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Chinas fünf größte Banken steigern Gewinne um bis zu fünf Prozent

Niedrigere Einlagenkosten gleichen schwache Kreditnachfrage aus und treiben Gewinnwachstum.

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Chinas fünf größte Banken steigern Gewinne um bis zu fünf Prozent

Die fünf größten Banken Chinas haben im ersten Halbjahr ein Gewinnwachstum zwischen drei und fünf Prozent verzeichnet. Niedrigere Einlagenkosten halfen dabei, den Druck durch die weiterhin schwache Kreditnachfrage auszugleichen. Dies geht aus den aktuellen Halbjahresberichten der Geldhäuser hervor.

Die Bank of China führte das Feld mit einem Gewinnplus von 5,1 Prozent an. Dicht dahinter folgte die Agricultural Bank of China mit einem Anstieg von 4,9 Prozent. Die China Construction Bank legte um 4,6 Prozent zu, während die Bank of Communications ein Wachstum von 4,0 Prozent meldete. Die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), die weltweit größte Bank nach Bilanzsumme, verzeichnete einen Gewinnanstieg von 3,3 Prozent.

Beste Performance seit 2022

Bei vier der fünf Institute markierte das Gewinnwachstum im ersten Halbjahr die beste Performance seit dem gleichen Zeitraum des Jahres 2022. Die Bank of Communications erzielte ihr bestes Ergebnis seit 2023. Die positiven Zahlen sind umso bemerkenswerter, als die chinesische Wirtschaft weiterhin mit einer Abschwächung kämpft und die inländische Kreditnachfrage entsprechend schwach bleibt.

Die Gewinnsteigerungen resultierten teilweise daraus, dass die Banken teurere Einlagen, die zu Jahresbeginn ausliefen, zu günstigeren Konditionen neu verzinsten. Diese geringeren Einlagenkosten entlasteten den Druck auf die Zinsmargen, der durch die schwache Kreditnachfrage entstanden war.

Erster Anstieg der Nettozinsspanne seit 2022

Daten aus dem breiteren kommerziellen Bankensektor Chinas zeigen, dass sich die durchschnittlichen Nettozinsspannen im zweiten Quartal gegenüber dem Vorquartal um einen Basispunkt auf 1,41 Prozent erhöhten. Dies war der erste quartalsweise Anstieg seit 2022, als Immobilienkreditausfälle die chinesische Wirtschaft stark belasteten.

Trotz der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr äußerten Bankvorstände jedoch Besorgnis. Sie warnen, dass der Vorteil günstigerer Einlagen nachlassen könnte, solange die schwache Kreditnachfrage die Kreditgeber weiterhin belastet. Die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung in China bleibt damit ein zentraler Risikofaktor für die großen Geldhäuser des Landes.

Für deutsche Anleger sind die Entwicklungen bei den chinesischen Großbanken von Bedeutung, da viele von ihnen über Fonds oder direkt in chinesischen Aktien engagiert sind. Die Institute sind zudem wichtige Indikatoren für die Gesundheit der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

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