ANZEIGE

Ermittlungen: Glencore bildet Rücklagen

Gleichzeitig 4 Milliarden USD an Aktionäre

•• 4 Min
Ermittlungen: Glencore bildet Rücklagen

Glencore geht davon aus, dass die Ermittlungen wegen Bestechung und Korruption im Vereinigten Königreich, in den USA und in Brasilien in diesem Jahr abgeschlossen werden können, und hat 1,5 Milliarden Dollar zur Deckung möglicher Geldstrafen und Kosten zurückgestellt.

Die Nachricht von der Rückstellung kam, als der an der Londoner Börse notierte Bergbau- und Rohstoffhändler aufgrund der steigenden Preise für seine wichtigsten Rohstoffe Rekordgewinne bekannt gab und erklärte, dass er 4 Mrd. USD an seine Aktionäre zurückzahlen werde.

Der Vorstandsvorsitzende Gary Nagle sagte, er sei mit der Belastung von 1,5 Mrd. USD "nicht glücklich", aber das Unternehmen habe eingeräumt, dass es in der Vergangenheit Fälle von "Fehlverhalten" gegeben habe.

"Wir haben sehr hart daran gearbeitet, dies zu korrigieren", sagte er vor Reportern. "Wir sind dabei, die Kultur zu ändern. Wir wollen diese Untersuchungen abschließen, einen Schlussstrich ziehen und vorwärts gehen."

Das US-Justizministerium leitete seine Ermittlungen 2018 ein, als es Glencore aufforderte, Unterlagen über die Einhaltung der Geldwäschegesetze des Landes und des Foreign Corrupt Practices Act in Nigeria, der Demokratischen Republik Kongo und Venezuela vorzulegen.

Auch die britischen und brasilianischen Aufsichtsbehörden leiteten Untersuchungen ein, die seit vier Jahren einen Schatten auf das in der Schweiz ansässige Unternehmen werfen.

Glencore ist der weltgrößte Rohstoffhändler, der Millionen von Tonnen Metalle, Mineralien und Öl rund um den Globus verschiebt. Es ist auch ein führendes Bergbauunternehmen mit Betrieben von Australien bis Peru.

Der Fokus der US-Ermittlungen wurde in den letzten Monaten deutlicher, nachdem sich ein ehemaliger Glencore-Ölhändler in New York wegen seiner Beteiligung an einem Plan zur Bestechung von Regierungsbeamten in Nigeria im Gegenzug für lukrative Ölverträge schuldig bekannt hatte.

Das Unternehmen erklärte, dass es auch mit den schweizerischen und niederländischen Ermittlungen zusammenarbeite, deren Zeitpunkt und Ausgang noch ungewiss seien. Es erklärte jedoch, dass es von den Ergebnissen dieser Untersuchungen erwarte, "dass doppelte Strafen für dasselbe Verhalten vermieden werden".

Tyler Broda, Analyst bei RBC Capital Markets, sagte, dass "mit der Quantifizierung der wichtigsten Untersuchungen das Unternehmen wahrscheinlich von diesem 'unbekannten Bekannten' entlastet wird, das seit 2018 einen Überhang für das Unternehmen darstellt".

Die Aktien von Glencore stiegen am Dienstag um 3,5 Prozent auf 436 Pence und sind um fast 40 Prozent gestiegen, seit Nagle im Juli Ivan Glasenberg als Vorstandsvorsitzender abgelöst hat.

Im Geschäftsjahr bis Dezember verzeichnete Glencore einen bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von mehr als 21 Mrd. US-Dollar, 84 Prozent mehr als im Vorjahr, bei einem Umsatz von 204 Mrd. US-Dollar.

Die starke Cash-Generierung ermöglichte es dem Unternehmen, einen Cash-Rückfluss von 4 Mrd. USD zu erklären, der sich aus 3,45 Mrd. USD an Dividenden und einem Aktienrückkauf im Wert von 550 Mio. USD zusammensetzt. Die Nettoverschuldung lag bei 6 Mrd. $.

Afrikanisches Kupfer und Thermalkohle, die in Kraftwerken zur Stromerzeugung verbrannt wird, waren 2021 die wichtigsten Gewinnträger von Glencore.

Auch das Marketing- oder Handelsgeschäft des Unternehmens florierte in den volatilen Rohstoffmärkten und lieferte einen Rekordgewinn vor Zinsen von 3,7 Mrd. USD.

Auf die Krise in der Ukraine und mögliche Sanktionen gegen Moskau angesprochen, sagte er, die Beteiligungen von Glencore an der russischen Ölgesellschaft Rosneft und dem Aluminiumhersteller EN+ seien "im Großen und Ganzen sehr unwichtig".

Er sagte jedoch, dass ein Konflikt in der Ukraine zu schweren Störungen auf den Rohstoffmärkten führen würde. "Und in solchen Fällen ist unser Marketinggeschäft sehr erfolgreich, da wir von diesen Arbitragegeschäften und Verwerfungen profitieren können.

In Bezug auf die Märkte im Allgemeinen sagte Nagle, es gebe keinen Grund, in absehbarer Zukunft etwas anderes als anhaltend hohe Rohstoffpreise zu erwarten.

"Wir haben durchweg niedrige Lagerbestände", sagte er. "Wir haben Engpässe auf der Angebotsseite und ein enormes Nachfragewachstum erlebt, das durch niedrige Zinsen, die Erholung von Covid, Infrastrukturausgaben und vor allem durch die Dekarbonisierung angeheizt wurde."

Nagle sagte, dass der Kohlemarkt aufgrund des Mangels an Investitionen in neue Minen und des gesunden Appetits auf den fossilen Brennstoff in Asien "sehr gut" aussehe.

Die Kohlepreise sind in den letzten Monaten sprunghaft angestiegen, wobei die Benchmarks in Asien bei über 250 $ pro Tonne liegen.

Glencore ist einer der größten Kohleproduzenten der Welt und förderte im vergangenen Jahr mehr als 100 Mio. Tonnen des Rohstoffs. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, die Produktion in den nächsten 30 Jahren zu drosseln, eine Strategie, die nach eigenen Angaben von seinen größten Aktionären unterstützt wird und für die Welt die richtige ist.

Nagle sagte, dass Glencore einen gewissen Inflationsdruck spüre, insbesondere in Europa, wo die Strompreise ein Rekordniveau erreicht hätten, was das Unternehmen veranlasst habe, die Produktion in seinen europäischen Zinkhütten zu drosseln.

GlencoreUSAGroßbritannienBrasilienAktionäre

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.