ANZEIGE

Christine Lagarde verspricht weiterhin hohe Zinsen

Die Äußerungen der EZB-Präsidentin in Davos schüren die Erwartung weiterer großer Zinserhöhungen

•• 3 Min
Christine Lagarde verspricht weiterhin hohe Zinsen

Christine Lagarde warnte die Finanzmärkte am Donnerstag, dass die Europäische Zentralbank entschlossen sei, "den Kurs beizubehalten", und signalisierte, dass weitere große Zinserhöhungen bevorstünden, um die Inflation zu senken.

Die EZB-Präsidentin sagte auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, dass die Märkte ihre Ansicht, die Zentralbank werde ihre Zinserhöhungen bald verlangsamen, aufgeben sollten, da es Anzeichen dafür gebe, dass die Inflation in der Eurozone ihren Höhepunkt erreicht habe.

"Ich würde [die Finanzmärkte] auffordern, ihre Position zu überdenken; sie wären gut beraten, dies zu tun", sagte sie auf einem Podium.

Unmittelbar nach Lagardes hawkishen Äußerungen stieg der Euro gegenüber dem Dollar um 0,2 Prozent und notierte bei 1,0821 Dollar. Die Kreditkosten der Regierungen der Eurozone stiegen ebenfalls.

Es wird erwartet, dass der EZB-Rat auf seiner nächsten Sitzung am 2. Februar den Leitzins für Einlagen um 50 Basispunkte auf 2,5 Prozent anhebt. Lagardes Äußerungen erhöhen die Chancen auf eine weitere Anhebung um 50 Basispunkte auf der nächsten Ratssitzung im März.

Silvia Dall'Angelo, leitende Ökonomin beim Vermögensverwalter Federated Hermes, sagte: "Kurzfristig ist der Weg der EZB vorgezeichnet und die Zinsen werden in den kommenden Monaten weiter steigen".

Die EZB hat die Zinssätze im letzten Jahr um insgesamt 2,5 Prozentpunkte angehoben, um einen Preisanstieg zu bekämpfen, bei dem die Inflation im Oktober ein Allzeithoch von 10,6 Prozent erreichte. Die Zinssätze in der Eurozone sind jedoch nach wie vor niedriger als die Kreditkosten in den USA und Großbritannien.

Die Märkte gehen zunehmend davon aus, dass sich die US-Zinsen ihrem Höhepunkt nähern und dass die US-Notenbank in den kommenden Monaten von einer Zinserhöhung um einen halben auf einen Viertelpunkt übergehen wird. Diese Erwartung kleinerer Zinserhöhungen in den USA hat zu Spekulationen geführt, dass andere Zinssetzer diesem Beispiel folgen könnten.

Krishna Guha vom Marktforschungsunternehmen Evercore ISI erklärte jedoch, dass die EZB "früher im Straffungszyklus ist als die Fed" und dass ihr "Standardpfad" darin bestehe, sowohl bei der Februar- als auch bei der Märzsitzung mit Halbpunktanhebungen fortzufahren.

Lagarde fügte hinzu, dass die Gesamtinflation, die Kerninflation und alle anderen Inflationsmaße der Zentralbank in Frankfurt weiterhin Sorgen bereiten. "Die Inflation ist nach allem, was man hört, viel zu hoch", sagte sie.

Die Gesamtinflation ist in den letzten Monaten gesunken, aber die Kerninflationsrate - die die Entwicklung der Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt und als besserer Maßstab für den zugrunde liegenden Preisdruck gilt - stieg im Dezember auf 5,2 Prozent, gegenüber 5 Prozent im Vormonat.

"Es wird einige Monate dauern, bis die Kerninflation auf ein Niveau sinkt, das die EZB beruhigt", sagt Frederik Ducrozet, Ökonom bei Pictet Wealth Management. "Praktisch alle EZB-Beamten scheinen sich in ihrem Kampf gegen die Inflation einig zu sein, Tauben wie Falken gleichermaßen."

Lagarde sagte, dass die Zinssätze lange genug "im restriktiven Bereich" bleiben müssten, um sicherzustellen, dass die Inflation "rechtzeitig" wieder auf das Ziel der Bank von 2 Prozent gesenkt wird.

Die Äußerungen der Kommissarin fielen, als italienische Staatsanleihen im Laufe des Tages abverkauft wurden und die Rendite der 10-jährigen Anleihe des Landes um 0,09 Prozentpunkte auf 3,83 Prozent stieg. Die Renditen von Anleihen verhalten sich umgekehrt zu den Kursen und steigen tendenziell, wenn höhere Zinsen erwartet werden.

Der Ausverkauf erstreckte sich auch auf andere Anleihen der Eurozone: Die Rendite der zweijährigen deutschen Staatsanleihe stieg im Laufe des Tages und lag am späten Vormittag um 0,06 Prozentpunkte höher bei 2,51 Prozent.

Der regionale Stoxx Europe 600 fiel um 1,3 Prozent, wobei alle Sektoren im negativen Bereich lagen. Der deutsche Dax und der französische Cac 40 verloren jeweils 1,4 Prozent.

Lagarde fügte hinzu, dass der robuste Arbeitsmarkt in der Eurozone zu höheren Löhnen führen könnte.

"Der Arbeitsmarkt in Europa war noch nie so dynamisch wie jetzt", sagte sie. "Die Arbeitslosenzahl ist im Vergleich zu den letzten 20 Jahren auf einem Tiefstand. Und auch die Erwerbsquote, die ebenfalls wichtig ist, liegt auf einem sehr, sehr hohen Niveau und ist im gesamten Euroraum ziemlich homogen."

Die EZB-Chefin zeigte sich erfreut über die verbesserten Signale aus der Wirtschaft der Eurozone. "Die Nachrichten waren in den letzten Wochen viel positiver", sagte sie. "Es wird kein glänzendes Jahr [2023], aber viel besser als befürchtet."

GeldpolitikEZBEuropäische ZentralbankWeltwirtschaftsforum Christine Lagarde

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.