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David Gardners Anleger-Weisheiten: Alt, Neu, Geliehen & Blau

Der Motley-Fool-Mitbegründer teilt zeitlose Lektionen für Anleger in seiner Podcast-Serie.

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David Gardners Anleger-Weisheiten: Alt, Neu, Geliehen & Blau

Der Mitbegründer des Motley Fool, David Gardner, hat in der elften Ausgabe seiner beliebten Podcast-Serie „Old, New, Borrowed, and Blue“ eine Reihe von Anleger-Weisheiten präsentiert. Die Episode, die am 2. September 2026 aufgenommen wurde, kombiniert scheinbar unzusammenhängende Themen zu einem kohärenten Ganzen – von einer World-Series-Lektion über Stichprobengrößen bis hin zu den überraschenden Parallelen zwischen Heidelbeeren und dem Zinseszins-Effekt.

Die Serie folgt einem traditionellen Hochzeitsbrauch: Bräute tragen an ihrem Hochzeitstag etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues für Glück. Gardner überträgt dieses Prinzip auf die Welt des Investierens und verknüpft verschiedene Themen zu einer unterhaltsamen und lehrreichen Episode.

Eine Lektion aus der World Series für Anleger

Im ersten Segment, „Etwas Altes“, griff Gardner auf einen Essay zurück, den er vor 17 Jahren für Motley Fool Stock Advisor verfasst hatte. Darin schilderte er die Geschichte der Philadelphia Phillies, die 2008 ihre ersten sechs Spiele der Saison verloren – darunter zwei Niederlagen gegen die damals schwächsten Washington Nationals. Ein kurzsichtiger Fan hätte nach diesen sechs Spielen seine Saisonkarten gekündigt. Doch die Phillies gewannen 92 Spiele, holten den Divisionstitel und schließlich die World Series.

„Sechs Spiele. Machen Sie keine Baseball-Saison daraus. Eine Handvoll Aktien macht keine Anlegerkarriere“, so die Botschaft Gardners. Er betont, dass ein guter Prozess eine ausreichende Stichprobengröße verdient. Der Fehler des verärgerten Fans: eine zu kleine Stichprobe, die zu einem völlig falschen Urteil führte.

Gardner untermauerte dies mit einer statistischen Studie des Nutzers „Spurle Jenks“, der zufällige Aktien aus der Scorecard von Stock Advisor simulierte. Die Ergebnisse sind bemerkenswert: Wer fünf zufällige Aktien kaufte, schlug den Markt in 71 Prozent der Fälle. Bei zehn Aktien stieg die Quote auf 83 Prozent, bei 20 Aktien auf 92 Prozent. Wer 50 Aktien hielt, lag in mehr als 99 Prozent der Fälle vor dem Markt.

Besonders bedeutsam: Gardner schrieb diesen Essay im April 2009 – auf dem Boden des schlimmsten Bärenmarktes seit der Großen Depression. „Ich sagte ihnen im Grunde: Beurteilen Sie nicht die ganze Saison aufgrund der schrecklichen Phase, die Sie gerade durchlebt haben“, erklärte er rückblickend.

Ein neues Zuhause für alte Weisheiten

Im Segment „Etwas Neues“ stellte Gardner die Website RuleBreakerInvesting.com vor, die vor rund einem Jahr im Zusammenhang mit seinem Buch gestartet wurde. Die Seite bietet ein kostenloses herunterladbares Bonuskapitel sowie einen Leitfaden für Investmentclubs. Besonders für Podcast-Hörer interessant: Die vergangenen zehn Bände von „Old, New, Borrowed, and Blue“ sind dort übersichtlich kuratiert.

Gardner kündigte zudem einen neuen Bereich namens „Signature Episodes“ an, der seine sechs oder sieben Lieblingsepisoden aus zwölf Jahren Podcast-Geschichte versammelt. „Es ist sehr effektiv, um es neuen Menschen in Ihrem Leben zu empfehlen, Menschen, die beginnen, Interesse am Aktienmarkt zu zeigen“, so Gardner.

Die Wahrheit über fallende und steigende Aktien

Ein weiterer Blogbeitrag, den Gardner teilte, fasst eine zentrale Erkenntnis in genau 350 Wörtern zusammen: „Aktien fallen immer schneller, als sie steigen, aber sie steigen immer mehr, als sie fallen.“ Marktrückgänge wie der Crash am 19. Oktober 1987 oder der COVID-Crash im März 2020 geschehen schnell und lösen panische Verkaufsreaktionen aus. Im Gegensatz dazu braucht ein Aufwärtstrend Zeit und sich aufbauende Beweise.

Doch der zweite Teil der Gleichung ist entscheidend: Langfristig betrachtet laufen die Märkte von links unten nach rechts oben. „Je länger Ihre Perspektive, desto größer der Berg. Das ist die Wahrheit des Aktienmarktes“, betont Gardner.

Heidelbeeren und der Zinseszins

Das Segment „Etwas Blaues“ widmete sich überraschenderweise der Heidelbeere. Gardner sieht in der Frucht eine Parallele zum Zinseszins-Effekt – eine ungewöhnliche, aber einprägsame Analogie für Anleger, die die Kraft des langfristigen Investierens verstehen wollen.

Gardner kündigte zudem an, dass in der kommenden Woche ein Rückblick auf fünf risikoreduzierte Aktien nach zehn Jahren folgen wird. „Ich denke, wir spielen wie das einzige Spiel im Stadion“, sagte er mit Blick auf die Langzeitanalyse seiner Aktienempfehlungen.

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