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Chinesische Chipaktien steigen nach Fünfjahresplan aus Peking

Peking stellt Fünfjahresplan vor – Chipaktien legen zu

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Chinesische Chipaktien steigen nach Fünfjahresplan aus Peking

Chinesische Chip-Aktien sind am Dienstag deutlich gestiegen, nachdem Peking einen neuen Fünfjahresplan für die Elektronikindustrie vorgestellt hat. Die Regierung will damit die heimische Lieferkette stärken und technologische Durchbrüche vorantreiben – ein strategischer Schritt angesichts zunehmender US-Beschränkungen im Halbleitersektor.

Der Plan, der gemeinsam vom Ministerium für Industrie und Informationstechnologie sowie der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission veröffentlicht wurde, umfasst den Zeitraum 2026 bis 2030. Er legt insgesamt 17 Aufgaben fest, die darauf abzielen, die Grundlagen der chinesischen elektronisch-informationstechnischen Fertigungsindustrie zu stärken, neue Wachstumsbereiche zu erschließen und die Widerstandsfähigkeit der industriellen Lieferketten zu verbessern.

Besonders im Fokus stehen dabei die Halbleiterunternehmen. Die Politik betont die Stärkung der Fähigkeiten im Bereich integrierter Schaltkreise und die Beschleunigung von Durchbrüchen bei Schlüsseltechnologien. Zudem soll die Koordination innerhalb der inländischen Lieferkette verbessert werden. Chinas umfassender 15. Fünfjahresplan identifiziert integrierte Schaltkreise ebenfalls als strategischen Bereich für die technologische Entwicklung der gesamten Wertschöpfungskette und fordert Durchbrüche bei Schwachstellen in Industrie- und Lieferketten.

Marktreaktion fällt positiv aus

Die Anleger reagierten umgehend auf die Ankündigung. Cambricon Technologies legte um 4,2 Prozent zu, Moore Threads gewann 1,4 Prozent und Hua Hong Semiconductor stieg um 0,3 Prozent. Semiconductor Manufacturing International Corp. (SMIC) blieb hingegen nahezu unverändert. NAURA Technology, ein großer Anbieter von Halbleiterausrüstung, verzeichnete einen Anstieg von 2,6 Prozent.

Die Regierung erwartet ehrgeizige wirtschaftliche Ergebnisse: Der Umsatz bei großen Unternehmen der elektronisch-informationstechnischen Fertigung soll bis 2030 die Marke von 30 Billionen Yuan übersteigen. Gleichzeitig soll die Forschungs- und Entwicklungsaufwandintensität der Branche auf 3,5 Prozent steigen.

Strategische Bedeutung vor dem Hintergrund der US-Restriktionen

Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Peking weiterhin auf eine höhere Selbstversorgung bei Halbleitern drängt. Hintergrund sind die zunehmenden US-Beschränkungen für fortschrittliche Chips, Ausrüstung und Speichertechnologien. Die chinesische Regierung hat sich daher verstärkt auf inländische Alternativen konzentriert, die das Chipdesign, die Fertigung, die Ausrüstung und die Materialien umfassen.

Der politische Hintergrund ist insbesondere für SMIC und Hua Hong als Chinas führende Auftragsfertiger (Foundries) sowie für Cambricon und Moore Threads relevant, die inländische KI-Beschleuniger und Computing-Produkte entwickeln.

Preissteigerungen bei Cambricon als zusätzlicher Impuls

Cambricon profitiert zudem von einem Preishintergrund, der die Engpässe in der chinesischen KI-Chip-Branche verdeutlicht. Wie Reuters vergangene Woche berichtete, hat Cambricon den Preis seines Next-Generation-690-Prozessors um 20 bis 30 Prozent erhöht. Grund dafür ist ein Mangel an High-Bandwidth-Speicher (HBM). US-Beschränkungen für den Export fortschrittlicher HBM haben es chinesischen Chipherstellern erschwert, den benötigten Speicher zu beschaffen.

Gegenläufige globale Trends bei KI-Aktien

Die politische Ankündigung aus Peking erfolgt vor einem herausfordernderen Hintergrund für KI-bezogene Aktien weltweit. US-Chiphersteller verkauften am Montag massiv ab, nachdem Führungskräfte großer KI-Unternehmen angesichts von Sicherheitsbedenken für ein langsameres Tempo der KI-Entwicklung plädiert hatten. Der PHLX-Halbleiterindex fiel um 5,9 Prozent.

Während die globalen Märkte somit unter Druck stehen, setzt die chinesische Regierung mit ihrem Fünfjahresplan ein klares Zeichen für die strategische Bedeutung der heimischen Halbleiterindustrie – und gibt den chinesischen Chip-Aktien damit einen eigenen, positiven Impuls.

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