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Autoaktien belasten DAX deutlich

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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Autoaktien belasten DAX deutlich

Der deutsche Aktienmarkt geriet am 10. September 2024 stark unter Druck, was hauptsächlich auf negative Nachrichten aus der Automobilbranche zurückzuführen war. Der DAX verlor ein Prozent und schloss bei 18.265 Punkten. Besonders die Aktien von BMW, die nach einer überraschenden Prognosesenkung stark fielen, trugen zu diesem Rückgang bei. BMW erwartet für das Jahr 2024 eine geringere Ergebnismarge von sechs bis sieben Prozent. Dies steht im Gegensatz zu der bisherigen Prognose von acht bis zehn Prozent. Gründe dafür sind hohe Kosten für einen Rückruf von 1,5 Millionen Fahrzeugen sowie ein schwaches Geschäft in China. Auch die Aktien von Continental und Mercedes-Benz verzeichneten deutliche Verluste.

Die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung belastet nicht nur den deutschen Markt, sondern auch die US-Börsen. Der Dow Jones gab bis zum Abend um 0,8 Prozent nach. An der Technologiebörse Nasdaq konnten sich die Werte jedoch im Plus halten. Hauptsächlich sorgen sich die Anleger um die weiteren Zinsschritte der US-Notenbank, die in der kommenden Woche bekannt gegeben werden. Zwei Drittel der Marktteilnehmer erwarten eine Zinssenkung um 0,25 Prozentpunkte, während ein Drittel mit einem größeren Schritt rechnet.

Neben den Entwicklungen im Automobilsektor gab es auch Neuigkeiten aus dem Technologiesektor. Der Europäische Gerichtshof entschied, dass Apple 13 Milliarden Euro an unzulässigen Steuererleichterungen an Irland zurückzahlen muss. Dies könnte zu einem deutlichen Gewinnrückgang des Unternehmens führen. Auch Google erlitt eine Niederlage vor Gericht. Diese Entscheidungen wirken sich negativ auf die Aktienkurse der Technologiegiganten aus.

Auf dem Rohstoffmarkt gab der Ölpreis weiter nach. Erstmals seit Dezember 2021 fiel der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent unter 70 Dollar. Dies wird hauptsächlich auf die schwache Nachfrage aus China zurückgeführt. Auch die Prognosen der OPEC zeigen kaum Veränderungen in der weltweiten Nachfrage. Der Goldpreis hingegen legte leicht zu und liegt nun über 2.500 Dollar.

Volkswagen sorgte ebenfalls für Schlagzeilen, da der Konzern die seit Jahrzehnten bestehende Beschäftigungssicherung aufkündigte. Ab Juli 2025 sind daher Kündigungen möglich. Analysten warnen zudem vor einer möglichen Strafe von 15 Milliarden Euro für die europäische Automobilbranche, falls die Absatzzahlen für Elektroautos nicht wie geplant steigen.

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