ANZEIGE

EZB-Studie: Wer besitzt Kryptowährungen im Euroraum wirklich?

Eine neue EZB-Analyse zeigt: Krypto-Besitzer in Europa sind überwiegend männlich, jung und wohlhabend – mit großen Unterschieden zwischen den Ländern.

•• 3 Min
EZB-Studie: Wer besitzt Kryptowährungen im Euroraum wirklich?

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat eine umfassende Analyse des Kryptowährungsbesitzes im Euroraum veröffentlicht. EZB-Ökonom Alejandro Zamora-Pérez wertete dafür Mikrodaten aus einer Zahlungsverhaltensstudie aus dem Jahr 2022 aus. Das Ziel: ein klares Bild davon zu zeichnen, wer im Euroraum tatsächlich Kryptowährungen besitzt – und warum.

Die unmissverständlichste Erkenntnis der Studie lautet: 67 Prozent der Kryptobesitzer im Euroraum sind männlich. Tendenziell handelt es sich um jüngere Männer mit verfügbarem Kapital. Das Klischee des „Krypto-Bros" findet damit eine solide statistische Grundlage.

Große Unterschiede zwischen den europäischen Ländern

Besonders aufschlussreich sind die erheblichen Unterschiede zwischen den einzelnen EU-Mitgliedstaaten. Österreich und Irland gelten als die kryptofreundlichsten Länder im Euroraum: Dort besitzen sogar Angehörige der Boomer-Generation mit höherer Wahrscheinlichkeit Kryptowährungen als italienische Millennials. Ein bemerkenswerter Befund, der zeigt, wie stark nationale Faktoren das Anlageverhalten beeinflussen.

Die baltischen Staaten sowie Griechenland weisen dagegen ein extrem ausgeprägtes Generationenprofil auf. Dort gehören die höchsten Eigentumsquoten der Generation Z, während ältere Bevölkerungsgruppen kaum Kryptowährungen halten. Die Studie verdeutlicht damit, dass Alter allein kein universeller Erklärungsfaktor ist – der kulturelle und wirtschaftliche Kontext spielt eine entscheidende Rolle.

Zamora-Pérez stellt in seiner Analyse fest, dass Geschlecht und Generationszugehörigkeit zwar weiterhin relevante Faktoren sind, jedoch teilweise als Stellvertreter für eine allgemeine Online-Affinität und die Vertrautheit mit digitalen Zahlungsmethoden fungieren. Wer digital versiert ist, greift eher zu Krypto – unabhängig von Alter oder Geschlecht.

Krypto als Ergänzung – nicht als Ersatz

Ein zentrales Ergebnis der Studie ist, dass Kryptowährungsbesitz im Euroraum überwiegend eine Ergänzung zu bestehenden Anlagen darstellt – und kein Ersatz dafür. Kryptobesitzer verfügen deutlich häufiger über klassische Anlageprodukte als der Durchschnittsbürger der Eurozone. Gleichzeitig halten sie mit signifikant höherer Wahrscheinlichkeit auch große Reserven an physischem Bargeld.

Statistisch hochsignifikant ist zudem ein weiterer Befund: Kryptobesitzer gaben in der Umfrage wesentlich häufiger als andere Teilnehmer an, einen Teil ihres Einkommens in bar zu erhalten. Zamora-Pérez verzichtet in seiner Studie bewusst auf Spekulationen darüber, welche Berufsprofile dahinterstecken könnten.

Die Studie unterscheidet außerdem klar zwischen Kryptobesitzern und tatsächlichen Krypto-Zahlern. Die Mehrheit der europäischen Kryptoinhaber betreibt lediglich sogenanntes „HODLing" – sie halten ihre digitalen Vermögenswerte, ohne damit aktiv zu bezahlen. Diejenigen, die Krypto tatsächlich für Zahlungen nutzen, ähneln den HODLern in Bezug auf Geschlecht, Bildung und Einkommen, legen jedoch deutlich größeren Wert auf Privatsphäre bei Transaktionen. Sie schätzen die Geschwindigkeit digitaler Zahlungen, möchten aber kein Bargeld mit sich führen müssen.

Digitaler Euro als mögliche Alternative

Die Erkenntnisse der Studie fallen in eine Zeit, in der die EZB die Endphase der Genehmigung für die Einführung des digitalen Euro durchläuft. Die neueste Spezifikation sieht vor, dass Nutzer Guthaben von bis zu 3.000 Euro in einer digitalen Brieftasche halten können. Offline-Transaktionen sollen dabei mit vollständiger, bargeldähnlicher Privatsphäre möglich sein – nur die beiden Transaktionsparteien wissen von dem Vorgang.

Damit bietet der digitale Euro nach Einschätzung der Studie eine noch bessere Privatsphäre als Bitcoin, da es keine permanente Blockchain gibt, die nachträglich analysiert werden kann. Möglicherweise übertrifft er sogar Bargeld in puncto Anonymität, da digitale Token – anders als Banknoten – nicht auf DNA oder andere Rückstände untersucht werden können.

Die Schlussfolgerung der Studie ist damit durchaus provokant: Europäische Krypto-Bros könnten zu den ersten Nutzern einer digitalen Zentralbankwährung werden – ausgerechnet jenes Instruments, das von vielen in der Krypto-Community skeptisch betrachtet wird.

Kryptowährung EuroraumEzb Studie KryptoDigitaler EuroKryptobesitzer EuropaHodlingKrypto ZahlungsverhaltenEzb Digitale Währung

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.