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Hamburg setzt auf autonome Kleinbusse

Bis 2030: 10.000 fahrerlose Kleinbusse geplant

Hamburg setzt auf autonome Kleinbusse

Hamburg plant einen großen Sprung in die Zukunft der Mobilität. Bis 2025 will die Stadt autonome Kleinbusse testen und bis 2030 strebt sie an, bis zu 10.000 dieser fahrerlosen Shuttles auf ihren Straßen zu haben. Ein Vorstoß, mit dem die Hansestadt als Modellregion der Mobilität glänzen möchte.

Vor kurzem konnten Bundesverkehrsminister Volker Wissing und Hamburgs Verkehrssenator Anjes Tjarks diese Zukunftstechnologie persönlich erleben. Die Vision: „Autonomes Ridepooling“. Hierbei nehmen fahrerlose Kleinbusse Fahrgäste ähnlich wie Sammeltaxis mit. Diese Initiative soll nicht nur die städtischen Gebiete revolutionieren. Auch ländliche Regionen könnten davon profitieren, insbesondere um Lücken im Nahverkehr zu schließen.

Seit vier Jahren haben die Hamburger bereits die Möglichkeit, über eine App Kleinbusse zu buchen, die sie zu ihrem gewünschten Ziel bringen. Aktuell sind noch Fahrer für diese Fahrzeuge erforderlich, aber die Pläne sehen vor, dass diese bald überflüssig werden. Das Hauptziel ist es, den sogenannten "Hamburg-Takt" zu etablieren, der allen Bürgern einen Zugang zum öffentlichen Nahverkehr in nur fünf Minuten ermöglichen soll.

Bundesverkehrsminister Wissing sieht in dieser Technologie das Potenzial, die Verkehrsströme in den Großstädten zu reduzieren und gleichzeitig die Mobilität zu erhöhen. Der besondere Vorteil: Durch digitale Buchungssysteme können Fahrten einfach kombiniert werden, was wiederum Kosten und Zeit spart.

Testfahrten ohne Fahrer sollen bereits nächstes Jahr in einem spezifischen Gebiet in Hamburg beginnen, das Gebiete wie Winterhude, Uhlenhorst und Hohenfelde abdeckt. Dieses Pilotprojekt dient als Grundlage für den kommerziellen Betrieb der Shuttles.

Doch wie bei jeder Technologie gibt es auch Kritiker. Einige befürchten negative Auswirkungen auf den öffentlichen Nahverkehr, insbesondere wenn fahrerlose Shuttles nicht richtig reguliert werden. Außerdem gibt es Sicherheitsbedenken, die aus internationalen Vorfällen wie dem in San Francisco resultieren, wo einem Unternehmen die Lizenz zum Betrieb autonomer Taxis wegen Sicherheitsmängeln entzogen wurde.

In Hamburg sind die Moia-Shuttles bereits bekannt. Doch während der Einführungsphase des autonomen Betriebs wird zur Sicherheit noch ein Fahrer an Bord sein. Die zentrale Frage ist, ob sich die Bürger an diese neue Norm gewöhnen werden und ob die Sicherheitstechnologie den hohen Erwartungen gerecht wird.

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