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Cloud-Startup Render sammelt 100 Millionen Dollar bei 1,5 Milliarden Bewertung

Das Unternehmen profitiert vom KI-Boom und verzeichnet über 100 Prozent Umsatzwachstum.

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Cloud-Startup Render sammelt 100 Millionen Dollar bei 1,5 Milliarden Bewertung

Das Cloud-Infrastruktur-Startup Render hat eine Finanzierungsrunde über 100 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 1,5 Milliarden Dollar abgeschlossen. Das in San Francisco ansässige Unternehmen profitiert vom anhaltenden Boom KI-gestützter Anwendungen und verzeichnet ein Umsatzwachstum von deutlich über 100 Prozent.

Mehr als 4,5 Millionen Entwickler nutzen mittlerweile die Plattform des 2018 gegründeten Unternehmens, wie Mitbegründer und CEO Anurag Goel mitteilte. Zu den Investoren der aktuellen Finanzierungsrunde zählen 01A, Addition, Bessemer Venture Partners, General Catalyst und Georgian Partners. Mit dem frischen Kapital will Render zusätzliches technisches Personal einstellen und neue Funktionen entwickeln.

Die Cloud-Computing-Branche, traditionell dominiert von Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud, ist seit der Einführung von ChatGPT im Jahr 2022 deutlich wettbewerbsintensiver geworden. Entwickler lassen zunehmend Software von KI-Modellen schreiben und suchen nach benutzerfreundlichen Plattformen, um diese Programme auszuführen.

Strategischer Ausbau eigener Infrastruktur

Render betreibt seine Dienste derzeit auf Amazon Web Services und der Google Cloud Platform. Kürzlich hat das Startup jedoch begonnen, den Einsatz eigener Server zu testen. Diese Initiative könnte die Betriebskosten senken und zu niedrigeren Preisen für Kunden führen, birgt allerdings auch das Risiko, stets ausreichend Kapazitäten vorhalten zu müssen.

Zu den Kunden von Render gehören namhafte Unternehmen wie Alibaba, CBS, Shopify und der KI-App-Entwickler Base44. Maor Shlomo, Gründer von Base44, ist nach der Übernahme seines Unternehmens durch Wix im vergangenen Juni sowohl Investor als auch Kunde geworden. Er hatte zuvor bei seinem vorherigen Startup Explorium AWS genutzt und wollte dieses Mal bewusst einen anderen Anbieter wählen.

Konkurrenz zu etablierten Anbietern

Render positioniert sich als moderne Alternative zu Heroku, dem Pionier der "Platform as a Service"-Kategorie. Salesforce hatte Heroku 2011 für rund 217 Millionen Dollar übernommen, kündigte jedoch Anfang Februar an, die Entwicklung neuer Funktionen zurückzufahren. Diese Entscheidung könnte Render weiteren Rückenwind verschaffen.

Selbst OpenAI nutzt Render für seine Codex-Coding-App, über die Nutzer ihre Web-Anwendungen bereitstellen können. Alternativ stehen auch Cloudflare, Netlify und Vercel zur Verfügung. Vercel, ein direkter Konkurrent, hatte im September eine Finanzierungsrunde bei einer Bewertung von 9,3 Milliarden Dollar abgeschlossen.

Laut Goel wechseln bereits Unternehmen von Vercel zu Render, darunter der KI-Tabellenkalkulationsspezialist Shortcut. Hilfreich sei zudem, dass ChatGPT Nutzern in bestimmten Szenarien empfehle, Render in Betracht zu ziehen. Mit rund 100 Mitarbeitern plant das Unternehmen nun, seine Position im wachsenden Markt für entwicklerfreundliche Cloud-Infrastruktur weiter auszubauen.

RenderCloud-ComputingStartup-FinanzierungKi-AnwendungenPlatform As A Service

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