ANZEIGE

Centrica strebt zusätzliche Finanzierung in Milliardenhöhe an

Der Schritt des größten britischen Stromversorgers für Privathaushalte ist das jüngste Anzeichen dafür, dass sich die Spannungen in der Branche ausweiten

•• 3 Min
Centrica strebt zusätzliche Finanzierung in Milliardenhöhe an

Der Eigentümer von British Gas, Centrica, führt Gespräche mit Banken, um zusätzliche Kredite in Höhe von mehreren Milliarden Pfund zu erhalten, um den durch die extreme Volatilität der Energiemärkte gestiegenen Bedarf an Sicherheiten zu decken.

Personen, die mit den Gesprächen vertraut sind, bezeichneten den Antrag des FTSE 100-Unternehmens auf zusätzliche kurzfristige Finanzierung als "präventiv" für den Fall, dass sich die Situation verschlechtert.

Der Schritt des größten britischen Gas- und Stromversorgers für Privathaushalte ist das jüngste Anzeichen für die Spannungen, die sich im gesamten Energiesektor ausbreiten, da Russlands Kürzungen der Gaslieferungen nach Europa die Großhandelspreise in die Höhe schnellen lassen.

Die Beträge, die Stromerzeuger in ganz Europa als Sicherheiten bei den Handelsbörsen hinterlegen müssen, sind in die Höhe geschossen, da die Großhandelspreise weiter in die Höhe schießen. Der finnische Wirtschaftsminister warnte davor, dass sich das Problem zu einer "Version von Lehman Brothers im Energiesektor" ausweiten könnte.

Sowohl Finnland als auch Schweden kündigten am Wochenende finanzielle Notmaßnahmen für ihre Stromerzeuger an, um zu verhindern, dass eine Liquiditätskrise ihre Strommärkte lahmlegt und auf den Finanzsektor übergreift. Die europäischen Gaspreise sprangen am Montag um 20 Prozent in die Höhe, nachdem Russland erklärt hatte, es sei unwahrscheinlich, dass es die Nord Stream 1-Pipeline wieder in Betrieb nehme, wenn die westlichen Sanktionen nicht aufgehoben würden.

Der Antrag von Centrica auf zusätzliche Finanzierung durch die Banken könnte Liz Truss, die neue britische Premierministerin, unter Druck setzen, zusätzliche kurzfristige Finanzierungshilfen für den Energiesektor in Betracht zu ziehen.

Energy UK, der Branchenverband, der rund 100 Energieunternehmen vertritt, bat die Regierung am Sonntag um Unterstützung und erklärte, man sei "wirklich besorgt über die Situation in diesem Winter in Bezug auf die [finanzielle] Liquidität".

Der Versuch von Centrica, zusätzliche kurzfristige Kredite zu erhalten, wirft ein Schlaglicht auf die Summen, die die Versorgungsunternehmen an den Börsen aufbringen müssen.

Vor drei Jahren gab das Unternehmen bekannt, dass es sich bei 21 Banken eine revolvierende Kreditfazilität in Höhe von 4,2 Mrd. £ gesichert hat, die bis mindestens 2024 laufen wird. Nach Angaben von Energiehändlern sind die Unternehmen des Sektors kurz davor, ihre Kreditlinien auszuschöpfen.

Eine mit der Situation vertraute Person sagte, Centricas Vorgehen spiegele den "konservativen" Ansatz des Vorstandsvorsitzenden Chris O'Shea bei der Verwaltung der Bilanzen wider. Eine andere Person sagte, es sei aus "einem Übermaß an Vorsicht" geboren. Centrica lehnte eine Stellungnahme ab.

Eurelectric, die 3.500 europäische Versorgungsunternehmen vertritt, warnte am Montag, dass die stark ansteigenden Sicherheitsanforderungen, denen sich die Stromerzeuger gegenübersehen, Anlass zu "großer Sorge" geben. Ihr Generalsekretär Kristian Ruby forderte, dass es den Unternehmen erlaubt sein sollte, unbare Sicherheiten wie Bankgarantien zu stellen, um einen Liquiditätsengpass zu vermeiden.

Die Analysten von RBC Capital Markets warnten, dass "selbst die stärksten Versorgungsunternehmen einem enormen Druck in Bezug auf die Zahlung von Sicherheiten ausgesetzt sind".

Energieunternehmen in ganz Europa und insbesondere in Deutschland haben sich in diesem Jahr um zusätzliche zugesagte Liquiditätsfazilitäten von Banken bemüht, da ihr Bedarf an Sicherheiten in die Höhe geschnellt ist, wie mit den Finanzierungen vertraute Personen berichten.

Die Fazilitäten haben in der Regel eine Laufzeit von 12 bis 24 Monaten und sollen entweder anstelle der revolvierenden Kreditfazilitäten der Unternehmen in Anspruch genommen werden oder als zusätzlicher Puffer dienen, wenn die Kreditlinien der Unternehmen voll ausgeschöpft sind, sagte einer der Personen.

Bislang waren die Banker bereit, den Kundenwünschen nachzukommen, da die meisten Energieversorger über ein Investment-Grade-Rating verfügen und sie mit einer erheblichen staatlichen Unterstützung rechnen, fügten die Personen hinzu.

Doch selbst zusätzliche Fazilitäten reichten nicht aus, um die steigenden Margenanforderungen einiger Energieunternehmen zu decken, die gleichzeitig nach teuren alternativen Gaslieferungen aus anderen Ländern suchen.

Im Juli beschloss die deutsche Regierung ein 15-Milliarden-Euro-Rettungspaket für Uniper, Europas größten Abnehmer von russischem Gas, nachdem das Unternehmen eine im Januar aufgenommene Kreditlinie der staatlichen Förderbank KfW in Höhe von 9 Milliarden Euro vollständig in Anspruch genommen hatte.

Der Mehrheitseigentümer von Uniper, der finnische Konzern Fortum, warnte kürzlich, dass sein Bedarf an Sicherheiten innerhalb einer einzigen Woche um 1 Mrd. EUR auf 5 Mrd. EUR gestiegen sei.

GroßbritannienGasCentrica Finanzen

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.