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DAX schwächelt trotz Rekorden an der Wall Street

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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DAX schwächelt trotz Rekorden an der Wall Street

Trotz neuer Rekorde an der Wall Street zeigte sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch ungewohnt schwach. Der DAX verlor deutlich an Boden und schloss 0,64 Prozent tiefer bei 24.124 Punkten. Anleger hielten sich angesichts mehrerer bevorstehender Ereignisse zurück, die für die kommenden Tage als richtungsweisend gelten. Im Mittelpunkt standen der Zinsentscheid der US-Notenbank, die anstehenden Quartalsberichte großer US-Technologiekonzerne sowie ein Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping. Marktbeobachter sprachen von einer abwartenden Haltung, da Investoren keine Positionen eingehen wollten, bevor klare Signale aus den USA kämen.

Während der DAX schwächelte, präsentierten sich die US-Börsen in Rekordlaune. Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 erreichten neue Höchststände, angeführt von der Techbranche. Besonders Nvidia sorgte für Schlagzeilen: Das Unternehmen durchbrach als erstes in der Geschichte die Marke von fünf Billionen Dollar Börsenwert. Getrieben wurde der Höhenflug durch den anhaltenden Boom im Bereich Künstliche Intelligenz und neue Aufträge des US-Energieministeriums. Beobachter sehen in Nvidia weiterhin einen zentralen Motor des amerikanischen Aktienmarkts.

Am Abend stand der mit Spannung erwartete Zinsentscheid der US-Notenbank an. Experten rechneten mehrheitlich mit einer weiteren Senkung um 0,25 Prozentpunkte, trotz gestiegener Inflationsrisiken. Zudem wird erwartet, dass die Fed ihr Programm zur Bilanzverkürzung beendet. Eine Beendigung des sogenannten „Quantitative Tightening“ würde den Finanzmärkten zusätzliche Liquidität verschaffen. Historisch folgten auf ähnliche Schritte in der Vergangenheit Kursanstiege an den US-Börsen. Neben der Fed-Sitzung richten sich die Blicke der Anleger auch auf die Bilanzen von Alphabet, Meta und Microsoft, die nach Börsenschluss in New York veröffentlicht werden sollen.

Unter den deutschen Einzelwerten sorgten mehrere Unternehmen für Bewegung. Die Aktie von Mercedes-Benz legte trotz eines Gewinneinbruchs um fast 31 Prozent zu, da der Konzern die Erwartungen der Analysten übertraf. Auch die Deutsche Bank überraschte positiv mit einem Nettogewinn von 1,56 Milliarden Euro und übertraf damit die Prognosen deutlich. BASF meldete dagegen einen leichten Ergebnisrückgang infolge schwächerer Nachfrage und Währungseffekte. Schwer getroffen wurde die Aktie von Adidas, die nach enttäuschenden Quartalszahlen um rund zehn Prozent einbrach.

Abseits der Börse begann der Energiekonzern RWE in Gundremmingen mit dem Bau des größten Batteriespeichers Deutschlands. Die Anlage soll 2027 fertiggestellt werden und rund 700 Megawattstunden Strom speichern können. Im MDAX gehörte Traton zu den Gewinnern, nachdem die VW-Tochter mit ihren Neunmonatszahlen positiv überraschte und steigende Bestellungen meldete. Währenddessen zogen Öl- und Goldpreise an, der Euro blieb vor dem Fed-Entscheid nahezu unverändert.

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