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DAX erreicht neues Rekordhoch

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DAX erreicht neues Rekordhoch

Am 6. Dezember 2023 verzeichnete der deutsche Leitindex DAX zum zweiten Mal in Folge ein Rekordhoch, obwohl ein Indexmitglied zweistellige Verluste hinnehmen musste. Diese Entwicklung lockt weitere Anleger an, die von den steigenden Kursen profitieren möchten. Ein Rekordhoch gilt als eines der besten Kaufsignale in der Technischen Analyse und war auch in dieser Woche zu beobachten. Der DAX erreichte im Verlauf des Tages einen historischen Stand von 16.727 Punkten, was die gestrige Bestmarke von 16.551 Punkten übertraf. Am Ende des Handelstages schloss der Index bei 16.656 Punkten, was einem Plus von 0,75 Prozent entspricht.

Die Aussicht auf sinkende Zinsen beflügelt die Kurse an den Börsen weiter. Spekulationen über eine mögliche Zinssenkung der Europäischen Zentralbank (EZB) im März haben die Fantasie der Anleger angeregt und tragen dazu bei, dass Allzeithochs weiterhin gekauft werden. Auch die US-Notenbank Fed erwägt eine Zinssenkung, wobei die Wahrscheinlichkeit bei etwa 62 Prozent liegt. Die niedrigeren Zinsen machen riskantere Anlagen wie Aktien attraktiver, und diese Entwicklung unterstützt den Aufwärtstrend an den Märkten.

Neben den Zinssenkungsfantasien erhalten die Aktienmärkte Unterstützung von saisonalen Faktoren. Statistisch gesehen beginnen mit dem November die besten sechs Monate an den Börsen, was den DAX weiter antreibt. Seit seinem Tief Ende Oktober bei 14.630 Punkten hat der DAX bereits beachtliche 13,4 Prozent zugelegt.

Die Rallye am deutschen Aktienmarkt wurde maßgeblich von den Papieren der Siemens-Familie vorangetrieben. Die Aktien von Siemens Energy stiegen in den letzten vier Wochen um 24 Prozent, während die Titel der Siemens AG um 23 Prozent zulegten. Auch Unternehmen wie Continental, Vonovia, Fresenius, Adidas und HeidelbergCement konnten zweistellige Zuwachsraten in den letzten vier Wochen verbuchen. Die Unternehmen profitieren von den gesunkenen Zinsen und staatlichen Garantien, insbesondere Siemens Energy konnte von diesen Garantien profitieren.

Im Gegensatz zum DAX haben die großen US-Indizes, darunter der Dow Jones, bisher noch keine neuen Bestmarken erreicht. Der Dow Jones ist ein reiner Kurs-Index, während der DAX ein Performance-Index ist, der auch Dividendenzahlungen berücksichtigt. Dies erklärt teilweise die Unterschiede in der Wertentwicklung zwischen den beiden Märkten.

Der Goldpreis zeigt eine gewisse Volatilität und liegt aktuell bei 2.026 Dollar pro Feinunze, was einem Anstieg von 0,4 Prozent im Vergleich zum Vortag entspricht. Kurz zuvor hatte das Edelmetall ein neues Rekordhoch von 2.135 Dollar erreicht, was jedoch als Fehlausbruch angesehen wird. Die Ölpreise sind hingegen auf dem niedrigsten Stand seit Anfang Juli. Die Nordseesorte Brent kostet 74,49 Dollar pro Barrel, während die US-Sorte WTI erstmals seit Anfang Juli unter 70 Dollar gefallen ist. Dieser Preisverfall wird durch Zweifel an der Umsetzung der jüngsten Förderentscheidungen des Rohölkartells OPEC+ verursacht.

Die Kryptowährung Bitcoin notiert derzeit bei 40.600 Dollar und erreichte vorgestern mit 44.490 Dollar den höchsten Stand seit anderthalb Jahren. Investoren spekulieren auf die baldige Einführung eines sogenannten Spot-ETF in den USA, der direkte Investitionen in Bitcoin ermöglichen würde.

Google hat mit dem neuen Sprachmodell Gemini ehrgeizige Pläne im Bereich Künstliche Intelligenz. Gemini soll nicht nur mit dem Konkurrenzmodell GPT-4 von OpenAI mithalten können, sondern es sogar übertreffen. Diese Fortschritte in der KI werden als tiefgreifender Wandel betrachtet, der größere Auswirkungen haben könnte als die Einführung von Mobiltelefonen oder des Internets.

Der Fastfood-Konzern McDonald's plant eine Expansion seiner Restaurantkette auf 50.000 Läden innerhalb von vier Jahren. Dieses ehrgeizige Ziel soll bis 2027 erreicht werden, um das Umsatzwachstum zu steigern.

Die Aktie des Unternehmens Merck verzeichnete einen starken Kursrückgang von 13 Prozent. Dies war eine Reaktion auf den Fehlschlag in der klinischen Studie der Phase III des Multiple-Sklerose-Mittels Evobrutinib, das große Hoffnungen als Blockbuster-Potenzial hatte.

Die Aktie von Volkswagen legte um 5,3 Prozent zu, nachdem Untersuchungen keine Hinweise auf Zwangsarbeit in einem umstrittenen Werk in China ergeben hatten. Dieser Verdacht hatte zuvor auf den Aktien gelastet.

Die Aktionäre des Gesundheitskonzerns Fresenius müssen auf eine Dividende für das laufende Jahr verzichten. Dies ist eine Folge der Entscheidung des Vorstands, die Staatszuschüsse für Energiekosten der Helios-Krankenhäuser nicht zurückzuzahlen.

Marktberichte

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