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Eigentumswohnungen verkaufen sich kaum noch: „Ich fühle mich gefangen“

Der US-Wohnungsmarkt zeigt Risse – Käufer sitzen auf unverkäuflichen Immobilien fest.

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Eigentumswohnungen verkaufen sich kaum noch: „Ich fühle mich gefangen“

Der Traum vom Eigenheim kann sich schnell in einen Albtraum verwandeln. Das erlebt derzeit Will Hudson, ein 43-jähriger Beamter aus den USA. Er kaufte im Juli 2024 eine Eigentumswohnung in Golden (Colorado) für 260.000 Dollar – und bereut es nun zutiefst.

Hudson hatte die Wohnung zuvor nicht besichtigt. Er verließ sich auf seine positiven Erfahrungen in einem ähnlichen Apartmentkomplex, den er in seinen Zwanzigern bewohnt hatte. Damals lebte er mit seiner Verlobten in Bordentown (New Jersey) und wollte Colorado einfach einmal ausprobieren. Heute fühlt er sich in der Immobilie gefangen.

Wohnungsmarkt unter Druck

Experten zufolge bröckelt der Wohnungsmarkt zunehmend. Immer mehr Eigentümer berichten von Schwierigkeiten, ihre Immobilien zu verkaufen. Die Nachfrage ist eingebrochen, während die Preise vielerorts noch auf hohem Niveau verharren. Das führt zu einer gefährlichen Schieflage.

Besonders betroffen sind Eigentumswohnungen in mittleren bis günstigen Preissegmenten. Käufer zögern, weil die Finanzierungskosten gestiegen sind und die wirtschaftliche Unsicherheit zunimmt. Verkäufer wiederum wollen oder können die Preise nicht senken, weil sie selbst auf hohe Kredite angewiesen sind.

Ein Einzelfall mit Signalwirkung

Der Fall von Will Hudson ist kein Einzelfall. Immer mehr Amerikaner sitzen auf Immobilien fest, die sie nicht mehr loswerden. Der Begriff „Lemon“ – im Englischen ein Synonym für eine minderwertige oder fehlerhafte Ware – wird inzwischen auch für Immobilientransaktionen verwendet.

Hudson hatte gehofft, in Colorado einen Neuanfang zu starten. Stattdessen fühlt er sich nun in seiner Entscheidung gefangen. Die Wohnung, die er ohne Besichtigung kaufte, entpuppte sich als Fehlinvestition. Einen Käufer zu finden, gestaltet sich als nahezu unmöglich.

Was bedeutet das für deutsche Anleger?

Auch in Deutschland zeigt der Immobilienmarkt erste Risse. Steigende Zinsen, hohe Baukosten und eine verunsicherte Käuferschaft lassen die Nachfrage sinken. Wer heute eine Eigentumswohnung kaufen möchte, sollte sich die Lage genau ansehen – und vor allem: vor dem Kauf besichtigen.

Der Fall aus Colorado zeigt, wie schnell aus einem vermeintlichen Schnäppchen eine teure Falle werden kann. Ohne vorherige Besichtigung und ohne genaue Prüfung des Marktumfelds kann der Immobilienkauf schnell zum finanziellen Desaster werden.

Fazit

Der US-Immobilienmarkt gibt Warnsignale. Immer mehr Eigentümer fühlen sich in ihren eigenen vier Wänden gefangen, weil ein Verkauf kaum noch möglich ist. Für Käufer gilt: Vorsicht vor Schnellschüssen. Und für Verkäufer: Realistische Preise sind der Schlüssel – auch wenn es schmerzt.

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