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BYD baut Exportkapazitäten aus – Gewinn sinkt um 30 Prozent

Ausbau von Produktion und Logistik für Auslands­märkte – trotz rückläufiger Profitabilität im Heimatmarkt

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BYD baut Exportkapazitäten aus – Gewinn sinkt um 30 Prozent

Der chinesische Autokonzern meldete kurz vor Beginn der IAA in München einen Gewinnrückgang um 30 Prozent. Die Aktie fiel am Montag zeitweise um acht Prozent. Beim Quartalsgewinn blieb BYD mit 6,4 Milliarden Yuan (892 Millionen US-Dollar) unter den Erwartungen von Analysten, die einen leichten Anstieg prognostiziert hatten. Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 201 Milliarden Yuan zu. Die Bruttomarge sank im ersten Halbjahr von 18,8 Prozent auf 18,0 Prozent.

BYD führte das Ergebnis am Freitag auf den harten Wettbewerb im Inland zurück. Wörtlich nannte der Konzern „unlautere Praktiken in der Branche“ und „übermäßiges Marketing“. Laut Daten von China Auto Market verringerte sich der durchschnittliche Preisnachlass bei BYD im Juli gegenüber dem Vormonat leicht.

Das Auslandsgeschäft entwickelte sich deutlich stärker. Der Umsatz außerhalb Festlandchinas (ohne Hongkong, Macau und Taiwan) stieg im ersten Halbjahr um 50 Prozent auf 135,4 Milliarden Yuan. Wichtige Beiträge kamen nach Unternehmensangaben aus Brasilien – dort entsteht rund ein Drittel des internationalen Umsatzes – sowie aus Australien, Singapur und Teilen Europas. Nach Einschätzung von Ivan Li, Fondsmanager bei Loyal Wealth Management in Shanghai, erzielen chinesische Hersteller im Ausland höhere Margen; der intensive Wettbewerb im Inland erschwere jedoch Gewinne. Joanna Chen von Bloomberg Intelligence erwartet, dass sich BYDs Marge in der zweiten Jahreshälfte vom schwachen zweiten Quartal erholen könnte, aber unter dem Niveau von 2024 bleibt.

Parallel baut BYD Kapazitäten für den Export aus. Nach Recherchen der WirtschaftsWoche entsteht in Zhengzhou ein neues Werk, das über 100-mal größer sein soll als eine durchschnittliche chinesische E-Auto-Fabrik von Volkswagen. Zudem hat BYD insgesamt acht Autotransporter bauen lassen; der siebte steht vor der Inbetriebnahme. Die Schiffe können jeweils bis zu 9500 Fahrzeuge transportieren, die laut Darstellung des Unternehmens autonom vom Schiff auf den Parkplatz rollen sollen.

Für die Produktentwicklung erhöhte BYD im ersten Halbjahr die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um mehr als 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Schwerpunkte sind Batterien, Elektrifizierung und Software. Der Konzern erklärte, er treibe Planung und Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten im Ausland voran, um sich auf steigende internationale Nachfrage vorzubereiten.

BYD

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