android-Plattform die Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer gefährden könnte. Diese Argumentation ist für Google nicht neu: Der Konzern hat ähnliche Einwände bereits in früheren regulatorischen Auseinandersetzungen vorgebracht.

Android ist das weltweit meistgenutzte Smartphone-Betriebssystem und bildet die technische Grundlage für Milliarden von Geräten. Wer auf dieser Plattform bevorzugten Zugang zu Systemfunktionen erhält, hat einen erheblichen Wettbewerbsvorteil – besonders im rasant wachsenden Markt für KI-Assistenten. Genau hier setzt die EU-Regulierung an.

Alphabet im Visier der EU-Wettbewerbspolitik

Für Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, ist dies keine neue Konfrontation mit Brüssel. Die EU hat den Konzern in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens im Zusammenhang mit Android und der Google-Suche sanktioniert. Mit dem Aufstieg generativer KI eröffnet sich nun ein neues Kapitel dieser regulatorischen Auseinandersetzung.

Der aktuelle Vorstoß der EU-Wettbewerbshüter reiht sich in eine breitere europäische Strategie ein, die Marktmacht großer US-Technologiekonzerne im KI-Bereich einzudämmen. Der Digital Markets Act (DMA) verpflichtet sogenannte „Gatekeeper" wie Google bereits dazu, ihre Plattformen für Wettbewerber zu öffnen. Die nun diskutierten Maßnahmen könnten eine direkte Anwendung dieser Regelungen auf den KI-Assistenten-Markt darstellen.

Für Anleger und Marktbeobachter bleibt die Entwicklung eng zu verfolgen. Sollte die EU ihre Forderungen formalisieren und durchsetzen, könnte dies die Wettbewerbsdynamik im KI-Markt spürbar verändern – zugunsten von Herausforderern wie OpenAI und Anthropic und zulasten von Googles Gemini-Strategie auf Android-Geräten.

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