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Bosch plant Stellenabbau in der Softwareentwicklung

Herausforderungen der Autozuliefererbranche und die Auswirkungen auf die Elektromobilität

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Bosch plant Stellenabbau in der Softwareentwicklung

Autozulieferer Bosch plant den Abbau von 1200 Stellen in der Softwareentwicklung, davon 950 in Deutschland, bis Ende 2026, wie das Unternehmen am Donnerstag bestätigte. Dieser Schritt betrifft insbesondere die Sparte Cross-Domain-Computing Solutions, die rund 20.000 Mitarbeiter beschäftigt und Technologien für selbstfahrende Autos entwickelt. Die Entscheidung wird hauptsächlich mit der langsameren Entwicklung des vollautomatisierten Fahrens begründet, bei dem der Fahrer nicht mehr eingreifen muss, als ursprünglich erwartet.

Betroffen von diesem Stellenabbau sind nicht nur Softwareentwickler, sondern auch Mitarbeiter in den Bereichen Verwaltung und Vertrieb an verschiedenen Standorten, darunter Abstatt, Hildesheim, Leonberg, Renningen und Schwieberdingen. Bosch plant, den Abbau sozialverträglich zu gestalten und betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2027 an deutschen Standorten der Autosparte zu vermeiden. Dies soll durch altersbedingtes Ausscheiden, freiwillige Ausstiege, Fluktuation und Arbeitszeitverkürzungen erreicht werden.

Die Entscheidung von Bosch, Stellen abzubauen, steht nicht isoliert in der Branche. Der zweitgrößte deutsche Autozulieferer, ZF, plant den Abbau von 12.000 Stellen in Deutschland, was zu Massenprotesten der Belegschaft geführt hat. Auch der Autozulieferer Brose möchte die Personalkosten um zehn Prozent reduzieren und steht vor dem Abbau von rund 3000 Jobs.

Die Autozulieferer sind insbesondere von den hohen Kosten im Zusammenhang mit der Transformation hin zur Elektromobilität betroffen. Die Rezession, die Unsicherheit der Autokäufer und die stagnierende Fahrzeugproduktion tragen ebenfalls zu ihren Herausforderungen bei. Die Aufträge für Elektroauto-Komponenten sind zwar vorhanden, erfordern jedoch hohe Investitionen in die Entwicklung, und bisher erzielen die Unternehmen in diesem Bereich noch keine Gewinne.

Bosch hatte ursprünglich geplant, bis 2024/25 eine Zielrendite von sieben Prozent zu erreichen, die für die finanzielle Unabhängigkeit des Konzerns erforderlich ist. Aufgrund der aktuellen Lage und Herausforderungen wurde diese Zielsetzung jedoch verschoben, und Bosch konzentriert sich nun verstärkt auf die elektronische Architektur moderner Fahrzeuge.

Die Tatsache, dass Bosch trotzdem Softwarestellen abbaut, zeigt den Druck, dem der Konzern bei den Kosten ausgesetzt ist und widerspricht den vorherigen Plänen, die Zahl der Softwareentwickler zu erhöhen. In der gesamten Branche stehen Verhandlungen zwischen Management und Belegschaft über die Modalitäten des Stellenabbaus an. Den Unternehmen kommt dabei die demografische Entwicklung zugute, da viele Mitarbeiter der Babyboomer-Generation in den Ruhestand gehen. Allerdings wird bezweifelt, dass dieser Effekt allein ausreicht, um die Herausforderungen zu bewältigen.

Bosch Auto & MobilitätStellenabbau

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