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BYD baut größte Autofabrik der Welt

Gewinne sinken im Heimatmarkt, doch Exporte treiben internationales Wachstum kräftig an

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BYD baut größte Autofabrik der Welt

Der chinesische Autokonzern BYD hat einen Gewinneinbruch von 30 Prozent gemeldet, was zunächst für Aufsehen bei internationalen Wettbewerbern sorgte. Anleger reagierten prompt, die Aktie verlor zeitweise acht Prozent. Doch die neuen Zahlen schwächen den Druck auf die deutsche Konkurrenz nicht, sondern verdeutlichen vielmehr, dass BYD seine Verluste im Heimatmarkt durch ein stark wachsendes Auslandsgeschäft kompensiert. Die Exporte sind trotz hoher Kosten profitabel und sollen künftig noch stärker ausgebaut werden.

Besonders im Fokus steht dabei eine neue Megafabrik in Zhengzhou, die über 100 Mal größer sein wird als eine durchschnittliche chinesische E-Auto-Fabrik von Volkswagen. Gleichzeitig erweitert BYD seine Flotte an Autofrachtern. Acht dieser Schiffe, die jeweils bis zu 9500 Fahrzeuge transportieren können und mit autonomen Entladesystemen ausgestattet sind, sollen den weltweiten Export erheblich beschleunigen. Der siebte Frachter steht kurz vor der Inbetriebnahme, womit das Unternehmen seine globale Lieferkapazität massiv steigert.

Der harte Wettbewerb in China hinterlässt dennoch deutliche Spuren. BYD beklagte zuletzt „unlautere Praktiken in der Branche“ und sprach von „übermäßigem Marketing“, das den Gewinn belastet habe. Mit 6,4 Milliarden Yuan Gewinn im letzten Quartal blieb der Konzern hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die mit einem leichten Anstieg gerechnet hatten. Die Bruttomarge sank im ersten Halbjahr von 18,8 auf 18 Prozent, was jedoch weiterhin einen Spitzenwert in der Branche darstellt. Der Umsatz stieg gleichzeitig um 14 Prozent auf 201 Milliarden Yuan.

Während die Absätze im chinesischen Markt rückläufig sind, verzeichnet BYD im Ausland deutliche Zuwächse. Besonders in Brasilien, wo inzwischen ein Drittel des internationalen Umsatzes erwirtschaftet wird, sowie in Australien, Singapur und Teilen Europas konnte das Unternehmen stark wachsen. Der Auslandsumsatz kletterte im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent auf 135,4 Milliarden Yuan. Analysten sehen darin einen entscheidenden Faktor, der dem Konzern geholfen hat, größere Verluste zu vermeiden.

Für die zweite Jahreshälfte erwarten Experten eine leichte Erholung der Margen, auch wenn diese wohl unter dem Niveau des Vorjahres bleiben werden. Der Konzern selbst richtet den Blick klar nach außen und investiert verstärkt in zusätzliche Produktionskapazitäten außerhalb Chinas. Parallel dazu erhöhte BYD seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung im ersten Halbjahr um mehr als 50 Prozent. Der Fokus liegt dabei auf Batterietechnologie, Elektrifizierung und Software, um die technologische Führungsrolle gegenüber westlichen Herstellern weiter auszubauen.

BYD ElektrofahrzeugeFinanzenGewinneinbruch Autoindustrie

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