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Capstone Copper plant 3 Milliarden US-Dollar Investition in Chile

Der kanadische Bergbaukonzern will in der Region Atacama seine Kupferproduktion bis 2031 verdoppeln.

• 2 Min
Capstone Copper plant 3 Milliarden US-Dollar Investition in Chile

Der kanadische Bergbaukonzern Capstone Copper hat am Montag einen Investitionsplan in Höhe von 3 Milliarden US-Dollar für die chilenische Region Atacama angekündigt. Das geht aus Angaben des chilenischen Bergbauministeriums hervor, über die das Fachportal Mining Weekly berichtet. Im Mittelpunkt steht der Ausbau der Kupferproduktion des Unternehmens in Chile.

Von der Gesamtsumme entfallen 2,3 Milliarden US-Dollar auf das Projekt Santo Domingo. Hinzu kommen 220 Millionen US-Dollar für zwei kurzfristig angelegte Projekte im Bereich Mantoverde. Mit diesen Investitionen soll die Kupferproduktion von Capstone in Chile bis 2031 verdoppelt werden.

Mehr als 8.000 Beschäftigte in der Spitzenphase

Auf dem Bauplatz von Santo Domingo werden in der Spitzenphase nach Angaben des Ministeriums mehr als 8.000 Beschäftigte tätig sein. Damit dürfte das Vorhaben auch für den regionalen Arbeitsmarkt in der Atacama-Region erheblich an Gewicht gewinnen.

Für deutsche Anleger ist die Ankündigung vor allem vor dem Hintergrund der globalen Kupfernachfrage relevant. Kupfer gilt als Schlüsselrohstoff für die Energiewende, für den Ausbau der Stromnetze, für Elektrofahrzeuge sowie für den Bau von Wind- und Solaranlagen. Chile zählt zu den bedeutendsten Kupferproduzenten der Welt, weshalb Investitionsentscheidungen großer Bergbaukonzerne in dem südamerikanischen Land regelmäßig als Indikator für das künftige Angebot an dem Industriemetall gelten.

Einordnung des Investitionsplans

Auffällig ist die Aufteilung des Kapitals: Der weitaus größte Teil der Summe fließt in ein einzelnes Großprojekt, während ein vergleichsweise kleiner Betrag für kurzfristige Vorhaben im bestehenden Revier Mantoverde vorgesehen ist. Die kurzfristigen Projekte könnten dazu dienen, schneller zusätzliche Produktionsmengen zu erschließen, während Santo Domingo als langfristiges Wachstumsprojekt angelegt ist. Eine solche Staffelung ist im Bergbau üblich, weil große Vorhaben mehrere Jahre von der Planung bis zur ersten Förderung benötigen.

Das chilenische Bergbauministerium hat die Angaben veröffentlicht. Weitere Details etwa zur Finanzierung des Vorhabens, zum genauen Zeitplan der einzelnen Bauabschnitte oder zur erwarteten jährlichen Fördermenge gehen aus der Mitteilung nicht hervor. Auch Angaben dazu, wie sich die Investitionen auf die Bilanz oder eine mögliche Ausschüttungspolitik von Capstone Copper auswirken könnten, enthält die Ankündigung nicht.

Kupfer wird an den internationalen Rohstoffbörsen gehandelt und unterliegt starken Preisschwankungen. Bergbauunternehmen planen ihre Investitionen daher typischerweise in mehreren Phasen und passen sie an die Marktlage an. Für Aktionäre bedeutet das: Die angekündigte Verdopplung der chilenischen Produktion bis 2031 ist ein ambitioniertes Ziel, das an die erfolgreiche Umsetzung mehrerer Projektstufen gebunden bleibt.

Ob und wann die angekündigten Summen tatsächlich abfließen, hängt unter anderem von Genehmigungsverfahren, Baufortschritt und der Entwicklung der Kupferpreise ab. Diese Faktoren werden in der vorliegenden Mitteilung des Ministeriums nicht beziffert. Anleger sollten die weitere Berichterstattung des Unternehmens zu Santo Domingo und Mantoverde daher aufmerksam verfolgen, um den Fortschritt des Investitionsprogramms einordnen zu können.

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