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Charles Schwab startet direkten Bitcoin- und Ethereum-Handel für Kunden

Der US-Broker Charles Schwab tritt mit dem neuen Dienst Schwab Crypto in direkten Wettbewerb mit Robinhood und Co.

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Charles Schwab startet direkten Bitcoin- und Ethereum-Handel für Kunden

Charles Schwab, einer der größten Broker der USA, steigt in den direkten Kryptohandel ein. Über einen neuen Geschäftsbereich namens Schwab Crypto können Kunden künftig Bitcoin und Ether direkt kaufen und handeln. Das Unternehmen gab dies am Donnerstag bekannt und tritt damit in direkte Konkurrenz zu Plattformen wie Robinhood, die vor allem jüngere Anleger ansprechen.

Schwab hatte sich bereits seit Monaten öffentlich zum wachsenden Interesse seiner Kunden an Krypto-Investitionen geäußert. Mit dem nun angekündigten Schritt reagiert der Broker konkret auf diese Nachfrage. Die Funktion soll in den kommenden Wochen für Kunden verfügbar sein.

Eigenes Konto für Krypto-Bestände

Jonathan Craig, Leiter des Bereichs Retail Investing bei Charles Schwab, erklärte die Motivation hinter dem Schritt: „Wir wissen, dass unsere Kunden einen größeren Teil ihres Finanzlebens bei Schwab abwickeln möchten." Craig ergänzte: „Mit Schwab Crypto können Kunden, die einen direkten Zugang zu dieser Anlageklasse wünschen, diese neben ihren anderen Investments handeln und gleichzeitig von dem Service, den Bildungsangeboten und den Analysen profitieren, die sie von uns erwarten."

Ein wichtiges technisches Detail des neuen Angebots ist die Verwahrungslösung: Schwab arbeitet dabei mit dem Unternehmen Paxos zusammen. Dadurch werden Krypto-Bestände in einem separaten Schwab-Konto geführt – getrennt vom klassischen Brokerage-Depot. Diese Trennung bietet Kunden eine klare Übersicht über ihre verschiedenen Anlageklassen und entspricht regulatorischen Anforderungen an die Verwahrung digitaler Vermögenswerte.

Schwab im Wettbewerb mit jüngeren Fintech-Plattformen

Mit dem Einstieg in den Kryptohandel positioniert sich Schwab gezielt gegen Anbieter wie Robinhood, die seit Jahren den direkten Handel mit digitalen Währungen anbieten und damit vor allem eine jüngere, technikaffine Zielgruppe gewonnen haben. Für Schwab, das traditionell eher etablierte und vermögendere Anleger bedient, ist dies ein strategischer Schritt zur Erweiterung seiner Kundenbasis.

Der Schritt zeigt zudem, wie stark der Kryptomarkt inzwischen im Mainstream der Finanzbranche angekommen ist. Immer mehr traditionelle Finanzinstitute und Broker integrieren digitale Währungen in ihr Produktangebot, um keine Marktanteile an spezialisierte Krypto-Plattformen zu verlieren.

Trotz der positiven Ankündigung reagierte die Schwab-Aktie am Donnerstag mit einem Minus von rund 2 Prozent. Hintergrund waren die zeitgleich veröffentlichten Quartalsergebnisse des Unternehmens, die den Kurs belasteten. Die Krypto-Ankündigung allein konnte die Verluste nicht ausgleichen.

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