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DAX verliert an Boden unter 24.000 Punkte

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DAX verliert an Boden unter 24.000 Punkte

Der DAX hat am Dienstag nach einem turbulenten Handelstag erneut nachgegeben. Nach einem zunächst positiven Wochenauftakt rutschte der deutsche Leitindex zwischenzeitlich deutlich ab, konnte seine Verluste jedoch im Tagesverlauf begrenzen. Zum Handelsschluss notierte der DAX bei 23.949 Punkten, was einem Rückgang von 0,76 Prozent entspricht. Damit fiel das Börsenbarometer wieder unter die Marke von 24.000 Punkten, die es erst am Vortag zurückerobert hatte. Händler verwiesen auf eine wachsende Zurückhaltung der Anleger, die sich angesichts zahlreicher Unsicherheitsfaktoren zunehmend risikoscheu zeigten.

Belastend wirkten sich vor allem schwächere Vorgaben von den US-Börsen sowie die unklare Zinsperspektive der US-Notenbank Federal Reserve aus. Nach jüngsten Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell ist eine weitere Zinssenkung im Dezember keineswegs gesichert. Die anhaltende Haushaltssperre in den Vereinigten Staaten erschwert zudem die Einschätzung der konjunkturellen Lage, da frische Wirtschaftsdaten fehlen. Diese Unsicherheit bremste die Zuversicht der Märkte. Der Dollar legte infolge der gedämpften Zinssenkungserwartungen gegenüber dem Euro zu, was den europäischen Exportmärkten zusätzlichen Druck verlieh.

Auch aus China kamen ungünstige Nachrichten. Im Streit um den niederländischen Chiphersteller Nexperia übte Peking scharfe Kritik an der Regierung in Den Haag. Die Spannungen verstärken die Sorge um eine erneute Verschärfung der Chipknappheit, die insbesondere die deutsche Autoindustrie belastet. Der Zulieferer Bosch kündigte wegen fehlender Chiplieferungen Kurzarbeit in seinen Werken in Salzgitter und Ansbach an. Autoaktien gehörten daraufhin zu den schwächsten Werten im DAX.

Am unteren Ende des Leitindex stand die Aktie von Fresenius Medical Care (FMC). Trotz guter Quartalszahlen verlor das Papier mehr als neun Prozent. Marktbeobachter begründeten dies mit anhaltenden Sorgen über mögliche Aktienverkäufe durch den Hauptaktionär Fresenius.

Die Technologiewerte, die in den vergangenen Monaten vom KI-Boom profitiert hatten, standen ebenfalls unter Druck. Die Palantir-Aktie verlor rund sieben Prozent und gilt als Signal für eine mögliche Korrektur im überhitzten Technologiesektor. Gleichzeitig warnen Analysten davor, dass sich die hohen Bewertungen vieler Unternehmen nur schwer rechtfertigen ließen, sollte die Zinsentwicklung weniger günstig verlaufen als erhofft.

Positiv fiel die Deutsche Telekom auf, die den Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur vorantreibt. Der Konzern investiert eine Milliarde Euro in eine industrielle KI-Cloud und stattet ein Rechenzentrum in München mit 10.000 Nvidia-Prozessoren aus. Das Projekt soll Anfang 2026 betriebsbereit sein und die nationalen Rechenkapazitäten deutlich erhöhen.

Rheinmetall blickt derweil optimistisch in die Zukunft. Der Konzern erwartet in Kürze einen Milliardenauftrag für Munitionslieferungen und rechnet mit weiteren Großaufträgen aus Europa. Zudem plant das Unternehmen den Verkauf seiner Automotive-Sparte, für die derzeit sieben Interessenten im Rennen sind.

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