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DAX legt zu dank Commerzbank-Spekulationen

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DAX legt zu dank Commerzbank-Spekulationen

Der DAX konnte zur Wochenmitte einen Anstieg verzeichnen und schloss 0,35 Prozent höher bei 18.330 Punkten. Besonders unterstützt wurde der deutsche Leitindex durch Spekulationen um die Commerzbank. Diese erfuhr einen kräftigen Kursanstieg, nachdem die italienische Großbank UniCredit einen Anteil von neun Prozent an der Commerzbank erworben hatte. Die Übernahmespekulationen trieben den Kurs der Commerzbank-Aktie zeitweise um mehr als 17 Prozent nach oben. Zudem möchte UniCredit bei den Aufsichtsbehörden die Erlaubnis einholen, um gegebenenfalls ihren Anteil auf über 9,9 Prozent erhöhen zu können.

Am gestrigen Nachmittag wurden die US-Inflationsdaten für August veröffentlicht, was zu heftigen Schwankungen am Markt führte. Obwohl die Inflation in den USA weiter auf 2,5 Prozent gesunken ist, war die Reaktion gemischt. Experten äußerten Bedenken wegen des weiterhin hohen Preisdrucks bei den Mieten, was die Kerninflationsrate auf 3,2 Prozent verharren ließ. Diese Daten befeuerten die Erwartung, dass die US-Notenbank Fed bei ihrer nächsten Sitzung nur eine kleine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte vornehmen wird.

Auch die Märkte in den USA reagierten nervös auf die Inflationsdaten. Der Dow Jones verlor zeitweise mehr als ein Prozent, während die Technologiewerte an der Nasdaq sich zunächst stabilisierten und im weiteren Verlauf leicht ins Minus rutschten. Am Devisenmarkt profitierte der Dollar von den Inflationsdaten, was den Euro leicht auf 1,1012 Dollar sinken ließ. Der Goldpreis stieg in Euro gerechnet auf ein neues Rekordhoch von 2.512 Dollar je Feinunze.

Die Ölpreise erholten sich nach den kräftigen Verlusten vom Vortag leicht. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete am frühen Abend 70,45 Dollar, was einem Anstieg von 1,1 Prozent entspricht. Die gestiegenen Rohölbestände in den USA fielen geringer aus als erwartet, was den Ölpreis stützte. Analysten hatten einen stärkeren Anstieg der Bestände vorausgesagt, was Spekulationen über eine schwächere Ölnachfrage gedämpft hatte.

Auf der Gewinnerseite des DAX stand auch die Covestro-Aktie, nachdem bekannt wurde, dass das staatliche Ölunternehmen Adnoc aus den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Übernahmeofferte plant. Gleichzeitig meldete Infineon einen technologischen Durchbruch bei der Fertigung von Galliumnitrid-Chips. Hingegen geriet Bayer weiterhin unter Druck, da das Unternehmen im Zusammenhang mit dem Glyphosat-Rechtsstreit plant, erneut vor das höchste US-Gericht zu ziehen.

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