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DIHK-Präsident warnt vor anhaltender wirtschaftlicher Flaute in Deutschland

Verunsicherung und Investitionszurückhaltung belasten Unternehmen.

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DIHK-Präsident warnt vor anhaltender wirtschaftlicher Flaute in Deutschland

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) sieht keine Anzeichen für eine breite wirtschaftliche Erholung in Deutschland. Der DIHK-Präsident, Peter Adrian, betonte, dass die Energiepolitik und die Bürokratie die Unternehmen verunsichern.

Laut Adrian befindet sich Deutschland in einer Rezession und zählt zu den wenigen Ländern in Europa, die noch unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie bei der Wirtschaftsleistung liegen. Diese Situation sei alarmierend. Seit langem fordern Wirtschaftsverbände wie der DIHK mehr Impulse von der Politik, sei es in Form von steuerlichen Maßnahmen, schnelleren Planungs- und Genehmigungsverfahren oder einer Reduzierung der Bürokratie.

Die Lage der deutschen Wirtschaft ist insgesamt schwierig, betonte Adrian. Insbesondere bei mittelständischen Unternehmen herrscht teilweise eine sehr pessimistische Stimmung. Die Investitionsbereitschaft sei gering. Trotz des Endes der Corona-Pandemie bleibe der erwartete Aufschwung aus, was besorgniserregend sei.

Adrian äußerte sich skeptisch über einen breiten wirtschaftlichen Aufschwung und warnte vor einem massiven Einbruch im Baugewerbe im zweiten Halbjahr. Die gestiegenen Zinsen und die höheren Baukosten hätten negative Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft. Es gehe vorerst bergab mit der Konjunktur.

Der DIHK-Präsident wagte keine Prognose, wann es wieder aufwärts gehen könnte. Das bestmögliche Szenario sei, dass am Ende des Jahres zumindest kein negatives Wachstum, sondern eine Stagnation verzeichnet werde. Um den Wohlstand zu sichern, seien jedoch enorme Fortschritte erforderlich.

Die Unternehmen sind verunsichert und investieren zu wenig, obwohl sie genug Geld hätten, so Adrian. Die Verunsicherung sei groß, da viele Unternehmen nicht überzeugt seien, dass sich Investitionen aufgrund hoher Kosten und teilweise widersprüchlicher Vorschriften in Deutschland rentieren.

Ein Beispiel für diese Verunsicherung sei die Energiewende. Es fehle grüner Wasserstoff und kostengünstiger grüner Strom, auf den Unternehmen verlässlich zugreifen könnten. Zudem beklagte die Wirtschaft bürokratische Hürden, die viel Zeit und Kapazitäten in den Unternehmen binden und die Entwicklung neuer Lösungen und unternehmerischer Konzepte behindern.

Adrian forderte die Politik auf, Ruhe einkehren zu lassen. Die Unternehmen seien ständig mit neuen Verordnungen, Vorschriften und Maßnahmen aus Brüssel, Berlin und den Bundesländern konfrontiert.

Deutschland drohe international weiter zurückzufallen, und laut einer Umfrage des DIHK investieren deutsche Unternehmen vermehrt im Ausland, um Kosten zu sparen. Dies habe Auswirkungen auf Arbeitsplätze in Deutschland, da Branchen dauerhaft verloren gehen könnten.

Die hohen Kosten für Energie, Arbeitskräfte und Steuern belasteten die Wettbewerbsposition der deutschen Unternehmen. Immer mehr deutsche Unternehmen investieren daher im Ausland, was langfristig zu einer schleichenden Verlagerung führen könne.

RezessionDeutschlandWirtschaftspolitikDIHK

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