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Canada Nickel und Swiss Steel planen transatlantische Stahl-Partnerschaft

Canada Nickel will Swiss Steel ab 2030 jährlich rund eine Million Tonnen halbfertige Stahlprodukte liefern – die Aktie steigt deutlich.

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Canada Nickel und Swiss Steel planen transatlantische Stahl-Partnerschaft

Canada Nickel (TSXV: CNC) erkundet eine langfristige strategische Partnerschaft mit Swiss Steel zur Lieferung von Stahlprodukten aus Kanada. Wie das Unternehmen mitteilte, haben beide Seiten eine Vereinbarung unterzeichnet, die die potenzielle Zusammenarbeit skizziert. Die Aktie des kanadischen Nickel-Entwicklers reagierte auf die Nachricht mit deutlichen Kursgewinnen.

Im Rahmen des Abkommens würde Canada Nickel dem europäischen Stahlhersteller Swiss Steel ab dem Jahr 2030 den Zugang zu rund einer Million Tonnen halbfertiger Stahlprodukte pro Jahr gewähren. Damit sichert sich Swiss Steel langfristig ein erhebliches Volumen an Vormaterialien für seine Weiterverarbeitung. Die Vereinbarung ist bislang eine Absichtserklärung und keine abgeschlossene Lieferverpflichtung.

„Diese beabsichtigte Partnerschaft unterstützt ein wichtiges Element unserer Strategie: Den Fokus auf unseren eigenen industriellen Fußabdruck bei gleichzeitiger Sicherung eines flexiblen Zugangs zu wettbewerbsfähigen, kohlenstoffarmen Vormaterialien“, sagte Frank Koch, CEO von Swiss Steel. Der Manager stellt damit die Versorgungssicherheit und die Klimabilanz der bezogenen Materialien in den Mittelpunkt.

An der Börse kam die Nachricht gut an: Die Aktien von Canada Nickel stiegen am Montagmorgen in Toronto um 7,61 Prozent auf 99 Cent je Stück. Der Kursanstieg unterstreicht die Erwartung der Anleger, dass sich aus der geplanten Kooperation ein langfristiges Geschäftsmodell entwickeln könnte.

Europäische Märkte im Fokus

Die Nachricht fällt in einen Zeitraum, in dem Canada Nickel sein Crawford-Nickel-Projekt in Timmins, Ontario, vorantreibt. Über seine Tochtergesellschaft NetZero Metals will das Unternehmen das von der Mine produzierte Nickel-Chrom-Magnetit-Konzentrat in Edelstahl- und Spezialstahlprodukte für die kanadischen und europäischen Märkte umwandeln. Die geplante Partnerschaft mit Swiss Steel würde damit einen direkten Absatzkanal für diese Produkte eröffnen.

„Während Kanada diese Woche die Europäische Union empfängt, zeigt diese Partnerschaft, wie wir unsere gemeinsamen wirtschaftlichen und industriellen Prioritäten in konkrete kommerzielle Möglichkeiten übersetzen können“, sagte Mark Selby, CEO von Canada Nickel. „Kanadas Mineralressourcen und wettbewerbsfähige, kohlenstoffarme Energievorteile, kombiniert mit der Fertigungsexpertise von Swiss Steel und dem Zugang zum europäischen Markt, schaffen die Chance, sichere, kohlenstoffarme Lieferketten aufzubauen, die beiden Volkswirtschaften zugutekommen.“

Auch die Politik begrüßt das Vorhaben. George Pirie, Ontarios Minister für nordische Wirtschaftsentwicklung und Wachstum, bezeichnete die Zusammenarbeit als „perfektes Beispiel“ dafür, wie Produkte aus Nordontario „der Welt zugutekommen können“. Er erklärte: „Initiativen wie diese unterstreichen die Rolle Nordontarios beim Aufbau sicherer Lieferketten, treiben das langfristige Wirtschaftswachstum voran und stärken Kanadas Position auf den globalen Märkten.“

Für die Standorte in den USA, Kanada, Deutschland, der Schweiz und Frankreich wurde nach Unternehmensangaben bereits ein erstes Versorgungskonzept entwickelt und validiert. Die geplante Partnerschaft ordnet sich damit in einen breiteren Trend ein, in dem westliche Industrieunternehmen ihre Lieferketten für kritische Rohstoffe und Vormaterialien zunehmend diversifizieren und auf kohlenstoffarme Quellen umstellen.

Für deutsche Anleger ist die Kooperation insofern relevant, als Swiss Steel mit Sitz in der Schweiz und Produktionsstandorten in Deutschland zu den großen europäischen Stahlherstellern zählt. Sollte die Partnerschaft wie geplant umgesetzt werden, könnte sie die Rohstoffversorgung des Konzerns langfristig absichern und gleichzeitig die Nachfrage nach kanadischen Nickelprodukten stützen. Ob und in welchem Umfang die Absichtserklärung in verbindliche Lieferverträge mündet, bleibt jedoch abzuwarten.

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