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EU erlaubt neue Scanner für Handgepäckkontrollen

Technik erkennt flüssige Sprengstoffe – Abschaffung der 100-ml-Regel rückt näher

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EU erlaubt neue Scanner für Handgepäckkontrollen

Größere Shampoo-Flaschen oder ganze Wasserflaschen im Handgepäck könnten für Flugreisende innerhalb der EU bald wieder Realität werden. Die Europäische Union hat den Weg für ein Ende der seit 2006 geltenden Flüssigkeitsmengenbeschränkung im Handgepäck freigemacht. Möglich wird dies durch den flächendeckenden Einsatz neuer Sicherheits-Scanner, die in der Lage sind, auch flüssige Sprengstoffe zuverlässig zu erkennen. Die entsprechende Technologie wurde von der EU zugelassen, wie eine Sprecherin der EU-Kommission bestätigte. Der Einsatz der Geräte liegt nun in der Verantwortung der einzelnen Flughäfen.

Bislang durften Flugreisende Flüssigkeiten nur in Behältern von maximal 100 Millilitern mitführen, die gemeinsam in einem durchsichtigen Beutel mit einem Liter Fassungsvermögen verpackt sein mussten. Diese Regelung soll langfristig wegfallen, jedoch wird es in Deutschland noch einige Zeit dauern, bis alle Voraussetzungen dafür geschaffen sind. So erklärte eine Sprecherin des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport, dass weiterhin die bisherige Regelung gelte, da nicht garantiert sei, dass jeder Passagier mit einem der neuen Geräte kontrolliert wird.

Am Flughafen Frankfurt stehen derzeit an 40 der knapp 190 Kontrollspuren bereits moderne CT-Scanner zur Verfügung, weitere 40 Geräte seien bestellt. Wann alle Kontrollstellen umgerüstet sind, ist noch unklar. In München gestaltet sich die Lage ähnlich. Dort sind zwar bereits zahlreiche Scanner vorhanden, doch die Software der Geräte muss noch angepasst werden. Da dies nicht während des hohen Fluggastaufkommens in den bayerischen Sommerferien geschehen soll, ist auch hier noch kein Termin für die vollständige Inbetriebnahme genannt worden.

Laut der EU-Kommission sind derzeit rund 700 dieser neuen Scanner in 21 Mitgliedstaaten entweder bereits installiert oder im Begriff, in Betrieb genommen zu werden. Weitere könnten hinzukommen, sobald zusätzliche Gerätekonfigurationen die notwendige EU-Zertifizierung erhalten. Die Scanner, hergestellt von einem britischen Unternehmen, nutzen Computertomographie-Technik, wie sie auch in der medizinischen Diagnostik eingesetzt wird. Sie liefern detaillierte, dreidimensionale Aufnahmen des Gepäckinhalts, was eine präzisere und gleichzeitig schnellere Kontrolle ermöglicht. Sowohl feste als auch flüssige Sprengstoffe können so erkannt werden. Die ursprünglichen Einschränkungen für Flüssigkeiten im Handgepäck waren eingeführt worden, nachdem 2006 ein Anschlagsplan aufgedeckt worden war, bei dem mehrere Flüssigkeiten zu Sprengstoff kombiniert werden sollten.

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