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Coinbase: Prognosemärkte erwarten schwaches Handelsvolumen im Q2

Händler auf Kalshi rechnen mit dem dritten Rückgang des Coinbase-Handelsvolumens in Folge – unter die Analystenerwartungen.

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Coinbase: Prognosemärkte erwarten schwaches Handelsvolumen im Q2

Coinbase steht vor einem weiteren schwierigen Quartal. Händler auf der Prognosemarktplattform Kalshi gehen davon aus, dass das Handelsvolumen der Kryptowährungs-Handelsplattform im zweiten Quartal 2026 erneut gesunken ist – und das zum dritten Mal in Folge. Ausschlaggebend dafür sind erneut fallende Bitcoin-Preise, die im zweiten Quartal um rund 12% nachgaben.

Die Spekulanten auf Kalshi zeigen sich zuversichtlich, dass das gesamte Handelsvolumen von Coinbase erstmals seit dem dritten Quartal 2024 unter die Marke von 200 Milliarden US-Dollar fallen wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Volumen die Schwelle von 160 Milliarden Dollar überschreitet, beziffern die Händler auf lediglich 41%. Dass es sogar über 170 Milliarden Dollar liegt, halten sie nur für 25% wahrscheinlich.

Diese Einschätzungen stehen im deutlichen Widerspruch zu den Konsensschätzungen der Analysten. Laut der Finanzdatenplattform FactSet erwarten Analysten ein Handelsvolumen von 168,5 Milliarden US-Dollar. Einzig das Szenario, dass das Volumen die 150-Milliarden-Dollar-Marke übertrifft, gilt mit einer Wahrscheinlichkeit von 99% als nahezu sicher.

Coinbase-Aktie unter Druck

Die schwachen Erwartungen spiegeln sich auch im Aktienkurs von Coinbase wider. Seit Bitcoin im Oktober 2025 seinen Höchststand erreichte, ist die Coinbase-Aktie um mehr als 55% gefallen. Zum Vergleich: Bitcoin selbst verlor in diesem Zeitraum knapp 50% an Wert. Die enge Korrelation zwischen dem Bitcoin-Kurs und dem Coinbase-Handelsvolumen zeigt sich damit einmal mehr deutlich.

Die vorangegangenen Rückgänge des Handelsvolumens im ersten Quartal 2026 und im vierten Quartal 2025 fielen ebenfalls in Zeiträume, in denen die Bitcoin-Preise einbrachen. Das Muster ist damit klar: Schwächelt Bitcoin, leidet auch das Geschäft von Coinbase unmittelbar, da das Handelsvolumen auf der Plattform direkt von der Aktivität der Krypto-Anleger abhängt.

Ergebnisbericht am 30. Juli erwartet

Coinbase wird seinen offiziellen Ergebnisbericht für das zweite Quartal 2026 voraussichtlich am 30. Juli vorlegen. Dann werden die tatsächlichen Zahlen Klarheit darüber bringen, ob die pessimistischen Einschätzungen der Prognosemärkte oder die optimistischeren Analystenerwartungen zutreffender waren.

Die Prognosen auf Kalshi basieren auf einem Kontrakt, der Händler fragt, ob das Handelsvolumen von Coinbase über verschiedenen Schwellenwerten liegen wird. Das Ergebnis wird anhand von Daten der Investment-Research-Plattform Fiscal.ai ermittelt. Prognosemärkte wie Kalshi gelten als alternative Informationsquelle, da sie die kollektive Einschätzung vieler Marktteilnehmer bündeln und häufig frühzeitig auf Abweichungen von Konsenserwartungen hinweisen.

Für deutsche Anleger, die in Coinbase oder den Kryptomarkt investiert sind, bleibt die Entwicklung des Bitcoin-Kurses damit der entscheidende Indikator für die operative Entwicklung der Plattform. Ein anhaltend schwaches Kryptoumfeld dürfte auch die Ergebnisse der kommenden Quartale belasten.

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